Bewertungen, Kritiken und Rezensionen zu sehenswerten Gastspielen, die im Deutschen Theater spielen:

 

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ISADORA DUNCAN
Jérôme Bel
Berlin-Premiere: 16. August 2019 (Tanz im August) 
Deutsches Theater Berlin 

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Zum Inhalt: Mit seinem Solo für die Tänzerin und Lehrerin Elizabeth Schwartz setzt Jérôme Bel die Serie seiner Porträts fort, die er 2004 begann. Erstmals aber zeichnet der französische Choreograf in “Isadora Duncan” das Porträt einer verstorbenen Tänzerin und verwendet dabei ihr autobiografisches Buch “My Life”. In der Figur Isadora Duncan entdeckt Bel eine visionäre Choreografin, die durch ihre große Freiheit des Ausdrucks sowie ihre Vorliebe für Spontaneität und Natürlichkeit die Basis für den modernen Tanz schuf. Eine Version des Stücks entsteht via Skype simultan mit der Tänzerin Catherine Gallant in New York, da die R.B. / Jérôme Bel company aus ökologischen Gründen nicht mehr fliegt. 

Weiterlesen: Jérôme Bel: Isadora Duncan

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TSESHO (WHAT'S THAT?)
Ensemble Teatr-Pralnia
Regie: Vlad Troitskyi 
Berlin-Premiere: 26. Mai 2019 (Gastspiel) 
Deutsches Theater Berlin 
Autorentheatertage 2019 - RADAR OST

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Zum Inhalt: TseSho (What’s that?) ist eine einzigartige, hybride zeitgenössische Stimme aus der Ukraine, die Theater, Puppentheater, Live-Musik, Poesie und Videokunst kombiniert. So entsteht ein neues Genre: Social Rave. Das Text- und Musikkonglomerat umfasst Folksongs, Kinderreime, traditionelle und zeitgenössische Poesie, eigene Texte, Weltnachrichten, Beiträge von Facebook, Erinnerungen und Träume – in ukrainischer und englischer Sprache. 

Das Theater aus Kyjiw lädt Sie in ein Musikzimmer ein. Dort schreien, singen, rezitieren und spielen fünf "Kinder" im gelben Overall, manchmal gemeinsam mit ihren Alter-Egos – fünf gleich gekleidete Puppen. Rhythmen treiben musikalische Nummern hervor, die lustig, böse und verrückt sind. Der Social Rave kombiniert schamlos Passagen klassischer ukrainischer Poesie mit Einweg-Facebook-Posts und Volksliedreimen. Das Publikum wird sich fragen: "Was ist das?" Und genau das ist es, was das Teatr-Pralnia will. Unter der Regie von Vlad Troitskyi, dem Vordenker von Gogol Fest und dem Dakh Contemporary Arts Center in Kyjiw, setzt die Frauencombo hemmungslos ein Potpourri musikalischen und theatralischen Materials ein. Sie blicken dabei durch die eindringliche Perspektive von Kindern fragend auf eine unverständliche Welt: Wie ist Identität möglich zwischen Fake-News und irreführenden Oberflächen? Wie finden wir unseren Platz in Gesellschaft und Geschichte? Wie bestimmt der Krieg unser Schicksal? Warum leben wir genau jetzt? Ist Veränderung möglich? Lohnt sich der Versuch? TseSho?

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DER MANN AUS PODOLSK
von Dmitry Danilov
Regie: Dmitry Bogoslavsky 
Berlin-Premiere: 26. Mai 2019 (Gastspiel) 
Deutsches Theater Berlin 
Autorentheatertage 2019 - RADAR OST

