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Bewertung und Kritik zu

GET DEUTSCH OR DIE TRYIN'
von Necati̇ Özi̇ri̇
Regie: Sebastian Nübling 
Premiere: 20. Mai 2017
Maxim Gorki Theater, Berlin

Es gibt Momente, in denen kommt alles zusammen. Zum Beispiel Ardas 18. Geburtstag. Ohne Plan, aber mit seinen Jungs Bojan, Danny und Savaş. Auf einer Parkbank ohne Park am Bahnhof: rechts die Glatzen, links die Bullen und in der Mitte die Musik. Es gibt Momente, in denen jemand deine Sprache versteht, ohne dass du viel erzählen musst. Momente, an denen jener Punkt auf deiner zerknitterten biografischen Landkarte auftaucht, an dem du den letzen Sommer deiner Kindheit verbringst, kurz bevor deine Freunde verschwinden und du plötzlich merkst: Du bist allein in einem Land, das dich einen Fremden nennt. Also steh auf! Renn so schnell du kannst und noch schneller! Denn wenn keiner wissen will, wer du bist, musst du es selbst herausfinden.

Mit Sarah Böcker / Aydanur Gürkan / Suna Gürler / Rahel Jankowski / Nilu Kellner / Cynthia Micas / Fée Mühlemann / Amba Peduto / Zoé Rügen / Marie Carlota Schmidt / Çiğdem Teke / Annika Weitzendorf

Regie: Sebastian Nübling
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Pascale Martin
Musik: Lars Wittershagen
Dramaturgie: Ludwig Haugk


 
Meinung der Presse zu „Get deutsch or die tryin'“ - Maxim Gorki Theater


nachtkritik
★★★★☆

Berliner Zeitung
★★★☆☆


Zitty
★★★★☆

tip
★★★★☆


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3.4/5 Insgesamt 7 Bewertungen (2 mit Rezension)
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Wut-Monolog an den Vater
  · 30.05.17
''Wo der Bericht an Intensität gewinnt, zerfasert die Inszenierung von Sebastian Nübling doch zusehends in performativer Beliebigkeit mit ironischen Showeffekten. Necati Öziri bricht noch eine Lanze für die „einsamen Müttern, die ohne die Versager, die vom Zigarettenholen und Bombenlegen nicht wiederkamen, alleine die Welt retten müssen“. Das ist durchaus berührend. Der Bericht an den Vater wird zur Abrechnung eines einsamen, alleingelassenen jungen Menschen, der nach seinem Platz in der Welt sucht. „The Revolution Will Not Be Televised“ ist seine Erkenntnis, die ihn letztendlich aus dem Sessel reißt und den Vater sitzen lässt. Trotzdem hat man das Gefühl auf der A-Bühne des Gorki Theaters von der Regie doch nur mit der groovy Studio-B-Seite abgespeist worden zu sein.'' schreibt Stefan Bock am 30. Mai 2017 auf KULTURA-EXTRA
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Fehlen Drive und Würze
  · 29.05.17
Das Gorki Theater bleibt auch in der letzten Premiere dieser Spielzeit auf der großen Bühne seinen Themen treu: die Suche nach Identität, dem Grübeln über deutsche, türkische und deutsch-türkische Befindlichkeiten. Auch wenn der Text „Get Deutsch or Die tryin'“ des Studioleiters und Hausdramaturgen Necati Öziri, der im Rahmen der Schreibwerkstatt zum Thema „Flucht, die uns bedingt“ und pfiffig auf „50 Cent“ anspielt, neu ist, wirken die einzelnen Zutaten doch allzu vertraut. Der Abend entwickelt keine eigene Sprache, sondern schwingt im gewohnten Gorki-Sound.
Im zweiten Teil blendet der Abend zurück auf die Hochzeit von Adars Eltern (gespielt von Pinar Erincin und Taner Sahintürk). Regisseur Sebastian Nübling, der für kraftvolle, körperbetonte Choreographien bekannt, lässt den Abend in eine revuehafte Parodie des Kennenlernens und der Hochzeit zerfasern. Arda alias Dimitrij Schaad darf einige spitze Bemerkungen einwerfen, bevor er zu einem larmoyanten Schlussmonolog ansetzt. Die Bühne versinkt im Schwarz, nur noch die Drums sind zu hören. So endete ein Abend, dem der von Nübling erwartete Drive und die erhoffte Würze fehlten. Weiterlesen
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Maxim Gorki Theater

Gorki Theater
BERLIN
Maxim Gorki Theater
www.gorki.de
Am Festungsgraben 2 - 10117 Berlin
Telefon: 030 202210

SPIELPLAN & KARTEN
3.2
Durchschnittsnote aller Stücke
5 24
4 106+
3 105+
2 60
1 13
Kritiken: 101
 AUF DER BÜHNE © 2018                            
                               
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