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Bewertung und Kritik zu

PAPA LIEBT DICH
von Sivan Ben Yishai
Regie: Suna Gürler
Premiere: 16. Februar 2018 
Maxim Gorki Theater, Berlin

© Esra RotthoffZum Inhalt: Ein Zug, der sich in dunkler Nacht unter der Erde mit über 100 km/h einem unbekannten Ziel nähert. Im Zug sitzt eine Gruppe älterer Frauen ordentlich eingereiht auf einer Sitzbank. Ein namenloses weibliches Ich sitzt ihnen gegenüber und beobachtet, verurteilt und seziert sie gnadenlos. Je weiter der Zug vorankommt, desto schmerzhaftere Erinnerungen bröckeln aus den Untiefen des Bewusstseins hervor, die sich beide Parteien gegenseitig vorwerfen. Sie erzählen von überlebten Kriegen, von sexuellem Missbrauch, von gescheiterten Mütter-Vorbildern. Die Autorin Sivan Ben Yishai wird für ihre sprachliche Wucht gefeiert, mit der sie scheinbar politische Gewissheiten sprengt. Für das Gorki schreibt sie nun ein Generationenportrait über die Emanzipation vom Patriarchat.

Regie: Suna Gürler

Ausstatterin: Moïra Gilliéron
Musik: Ari Robey-lawrence
Dramaturgie: Mazlum Nergiz
Ton: Vicki Schmatolla
Licht: Fritz Stötzner
Regieassistenz: Ariana Battaglia


 
Meinung der Presse zu „Papa liebt Dich“

Maxim Gorki Theater, Berlin

 


nachtkritik
Keine Schwesternschaft


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2.0/5 Insgesamt 1 Bewertungen (1 mit Rezension)
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Altbackene Zoten, das Zentrum fehlt
  · 20.04.18
Ben Yishai verknüpfte diesmal zu viele unterschiedliche Stränge. Ihr Text, den Gürler auf fünf Spielerinnen aufteilte, wird einer weiblichen Erzählerin in einem Zugabteil in den Mund gelegt. Sie beginnt mit bösen Bemerkungen über die älteren Damen, die ihr mit ihren altmodischen Hüten gegenübersitzen, phantasiert sich in die Waggons ins Vernichtungslager Auschwitz, arbeitet sich an ihrer Wut an ihrer kranken Mutter ab, die sie in der Klinik besucht.

Den sprunghaften 75 Minuten fehlt ein klares Zentrum. Zu beliebig werden Themen aneinandergereiht. Das Ärgerlichste sind die Zoten und Kalauer, die den Textfluss regelmäßig unterbrechen. Ein genervtes Stöhnen geht durch die Reihen, als die Spielerinnen den nächsten flachen – und wie Sophie Diesselhorst argumentierte – oft auch sexistischen Witz abfeuern. Eine Besucherin murmelte kopfschüttelnd: „Der Witz ist nun wirklich schon uralt.“ Die eingestreuten Zoten funktionieren weder als ironische Brüche noch sorgen sie für produktive Verunsicherung.

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Maxim Gorki Theater
www.gorki.de
Am Festungsgraben 2 - 10117 Berlin
Telefon: 030 202210

SPIELPLAN & KARTEN
3.2
Durchschnittsnote aller Stücke
5 30
4 108+
3 110+
2 63
1 14
Kritiken: 108
 AUF DER BÜHNE © 2018                            
                               
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