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Zum Inhalt: Nikolai, ein Durchschnittsbürger aus der Provinzstadt Podolsk, wird in Moskau verhaftet und auf der Polizeiwache einer peinlichen Befragung unterzogen. Den Grund der Verhaftung, den werde man schon noch herausfinden. Beunruhigend. Was als schwarze Realsatire einer Verhörsituation beginnt, verwandelt sich in eine kafkaeske Therapiestunde. Festgenommen wurde der junge Mann nicht etwa, weil er sich eines Vergehens schuldig gemacht hätte, nein, man will ihm helfen, ein sinnvolleres Leben zu führen, ihn zu wahrem Patriotismus bekehren und das Herz öffnen für die Liebe zur Schönheit seiner Heimat, die doch seinem Sehnsuchtsort Amsterdam in Nichts nachstehe. Und die Polizisten sind auch keine stereotyp-brutalen Bullen, sondern entpuppen sich als Kenner der Strukturalisten und "Einstürzenden Neubauten". Somit wird die Wache für Nikolai zu einem Ort verordneter Sinnsuche. 
Der Mann aus Podolsk ist das erste und gleich sehr erfolgreiche Theaterstück von Dmitri Danilov, eine verstörende Satire auf die Allgegenwart von Väterchen Staat, der den letzten Rückzugsraum des Menschen infiltriert und den Begriff "Umerziehung" ganz neu definiert.

Weiterlesen: Der Mann aus Podolsk

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DREI SCHWESTERN
von Anton Tschechow
Regie: Timofej Kuljabin 
Premiere: 1. Februar 2019 (Gastspiel) 
Deutsches Theater Berlin
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Zum Inhalt: Es ist (fast) kein Wort zu hören, aber alles zu sehen. Timofej Kuljabins Drei Schwestern ist eine, im Wortsinn, unerhörte Arbeit! Unerhört ist sie, weil die Darsteller_innen, mit Ausnahme einer Figur, nicht im herkömmlichen Sinne miteinander sprechen, sondern sich in Gebärdensprache unterhalten, mit deutschen und englischen Übertiteln für das Publikum. Kuljabin, Jahrgang 1984, einer der aufregendsten jungen Regisseure Russlands, zeigt die Tschechow-Welt und spielt mit ihr, ohne sie zu verraten. Die Schauspieler_innen spielen expressiv und psychologisch, realistisch zugleich. Durch die Körperlichkeit ihres Spiels erhöht sich die Dringlichkeit der Darstellung – ganz im Sinne Tschechows. Kuljabin zeigt, mit je einer neuen Grundfarbe für jeden der vier Akte, eine Sehnsucht, ein Unbehagen, ein Unzuhausesein und einen Schmerz, die gerade, weil sie sich nicht herkömmlich in Worte fassen, den ganzen Körper, den ganzen Menschen ergreifen. 

Nach gefeierten Gastspielen in Wien und Paris kommt Timofej Kuljabin mit seinen Drei Schwestern vom "Krasnyi Fackel" ("Rote Fackel") Theater Nowosibirsk nun an das Deutsche Theater Berlin.

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TSCHAPAJEW UND PUSTOTA 
nach dem Roman von Viktor Pelewin
Regie: Maksim Didenko 
Berlin-Premiere: 24. November 2018 (Gastspiel) 
Deutsches Theater Berlin 

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HundeherzZum Inhalt: Die Inszenierung von Maxim Didenko basiert auf dem 1996 erschienen Roman Buddhas kleiner Finger des russischen, postmodernen Kultautors Viktor Pelewin. Viktor Pelewin gehört zu einer Reihe von Autoren, die in ihren Werken über chaotische Umstände in Russland, das mit dem Zerfall der Sowjetunion einhergehende neue Lebensgefühl und über die historische Vergangenheit sowie deren Aufarbeitung schreiben. Das Stück spannt in drei Akten einen Bogen zwischen den Geburtswehen der Sowjetunion und ihrem Untergang. Pustota, ein Dichter und Lebenskünstler aus St. Petersburg, flieht im Jahr 1919 vor der Geheimpolizei nach Moskau. Dort lernt er Tschapajew, ein legendärer Kommandeur der Roten Armee und Ikone der sowjetischen Geschichte, kennen, der Pustota prompt zu seinem Politkommissar ernennt. Plötzlich befindet sich Pustota jedoch wie in einem Fiebertraum im Moskau der Gegenwart. Der Umgang mit lauter "neuen" Russen lässt ihm keinen anderen Ausweg als die Flucht in eine Irrenanstalt.

