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MEDEA
von Euripides
Regie: Markus Bothe 
Premiere: 12. Juni2020
Schauspiel Leipzig 

Zum Inhalt: Eine Flotte von griechischen Kriegern geht auf Raubzug in das ferne Kolchis, um das sagenumwobene goldene Vlies zu erobern. Jason, ihr Anführer, lässt sich dort von der stolzen Königstochter Medea und den ihr zugesprochenen Zauberkräften helfen. Medea hat sich unsterblich in Jason verliebt und ist dadurch zu jeder Tat bereit. Sie schreckt vor nichts zurück, opfert Familie und Heimat und folgt Jason schließlich nach Griechenland. Hier leben sie glücklich zusammen und bringen ihre beiden Söhne zur Welt.
Doch Medea ist in Griechenland nur die Fremde und nicht wie die Griechinnen, wie Jason bemerkt. Amors Pfeile verlieren allmählich ihre Wirkung. Um in das Gefolge am Hofe König Kreons zu gelangen, wendet sich Jason schließlich Kreons Tochter zu und lässt Medea und seine beiden Söhne im Stich. Medea verzweifelt. Sie findet sich allein als Fremde in einem Land zurückgelassen, auf das sie ihre gesamte Zukunft baute. Für Jason hat sie alles geopfert, und jetzt will man sie, durch Treuebruch, Verrat und Entzug ihrer Rechte, zum Exil zwingen, besser noch zur eigenen Selbstauslöschung. In die Ecke gedrängt, greift Medea zur radikalsten Tat: Sie tötet ihre eigenen Kinder.

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K. EIN INTERNET-PROJEKT
nach Texten von Franz Kafka
Regie: Philipp Preuss 
Premiere: 4. April 2020
Schauspiel Leipzig 

Zum Inhalt: Eine neue Spezies Mensch ist derzeit im Entstehen beobachtbar: das „Zoon Zoomicon“ – auf Videokonferenzplattformen tummeln sich Heimarbeiter, Partygänger, isolierte Existenzen auf der Suche nach einer Struktur, immer wieder unterbrochen durch Verbindungsschwankungen, Bildstörung, kommunikatives Stottern.
So sucht auch K., der Protagonist aus Kafkas „Schloss“, im Dorf nach Zugängen, Wegen, Netzknoten, Verbindungen zu den Bewohnern. K.s Irrlauf durch die Welt des Schlosses wird zu einer surrealen Parabel auf die neu entstandene hermetische Welt der Isolation. K. versucht, die Regeln der „Fearology“ zu entschlüsseln, die die Medien der Stunde generieren.

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MEIN FREUND HARVEY
von Mary Chase
Regie: Enrico Lübbe 
Premiere: 18. Januar 2020
Schauspiel Leipzig 

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Zum Inhalt: CElwood P. Dowd ist völlig unauffällig. Mittelalt und mittelgroß, sehr höflich und sehr zuvorkommend. Seit er nachts an einer Straßenlaterne von Harvey angesprochen wurde, machen Elwood und Harvey alles gemeinsam: Sie gehen zu zweit in den Park, ins Konzert und in die Kneipe. Elwood teilt mit ihm sein Leben: sein Haus, seine Gedanken und seine Zeitungsabos.
Harvey allerdings ist ein großer weißer Hase. Ein Puka, zwei Meter zehn. Sehr höflich, sehr zuvorkommend, sehr unsichtbar. Denn niemand außer Elwood hat diesen Harvey je gesehen.
Für Elwood ist das kein Problem, er scheint das gar nicht zu bemerken. Aber für Elwoods Schwester Veta Louise und ihre Tochter Myrtle Mae ist es ein Problem. Denn sie wohnen im gleichen Haus wie Elwood (und eventuell Harvey) — allerdings zunehmend vereinsamt. Denn wen kann man noch zum Dinner einladen, wenn dem Besuch spätestens zum Dessert von Elwood sein Freund Harvey vorgestellt werden wird? Es ist also klar: Es muss etwas passieren.
Veta beschließt, Elwood in der Anstalt von Prof. Chumley unterzubringen. Allerdings — je länger Elwood in dieser Klinik ist, desto unsicherer wird die Annahme, dass es Harvey nicht gibt. Denn immer mehr Leuten scheint nun Harvey selber zu begegnen, Veta und auch Prof. Chumley nicht ausgenommen. Und was wird mit dem freundlichen, großzügigen und herzlichen Elwood passieren, wenn nach der Behandlung der Hase vielleicht weg ist, aber dafür die blanke Realität übrig bleibt?

