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Bewertung und Kritik zu

CLEAN CITY
von Prodromos Tsinikoris,  Anestis Azas
Regie: Prodromos Tsinikoris, Anestis Azas
Berliner-Premiere: 21. November 2017 (Gastspiel)
Maxim Gorki Theater, Berlin

Zum Inhalt: Wer macht Athen sauber? Warum ist ein Großteil der Reinigungskräfte in Athen weiblich und migrantisch? Wurden sie zur Reinigungskraft »geboren«? Wie unterscheidet sich ihr Lebenslauf von Ihrem? Vielleicht sind wir letztendlich alle der Geschichte unterworfen? Und wenn wir schon dabei sind, warum nennt man es »gründlich aufräumen«, wenn man Polizeieinsätze beschreibt, die öffentliche Plätze von »Unerwünschten « (Migranten*innen, Obdachlosen, »Abweichlern«) befreien? Die Regisseure Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris erkunden den Rassismus der »Sauberkeit« und »Reinheit «, die Gefahren des Faschismus, Immigration von Frauen in Griechenland und die Identität der »Putzfrau«. Als Theater der Realität spürt Clean City Stereotype auf und definiert sie neu und zwar mit den Augen und persönlichen Berichten der wahren Experten*innen, wenn es um Sauberkeit geht: der eingewanderten Putzfrauen von Athen. Gleichzeitig erkundet Clean City historische, philosophische und politische Auslegungen von »rein« als normativem Konzept, welches von den Nazis übernommen wurde und zur zentralen Säule rassistischer Ideologie wurde, mit dem Bestreben, alle »Andersartigen« auszulöschen, um eine »reine« Rasse zu schaffen. Clean City feierte 2016 im Onassis Kulturzentrum in Athen Premiere und wurde seitdem von mehreren Theatern Europas eingeladen, darunter auch von den Münchner Kammerspielen. Es gehört zu Europoly, einer Initiative des Goethe-Instituts, die Aufführungen unterstützt, die Europa in Zeiten des Wandels erforschen. Die Idee für das Projekt entstand vor einigen Jahren, als es auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise hieß, »den Laden mal gründlich aufräumen« zu müssen und ein Teil der griechischen Gesellschaft, die einen Sündenbock brauchte, mit dem Finger auf Ausländer*innen, Migranten*innen oder Geflüchtete, die in unserem Land leben, zeigte.

Text und Regie: Prodromos Tsinikoris, Anestis Azas

Bühne/Kostüme: Eleni Stroulia
Musik: Panagiotis Manouilidis
Video: Nikos Pastras
Licht: Eliza Alexandropoulou
Dramaturgie: Margarita Tsomou


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Fünf Putzfrauen aus Athen auf Europa-Tour
  · 21.11.17
Bei ihrer Deutschlandpremiere im Februar 2016 während des „Europoly“-Festivals der Münchner Kammerspiele waren die Kritiken schon sehr positiv. Nach einigen weiteren Stationen schauen die fünf lebensklugen, resoluten Frauen nun an zwei Abenden beim Politischen Herbstsalon des Gorki Theaters nach dem Rechten.
Wer es wagt, einen Kaugummi unter den Stuhl zu kleben, kann sich auf einiges gefasst machen, stellen sie gleich zur Eröffnung klar. So deutlich sprechen sie auch in der folgenden knappen Stunde aus, was ihnen nicht passt: die Schikanen auf den Ausländerbehörden, die täglichen Probleme im Kampf um Papiere und gesellschaftliche Anerkennung, die sexuellen Übergriffe einiger Villenbesitzer, für die sie arbeiten, vor allem aber auch der Rassismus, mit dem die „Goldene Morgenröte“ Flüchtlinge und Migranten zu Sündenböcken stempelt und gegen sie hetzt.
„Clean City“ ist ein ganz unspektakulärer Abend. Die fünf Frauen erzählen einfach nur aus ihrem Leben, über ihre täglichen Sorgen und Erfahrungen.

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