IO in «Der gefesselte Prometheus» I.

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3. Akt

Io, Prometheus und der Chor.

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IO: Welch Land? Welch Volk? Wen seh ich da hoch
In die Fesseln gebannt an dem hohen Geklüft,
Wie den Wettern zum Spiel? Um welch Unrecht
Sollst so du vergehn? Tu kund mir, wohin
Ich Heimatlose geirrt bin!
Weh mir! weh mir!
Es sticht mich Arme, mich die Bremse wieder!
Gespenst, des Argos Riesenbild,
Wehrt ihm! Huh! Entsetzen!
Den Tausendäugigen, meinen Hüter seh ich!
Und er umschleicht mich schon, tückischen Haß im Blick,
Den auch erschlagen nicht der Erde Gruft birgt!
Nein, von den Tiefen aufwärts wider mich Arme steigt er
Und scheucht mich, jagt mich Lechzende fort über den sandigen Strand einsam;
Zu mir herüber trägt der wachsgefügten Rohrflöte Schall
Sein Schlaflied so süß!
Weh, weh! wohin, wohin schweif ich, irr ich fern in die Ferne fort?
Was denn an mir, o Kronos' Sohn, was denn an mir
Hast du Ursach erkannt, daß du so schwerer Qual Joch mir auflegst? Oh!
Mit dieser wahnsinngeißelnden Angst mich Angstzerrüttete also marterst?
Gib mir der Flammen Tod, birg in ein Grab mich tief, tief ins Meer
Wirf mich dem Hai zum Raub!
Nein, versag nicht, Herr, mir diesen einen Wunsch!
Mein Schweifen fern in die Ferne hat
Mich gnug gequält, nicht weiß ich mehr, auf welchem Pfad
Dieser Qual ich fliehn soll!
[...] Wie denn erfuhrst du meines Vaters Namen schon, sag es mir,
Mir, der Gequälten? Wer,
Dulder, wer bist du selbst,
Daß du so gar zu wahr mich Dulderin schon begrüßest
Und mir den gotträchenden Jammer benennst,
Der mich aufzehrt in Glut, der mich aufpeitscht in schmerzglühndem Wahnsinn! Oh! –
Rastlosen Schweifens stürmt ich daher ohn Trank und Speise, gescheucht von Hera,
In der Verfolgung Hast so überwältigt! Wer ist gottverstoßen wie ich? Wehe! wehe!
Wer wie ich gemartert? Offenbar' du mir,
Was fürder mir zu erdulden bleibt,
Was fürder nicht mehr, wo ein Balsam meinem Schmerz?
Sag mir's, wenn du's weißest.

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