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DER VOGELHÄNDLER
Carl Zeller
Regie: Rainer Holzapfel 
Premiere: 1. November 2019 
Oper Leipzig - Musikalische Komödie 

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Zum Inhalt: Carl Zellers »Vogelhändler« gehört zu jenen Operetten, die nachzuerzählen beim Leser für mehr Verwirrung als Erhellung sorgen würden. Am allerwenigsten wissen die Figuren selbst, mit wem sie es gerade zu tun haben, allen voran Titelheld Adam aus Tirol, der sich auf einen Flirt mit Marie einlässt, ohne zu wissen, dass es sich bei ihr in Wirklichkeit um die Kurfürstin handelt. Seine Braut Christel glaubt eigentlich den Kurfürsten vor sich, als sie für Adam ein Bittgesuch zur Beförderung zum Menagerieinspektor einreichen möchte. Stattdessen schlüpft Stanislaus, der hoch verschuldete Neffe des kurfürstlichen Wald- und Wildmeisters Baron Weps, in die Rolle des kurzfristig verhinderten Kurfürsten und nutzt bei einem Stelldichein im Pavillon seine neue Position schamlos aus. Zum Schluss dreht sich schließlich alles um die entscheidende Frage: Was ist wirklich passiert zwischen Adam und Marie und Christel und Stanislaus?

Carl Zeller hat mit seinem »Vogelhändler« eine der populärsten Operetten überhaupt geschrieben. Sein Rezept: Eine turbulente Verwechslungskomödie vor dem Hintergrund einer ländlich-volkstümlichen Idylle, eine Prise Erotik und eine gute Portion Sentiment sowie eingängige Melodien wie »Grüß’ euch Gott, alle miteinander«, »Ich bin die Christel von der Post«, »Wie mein Ahnl« und natürlich »Schenkt man sich Rosen in Tirol«.

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TRISTAN UND ISOLDE
von Richard Wagner
Regie: Enrico Lübbe
Premiere: 5. Oktober 2019 
Oper Leipzig 

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Zum Inhalt: Mit »Tristan und Isolde« schuf Richard Wagner seine wohl radikalste, aber auch sinnlichste Oper. Zwei Liebende werden in einen Strudel der Leidenschaften hineingesogen, der so intensiv ist, dass eine Erlösung nur im Tod möglich ist. Um der ungewollten Hochzeit mit König Marke von Cornwall zu entgehen, will die irische Königstochter Isolde ihrem Leben ein Ende setzen. Gemeinsam mit Tristan, dem Neffen des Königs, trinkt sie jedoch versehentlich kein Gift, sondern einen Liebestrank. Gequält von unerfüllter Sehnsucht leben die beiden fortan für den Wunsch, im Tod vereint zu sein.

Richard Wagner adaptierte für seinen »Tristan« das mittelalterliche Epos von Gottfried von Straßburg und ließ sich von der Philosophie Schopenhauers inspirieren. Dessen pessimistische Ideen vom Streben nach dem Ende der Existenz vereinte er jedoch mit der eigenen Neigung zu sinnlicher Hingabe. Dazu schuf er eine Musik, die die überwältigenden Gefühle der kaum noch aktiv handelnden Figuren zum Klingen bringt. Wie das immer größer werdende Verlangen der Liebenden drängt die Musik unaufhörlich nach Erlösung. Die beinahe sinfonisch anmutende musikalische Sprache, die Wagner verwendet, ist durch den Zusammenbruch der Tonalität und extreme Chromatik gekennzeichnet – eine zeitlose »unendliche Melodie« für die Ewigkeit, die den Lauf der Musikgeschichte unumkehrbar beeinflussen sollte.

