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Bewertung und Kritik zu

ADRIANA LECOUVREUR (KONZERTANT)
von Francesco Cilea
Premiere: 4. September 2019 
Deutsche Oper Berlin 

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Zum Inhalt: Ein kompliziertes Netz von Intrigen, eine eifersüchtige Prinzessin, ein vergifteter Veilchenstrauß und eine begnadete Künstlerin, um deren Tod sich düstere Legenden ranken: Nichts Geringeres verwandelte Eugène Scribe in sein Theaterstück über Adrienne Lecouvreur, die bedeutendste Schauspielerin des frühen 18. Jahrhunderts. Seine dramatische Studie des verruchten, kunstsinnigen Ancien Régime von 1849 verarbeitete Francesco Cilea gut 50 Jahre später zu seiner wohl berühmtesten Oper ADRIANA LECOUVREUR. In der atemraubend unübersichtlichen Intrigenhandlung streiten sich Adriana und ihre Rivalin, die eifersüchtige Prinzessin Bouillon, um die Liebe des Grafen Maurizio, des historischen Grafen Moritz von Sachsen. Zwar rügten Kritiker schon bei der Uraufführung 1902 das nach Verismo-Maßstäben unwahrscheinliche Ende der Schauspielerin, die ein vergifteter Strauß Blumen zur Strecke bringt. Doch nicht zuletzt die lyrischen, virtuosen Gesangspartien machen das Stück bis heute zu einem unangefochtenen Klassiker der Opernliteratur. Vor allem die Titelpartie der Adriana gilt als Meisterstück jeder großen Sopranistin.

Anna Netrebkos berührende Interpretation der Adriana ist auf den großen Bühnen der Welt von Wien bis New York Legende. An der Seite ihres Mannes Yusif Eyvazov als Graf Maurizio präsentiert sie sich nun an der Deutschen Oper Berlin in einer ihrer Paraderollen. Michelangelo Mazza leitet den konzertanten Abend am Pult des Orchesters der Deutschen Oper Berlin.

Musikalische Leitung: Michelangelo Mazza
Chöre: Jeremy Bines


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Anna Nebtrebko war Adriana Lecouvreur in einer konzertanten Aufführung
  · 05.09.19
''Wir alle sind mit dem Netrebko-Sound, allein was ihre schönen Alben oder Videos betrifft, vertraut; und weil halt jede(r) weiß, dass sie halt anhaltend und höchstwahrscheinlich noch ein ganzes Weilchen die von ihrer Industrie erklärte Martkführerin ist, erübrigt sich ein nachprüfender Forschergeist, denn: Ganz egal, was man so Mäklerisches über sie womöglich sagen wollen würde - laut der "abrufbaren" Alben oder Videos wären es schlussendlich Fake News. 

Rein vom Äußerlichen her: Ihre drei Kleider, die sie zeigte, waren schon ein Hingucker; das schwarze (4. Akt) gefiel mir fast am besten. Und auch wie sie sich von links nach rechts oder von rechts nach links bewegte und mit ihren schwanenflügeligen Armen Hochpathetik demonstrierte: 'einfach wunderbar'! 

Und um der ausgleichenden Gerechtigkeit willen: Sie singt natürlich, ohne jede Frage, toll! (Bevor sie ihren Adriana-Atem gänzlich ausghaucht hatte, vollführte sie das sängerische Kunststück bis zur kaum noch wahrnehmbaren Artikulation letztendlich doch noch hör- also ERLEBbar gewesen zu sein.)'' schreibt Andre Sokolowski am 5. September 2019 auf KULTURA-EXTRA
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