Weiterlesen: Tschapajew und Pustota

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THE EVIL
von Jan Guillou
Regie: Julie Pauline Wieth
Berlin-Premiere: 14. September 2018
Deutsches Theater Berlin
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Zum Inhalt: Als Sohn eines prügelnden Vaters wurde Erik schon als Jugendlicher zum Anführer einer brutalen Gang. Seine letzte Chance, einen Schulabschluss zu machen, ist das Internat Stjärnberg. Es gilt als Eliteschule, doch in Wahrheit herrscht dort ein brutales, faschistoides Regime sadistischer Primaner, die die jüngeren Schüler quälen und erniedrigen – und die Lehrer schauen weg. Erik freundet sich mit Pierre an, einem sanften, zurückgezogenen Jungen, der ihm die Utopie der Gewaltlosigkeit nahe bringt und selbst Opfer der Gewalt wird. 

Der dänische Schauspieler Claes Bang, zuletzt in Ruben Östlunds Kinofilm The Square zu sehen, erzählt Jan Guillous Geschichte über die Versuchung des Bösen und den Mut, ihr zu widerstehen, aus der Sicht des Erwachsenen Erik.

Weiterlesen: The Evil

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BIG DANCE THEATER
17c
Berlin-Premiere: 25. August 2018 (Tanz im August) 
Deutsches Theater Berlin

Zum Inhalt: Diese gewandte Truppe aus New York durchforstet die Vergangenheit, um die Gegenwart zu kommentieren. Ihre neue Performance “17c” basiert auf Samuel Pepys’ Tagebüchern aus dem 17. Jahrhundert, in denen der Staatssekretär des britischen Marineamtes akribisch seine täglichen Umtriebe notierte – seine Untreue, seine Perversionen, seine Tanzstunden, seine Treffen mit dem König. War er ein Vorbote unserer Social-Media-Kultur? Ergänzt wird das intime Porträt durch die Stimme seiner Zeitgenossin, der Schriftstellerin Margaret Cavendish. So schafft Big Dance Theater ein kluges Gewebe aus Musik, Tanz, Text und Video.

Weiterlesen: Big Dance Theater: 17c

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EUROPA FLIEHT NACH EUROPA
von Miroslava Svolikova
Regie: Franz-Xaver Mayr
Premiere: 22. Juni 2018
Deutsches Theater Berlin

Zum Inhalt: Was träumt ein Kontinent? Er träumt von sich selbst – als erfüllte Utopie. Von Gerechtigkeit also, von Gleichheit und Frieden. Am Anfang jedenfalls. "dieser kontinent wird nicht in blut getränkt!", lautet Europas Motto, und vor ihren Füßen liegt schon das erste Opfer. Was folgt, ist nicht minder blutig – die Kolonisierung der restlichen Welt, Kreuzzüge und Klassenkämpfe, Nationen, die auftauchen und untergehen. Und immer wieder Krieg. Miroslava Svolikova entwirft die Chronologie dieser unserer Kontinentalgeschichte als Farce, als lügenhaften Karneval, in dem der Stärkste die tollste Maske trägt. Ihr Dramatisches Gedicht ist ein so akuter wie zeitloser Text europäischer Selbstvergewisserung und -entfremdung, eine sprachlich so atem- wie kompromisslose Tour de Force, in der sich Exzess und Gewaltbilder zu einem grellen "karneval der wirklichkeit" vermischen. Auf dem Parkett reichen Europas Kinder ihrer Mutter die Hände. Im Freudentanz, im Totentanz.

Mit Sven DolinskiAlina FritschDorothee HartingerMarta KizymaValentin PostlmayrMarie-Luise Stockinger

Regie: Franz-Xaver Mayr
Bühne: Michela Flück
Kostüme: Korbinian Schmidt
Musik / Video: Levent Pinarci
Licht: Norbert Gottwald
Dramaturgie: Florian Hirsch

Koproduktion Burgtheater Wien und Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin 

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