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    Maxim Gorki Theater
    www.gorki.de
    Am Festungsgraben 2 - 10117 Berlin
    Telefon: 030 202210
    SPIELPLAN & KARTEN

    Mass for Yugoslavia

    Bewertung und Kritik zu

    MASS FOR YUGOSLAVIA
    Mladinsko Theater Ljubljana
    Regie: Oliver Frljić 
    Premiere: 1. Oktober 2015 (Mladinsko Theater, Ljubljana) 
    Berlin-Premiere: 16. November 2023 (6. Berliner Herbstsalon 2023 LOST – YOU GO SLAVIA)
    Maxim Gorki Theater, Berlin 

    Zum Inhalt: Obwohl Jugoslawien seit über 30 Jahren Vergangenheit ist, dient es immer noch zur Abschreckung für jede*n, der/die sich weigert, die Logik nationaler Identitäten zu akzeptieren und sich daran erinnert, dass auf allen Seiten der heutigen Grenzen zwischen den ehemaligen sozialistischen Republiken Menschen und Monster wie wir leben. Jemand mit wenig zugewandten Absichten könnte hinzufügen: Einige von uns leben in der EU und einige außerhalb, ohne Aussicht auf einen Beitritt.
    Die meisten von uns verstehen sich ohne Übersetzungen, obwohl nationale Sprachpolitiken alles Erdenkliche getan haben, um uns zu überzeugen, dass wir einander ohne Untertitel nicht verstehen könnten.

    Was machen wir unter diesen Umständen mit der Kultur, die als die jugoslawische galt? Begraben wir sie tief im Massengrab unserer Erinnerungen? Und warten wir dann darauf, dass jemand kommt und sie ausgräbt und ihre körperlosen Teile zur Identifizierung freilegt?

    Mit Primož Bezjak, Uroš Kaurin, Jerko Marčić, Nika Mišković, Draga Potočnjak, Matej Recer, Blaž Šef

    2.0 von 5 Sterne
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    Brachiale Liederabend-Performance
    7 months ago
    Kritik

    Mit brachialem Theater, das sein Publikum verstören wollte und auch vor ekligen Szenen nicht zurückschreckte, machte sich der kroatische Regisseur Oliver Frljić vor einem Jahrzehnt einen Namen. Aus dieser früheren Schaffensphase stammt auch „Mass for Yugoslavia“, das an drei Abenden beim Gorki-Herbstsalon „Lost – You go Slavia“ auf der Studiobühne gastiert.

    Als Mix aus Liederabend und Performance lässt sich der eine Stunde kurze Abend beschreiben. Das Ensemble singt Partisanen-Lieder wie „Bella Ciao“ oder eine Cover-Version von Nirvanas „Entertain us“, dazwischen formieren sie sich zu ritualisierten Spielen, stopfen sich große Mengen Würfelzucker in den Mund und versuchen, unter enormem Speichelfluß weiterzusingen, beschmieren die Landkarte des in den 1990er Jahren in blutigen Bürgerkriegen zerfallenen Jugoslawien mit Obst oder urinieren darauf.

    Manche Anspielung mag in dieser 2015 als Koproduktion von Theatern aus Ljubljana, Rijeka, Belgrad und Skopje entstandenen Arbeit versteckt und nur für ein Publikum zu entschlüsseln sein, das mit den kulturellen und historischen Hintergründen vor Ort sehr vertraut ist. Als „theatrale Exhumierung des Leichnams der jugoslawischen Kultur und eine Verkörperung ihrer verschiedenen Geister“ wurde „Mass for Yugoslavia“ beschrieben. Wiederkehrende Motive sind neben viel Kunstblut die Brautkleider, die am Ende alle Spieler*innen tragen, und Stalin-Masken, hinter denen sie sich in einer zentralen Szene verbergen.

    Frljićs neuere Arbeiten sind meist ruhiger und subtiler als diese Gastspiel-Inszenierung. Als Shermin Langhoffs künstlerischer Co-Leiter am Gorki Theater war er maßgeblich an der Konzeption des Herbstsalons „Lost – You Go Slavia“ beteiligt.

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