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Lucia di Lammermoor

Bewertung und Kritik zu

LUCIA DI LAMMERMOOR – Staatsoper Stuttgart

von: Gaetano Donizetti
Premiere: 3. Oktober 2026, Staatsoper Stuttgart

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Andriy Yurkevych
Regie: Katie Mitchell
Mitarbeit Regie / szenische Einstudierung: Robin Tebbutt
Bühne & Kostüme: Vicki Mortimer
Choreografie: Joseph Alford
Licht: Jon Clark
Dramaturgie: Johanna Mangold
Chor: Bernhard Moncado

Besetzung

Lucia: Chelsea Lehnea
Edgardo: Kai Kluge (für Paul Lungo)
Enrico: Johannes Kammler
Arturo: Charles Sy
Raimondo: Adam Palka
Alisa: Laura Orueta
Normanno: Alberto Robert

Chor & Orchester

Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart

Über die Inszenierung

Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ zählt zu den bedeutendsten Werken des italienischen Belcanto-Repertoires. Die Oper erzählt von einer jungen Frau, die zwischen familiären Verpflichtungen, gesellschaftlichem Druck und ihrer eigenen Liebe zerrieben wird und schließlich den Verstand verliert.

Katie Mitchell richtet den Blick auf die Perspektive Lucias und arbeitet die psychologischen und gesellschaftlichen Strukturen heraus, die die Figur in die Katastrophe treiben. Ihre Inszenierung verbindet präzise Personenführung mit einer konzentrierten, atmosphärisch dichten Bildsprache.

Vicki Mortimers

1 Kritik

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Ehrenrettung für Lucia
6 Stunden her.
Kritik

''Katie Mitchell hat die von Walter Scott entlehnte Handlung in das düstere Milieu einer Gothic Novel verlegt. Die Bühne ist, wie im Kino der Split Screen, in zwei Hälften geteilt. In der einen Hälfte sieht und hört man, was das Libretto vorschreibt, in der anderen sieht man die Ergänzungen, mit denen die Regisseurin die vertrauten Vorgänge kommentiert. Bleibt die Frage, ob es etwas beiträgt zum Verständnis der Lucia, wenn ihr Mord an Bucklaw auf der Bühne zu sehen ist und nicht, wie schon die Morde im antiken Drama, verborgen auf der Hinterbühne, in der Szene stattfindet

Gesanglich hat die Stuttgarter Oper mit dieser Inszenierung einen neuen Höhepunkt erreicht, nicht nur mit Chelsea Lehnea, die die Koloraturen – ein traditionelles Mittel zur musikalischen Darstellung von Wahnsinn – und die Ansprüche des Spitzentons mühelos bewältigt, sondern mit jeder einzelnen Rolle inklusive Kai Kluge, der bei der Premiere für Paul Lungu als Edgardo einspringen musste. Es gab reichlich Szenenapplaus, wie in guten alten Tagen.

Der Dirigent trieb das Staatsorchester Stuttgart zu dramatischer Höchstleistung an. Werk und Interpretation trafen sich da auf dem Niveau der besten Opern Giuseppe Verdis.'' schreibt Thomas Rothschild am 4. Oktober 2026 auf KULTURA-EXTRA

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