Bewertung und Kritik zu

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DER MIETER
von Arnulf Herrmann
Regie: Johannes Erath
Premiere: 12. November 2017
Oper Frankfurt

Zum Inhalt: Es herrscht Wohnungsnot. Georg ist deshalb froh, ein Zimmer gefunden zuhaben. Die Vormieterin hatte sich aus dem Fenster gestürzt. Schon bald nach Georgs Einzug beginnen die anderen Hausbewohner in sein Leben und seine Gewohnheiten einzugreifen. Anfangs sind es nur Beschwerden über angebliche Lärmbelästigungen. Dann soll sich Georg daran beteiligen, andere Mieter aus dem Haus zu vertreiben. All dies geschieht vor dem Hintergrund eines zunehmenden Klimas der Angst, Einschüchterung und — was am schwersten wiegt — der allmählichen Selbstbeschränkung sowie des vorauseilenden Gehorsams durch Georg selbst, nur um sein Zimmer nicht zu verlieren. Sein (Lebens-)Raum zieht sich buchstäblich zusammen. Letztlich bleibt aber unklar, ob die Bedrohung real ist, oder ob sie sich nur in seinem Kopf — gleich einer fortschreitenden Paranoia — einnistet. So treibt Georg auf den vollkommenen Verlust seiner Identität zu. Er entwickelt allmählich die Vorstellung, dass er dazu gezwungen wird, das gleiche Schicksal wie seine Vormieterin zu erleiden. Noch mehr: dass er mit der Person seiner Vormieterin verschmelzen soll. Dadurch verliert er nicht nur seine eigene Identität, sondern wird vom Mann zur Frau — und nimmt sich das Leben.

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