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Bewertung und Kritik zu

FALCONE 
von Nicola Sani
Regie: Benjamin Korn 
Premiere: 28. April 2017 
Staatsoper Unter den Linden, Berlin

Ein Mann sitzt im Flugzeug von Rom nach Palermo – nur wenige Stunden vor dem Bombenattentat, das ihn und seine Ehefrau das Leben kosten wird. Es ist Giovanni Falcone, der bekannte Mafia-Untersuchungsrichter, dessen Kampf gegen das organisierte Verbrechen der sizilianischen »Cosa Nostra« 1986 zu einem spektakulären Massenprozess führte, bei dem über 400 Mitglieder der Organisation ihrer Verbrechen angeklagt werden konnten. Während der »angehaltenen Zeit des Fluges« – so der Untertitel der 2007 uraufgeführten Oper von Nicola Sani – verbinden sich die Erlebnisse und Gedanken Falcones mit Erinnerungen und Schilderungen des bevorstehenden Attentats zu einem Mosaik aus Reflektionen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Musikalische Leitung: David Robert Coleman
Inszenierung: Benjamin Korn
Ausstattung: Annika Haller
Dramaturgie: Benjamin Wäntig


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Falcone kennt jeder
  · 01.05.17
''In der Tradition griechischer Dramen stehen die Frauen auf der Empore im Hintergrund - als Kassandren, als Warnerinnen, als Seherinnen, die das Ende Falcones, seiner Frau und der drei Bodyguards herbeiflüstern. In den Szenen, wo Falcone über die Ereignisse reflektiert, werden immer wieder zwei Flugzeugsitze in den Zuschauerraum gefahren. Wenn die Richter singen, verschwinden die Sitze. Die Richter, die über den Köpfen der Bevölkerung hinweg mit den Mafiabossen kungeln - gegen Falcone, Italiens Held im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Giovanni Falcone und seine Frau starben nach vielen Mordversuchen schließlich am 23. Mai 1992. Mit einer 500-kg-Bombe wurden sie bei Palermo in die Luft gesprengt. Kurz nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Palermo, nach einem zweistündigen Flug von Rom. Die ganze Oper ist von der Todesahnung durchzogen. Geräuschhafte Pattern erzeugen die gruselige Atmosphäre. Schroffe Klangkaskaden in Kombination mit den eingespielten Geräuschen. Ansätze von Melodien kommen nur vom Gesang, oft wird nur gesprochen, man wird an Paul Dessaus Oper Einstein erinnert. Die unprätentiöse Inszenierung sitzt, David Robert Coleman hat seinen Klangapparat richtig gut unter Kontrolle. Tolles Thema, tolle Inszenierung und man hat was zu erzählen, weil: Den Falcone kennt jeder. '' schreibt Steffen Kühn am 1. Mai 2017 aufKULTURA-EXTRA
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