Bewertung und Kritik zu

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THE CALL-A-SPY-SHOW
von Peng! Collective
 
Choreographie & Regie: Jefta van Dinther 
Berliner-Premiere: 22. Januar 2018 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin

Zum Inhalt: Seit Edward Snowdens Enthüllungen von 2013 wissen wir, dass wir der permanenten Überwachung all unserer digitalen Kommunikation ausgesetzt sind. Geheimdienstbehörden dringen in unsere Privatsphären ein, um unsere intimsten Daten zu sammeln und zu analysieren. Jedes Jahr wird neue Technologie entwickelt und neue Möglichkeiten geschaffen, im Namen der nationalen Sicherheit Daten zu sammeln und die Überwachung zu verstärken. Doch was wissen wir eigentlich über die Menschen, die uns überwachen?

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THE HAIRS OF YOUR HEAD ARE NUMBERED
von doublelucky productions
 
Reige: Chris Kondek, Christiane Kühl 
Berliner-Premiere: 18. Januar 2018 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin

Zum Inhalt: Der menschliche Körper begegnet uns zunehmend als Datenkörper. Bewegungen, Emotionen und Zustände werden gemessen, quantifiziert und in Daten verwandelt. Gleichzeitig sind diese Daten der Spiegel, in dem Körper gesehen und gemessen werden und an dem wir sie ausrichten. Während eine wachsende Anzahl von Menschen Vergnügen daran hat, mittels ‘Life Tracking’ den eigenen Körper auf Schritt und Tritt zu überwachen, zu analysieren und in sozialen Netzwerke zu kommunizieren, bieten Firmen Online-Analysen von Gefühlszuständen zur Therapie und Werbungsoptimierung an. Auf der IT-Messe CeBIT ließen sich 2016 Hunderte von Menschen einen Chip unter die Haut pflanzen, über den sie mit ihrem Smart Home kommunizieren können. “Biohacking ist das Tattoo der Neuzeit”, kommentierte die Presse lapidar. War der Mensch bis vor kurzem die analoge Lücke in der digitalen Welt, schließt sich diese Lücke mit unserer tatkräftigen Hilfe innerhalb kürzester Zeit. Körper werden zunehmend zu Fremdkörpern. In ihrer neuen Performance “The Hairs Of Your Head Are Number­ed” macht das Media-Arts-Team den Körper zum Schauplatz: Durch komplexe Technologien, die sie für die Theatersituation umprogrammieren, werden die Bedürfnisse und Manipulationsmöglichkeiten des Körpers in der digitalen Verstärkung spürbar.

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PROTAGONIST
von Jefta van Dinther / Cullbergbaletten
 
Choreographie & Regie: Jefta van Dinther 
Berliner-Premiere: 11. Januar 2018 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin

Zum Inhalt: Der Bühnenraum scheint sich durch das Lichtdesign zu erweitern und wieder zu verengen und verschluckt mitunter die selten stillstehenden Körper, lässt nur die weißen Gliedmaßen aufleuchten. Die 15 Tänzer*innen des Cullbergbaletten aus Stockholm haben sich das Bewegungsvokabular Jefta van Dinthers ganz zu eigen gemacht, sprechen mit Händen, Armen und Beinen, sind in der Vertikalen dem Boden mehr verhaftet als dem Streben nach Höhe. “Protagonist” ist eine Reflektion über die Menschheit, über Ge­meinschaft und Individualität, über Held*innen und Herr­scher­*innen. In Liedern der Revolution und Tänzen der Evolution wird geschildert, wie Menschen sich versammeln, Rollen zugewiesen bekommen und übernehmen. Auf der Bühne nimmt nach und nach eine Gesellschaft Gestalt an, getragen von dem Verlangen nach Zugehörigkeit und der Suche nach einem gemeinsamen Sinn und einer gemeinsamen Überzeugung. Die Choreografie ist eine Parabel über Fürsorge, Verwandtschaft und Bündnisse, aber auch über Isolation, Kontrolle und Entfremdung. Zuletzt war der Choreograf und Tänzer Jefta van Dinther mit der Uraufführung von “Dark Field Analysis” im Rahmen von Tanz im August am HAU.

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DIE WIEDERENTDECKUNG DER GRANTELOPER
von FUX
 
Reige: Nele Stuhler, Falk Rößler 
Berliner-Premiere: 10. Januar 2018 
Hebbel am Ufer (HAU), Berlin

Zum Inhalt: Die Gruppe FUX widmet sich in ihrer ersten Arbeit am HAU der Artikulation von Widerspruch – von der folgenlosen Klage bis hin zum aufrührerischen Protest. Sie entdeckt dafür das uralte, fast vergessene Musiktheaterformat der Granteloper wieder. Diese wurde einst erdacht, um den Sorgen und Nöten der Unterdrückten eine Gesangsstimme zu verleihen und sie in einem beispiellosen Gesamtkunstwerk zu voller Blüte zu entfalten. Nicht zuletzt wegen dieses hehren Anspruchs ist die Granteloper nie verwirklicht worden. Das übernehmen nun FUX. Denn wenn die Zeit für die Granteloper jemals reif war, dann jetzt.

Weiterlesen: Die Wiederentdeckung der Granteloper

Hebbel am Ufer

Hebbel am Ufer
Hebbel am Ufer (HAU)
www.hebbel-am-ufer.de
Stresemannstr. 29 - 10963 Berlin
Telefon: 030 259 004 - 0

SPIELPLAN & KARTEN
2.7
Durchschnittsnote aller Stücke
5 1
4 2
3 9
2 7
1 2
Kritiken: 13

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