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DIE HERMANNSSCHLACHT
von Heinrich von Kleist
Regie: Dušan David Pařízek 
Premiere: 3. Oktober 2019 
Schauspiel Leipzig 

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Zum Inhalt: Cheruskerfürst Hermann schließt mit den Römern ein Scheinbündnis gegen die Sueven. Zugleich unterbreitet er den Sueven ein Bündnisangebot, um die römischen Truppen in einen Hinterhalt zu locken. Er schürt den Hass der einheimischen Bevölkerung gegen die fremden Besatzer. Schließlich stehen fast alle Germanen, die zuvor untereinander zerstritten waren, auf seiner Seite. Nachdem die Truppen des römischen Feldherrn Varus vernichtend geschlagen sind, soll Hermann zum König von Germanien ausgerufen werden.

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SPIEL MIR EINE ALTE MELODIE
Schlager- Revue
Choreografie: Mirko Mahr 
Premiere: 27. September 2019 
Oper Leipzig - Musikalische Komödie 

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Zum Inhalt: Cusch Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie, präsentiert in seiner Revue mit dem Titel »Spiel mir eine alte Melodie« ein Potpourri mit beliebten Melodien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Freuen Sie sich auf eine »Nacht voller Seligkeit« mit Evergreens von Peter Kreuder, Mischa Spoliansky u. a.

Mit: Theresa Maria Romes, Nora Lentner, Angela Mehling, Anne-Kathrin Fischer, Adam Sanchez, Hinrich Horn, Milko Milev, Andreas Rainer, Michael Raschle und Justus Seeger

Weiterlesen: Spiel mir eine alte Melodie

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DER LIEBESTRANK
von Gaetano Donizetti
Regie: Rolando Villazón 
Premiere: 14. September 2019 
Oper Leipzig 

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Zum Inhalt: Manchmal hilft nur noch ein Liebestrank, vor allem wenn es so einer ist wie der von Tristan und Isolde. Zumindest Nemorino setzt all seine Hoffnung in dieses Gebräu: Schließlich ist er als kleiner Niemand in die anbetungswürdige, aber eher am schneidigen Belcore interessierte Adina verliebt. Welch ein Glück, dass der fahrende Wunderdoktor Dulcamara ein solches Mittel rein zufällig in seinem Sortiment führt. Das Wunderelixier, bei dem es sich freilich um nichts anderes als Alkohol handelt, zeigt auch prompt seine Wirkung: Mit frisch gewonnenem Selbstvertrauen steigt Nemorino zum begehrtesten Junggesellen weit und breit auf – wozu das Gerücht einer beträchtlichen Erbschaft wohl nicht unwesentlich beiträgt. So gelingt es Nemorino nicht nur, seinen Nebenbuhler auszustechen, sondern letztlich auch Adinas Herz zu gewinnen.

Schon der erste Tropfen von Gaetano Donizettis »Liebestrank« machte das Publikum 1832 süchtig nach den süßen, verschwenderischen Melodien, die der Komponist auch der berühmtesten Arie des Stückes einträufelte: Nemorinos berührender Klage »Una furtiva lagrima«. Rolando Villazón, der als Nemorino häufig genug selbst erfolgreich auf der Bühne stand, inszeniert Donizettis »Liebestrank« nun an der Oper Leipzig. Mit viel Witz und Herz, aber auch feinem Gespür für den Tiefsinn des Werkes erzählt er das heitere Liebesabenteuer als turbulenten Western-Movie.

Weiterlesen: Der Liebestrank

 

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