Bewertung und Kritik zu

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TARTUFFE ODER DAS SCHWEIN DER WEISEN
von PeterLicht nach Molière
Regie: Claudia Bauer 
Premiere: 14. September 2018 
Theater Basel

Eingeladen zum 56. Berliner Theatertreffen (2019) 
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Zum Inhalt: Der Betrug ist ein Festival der Uneigentlichkeit. Das, was passiert, passiert, aber es passiert nicht. Eine Unwahrheit begegnet der Wahrheit. Und eine Wahrheit der Unwahrheit. Sie gehen sich gegenseitig an den Kragen. Keiner gönnt dem anderen sein Leben. Beide weltgetränkten Substanzen (Unwahrheit und Wahrheit) vermischen sich. Aber nach einiger Zeit trennen sie sich wieder. Man kann Ähnliches in Salatsoßen feststellen oder im Weltgeschehen. In Salatsoßen, wenn das Öl sich mit dem Essig mischt. Im Weltgeschehen anders. Irgendwann setzen sich die vermischten Dinge wieder voneinander ab. Aber in der Zwischenzeit betrachtet man ein Schäumen und Quirlen, ein Tosen von Blasen und Gegensätzen. Ein Durcheinander! Das Durcheinander schmeckt nach was. Aber geklärte Verhältnisse sind was anderes.

Der Betrug generiert Energie. Das, was ist, arbeitet sich ab an dem, was nicht ist, aber scheint, zu sein. Oder umgekehrt. Das ist anstrengend. Die Kontinentalplatten von Lüge und Wahrheit schaben aufeinander, Spannung baut sich auf, die sich vielleicht einmal entladen wird. Doch der Entlade-Zeitpunkt bleibt offen. Deshalb warten alle. Der Betrug ist deshalb immer verbunden mit dem Warten auf sein Ende. Mancher Betrug geht jetzt schon über hunderte Jahre, oder tausende. Andere werden sofort bemerkt.

Weiterlesen: Tartuffe oder das Schwein der Weisen

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KÖNIG ARTHUR
Semi-Oper von Henry Purcell
Regie: Stephan Kimmig 
Premiere: 13. September 2018 
Theater Basel
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Zum Inhalt: In einer längst vergessenen Vorzeit auf einer «Britannien» genannten Insel rüsten Briten und Sachsen zur vermeintlich letzten Schlacht. Es scheint, als könnten König Arthur und seine vom Krieg gezeichneten Männer die Sachsen in die  Flucht schlagen, doch Oswald – der König der Sachsen – entführt Arthurs Freundin, die blinde Emmeline. Eine Verfolgungsjagd durch verwunschene, von Geistern bevölkerte Wälder nimmt ihren Anfang, und Arthur verirrt sich immer tiefer in einer dunklen Schattenwelt, in die ihm nicht einmal der grosse Zauberer Merlin folgen kann. Die Grenze zwischen Freund und Feind wird brüchig, und der junge König der Briten steht vor seiner schwersten Prüfung. Purcells und Drydens 1691 in London uraufgeführte Semi-Oper vereint Schauspiel, Gesang, Musik und Tanz zu einem dramatischen Gesamtereignis.

Sängerinnen und Sänger, Mitglieder des Schauspiel- und Ballettensembles, das La Cetra Barockorchester unter dem Dirigat des britischen Barockexperten Christopher Moulds und der Chor des Theater Basel werden in «König Arthur», inszeniert vom deutschen Regisseur Stephan Kimmig, gemeinsam die Geschichte von Arthurs und Merlins wundersamem Friedensschluss erzählen, von einer Zeit, als die Welt der Zauberer noch nicht versunken war.

Weiterlesen: König Arthur

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WOYZECK 
von Georg Büchner
Regie: Ulrich Rasche 
Premiere: 15. September 2017 
Theater Basel

Eingeladen zum 55. Berliner Theatertreffen (2018) 
Buch jetzt bestellen

Zum Inhalt: Georg Büchners zerbrechliches Fragment, eines der bedeutendsten und einflussreichsten Dramen der deutschen Literatur, basiert auf dem Fall des Soldaten und Friseurs Johann Christian Woyzeck, der seine Geliebte erstach und dafür zum Tode verurteilt wurde. Büchner waren die Fakten des historischen Kriminalfalls bekannt, über den juristische, medizinische und psychologische Gutachten verfasst wurden. Er zeigt einen Eifersuchtsmord und seine Vorgeschichte: Woyzeck, «guter Kerl und armer Teufel», finanziell an den untersten Rand der Gesellschaft gedrängt, von seinen Vorgesetzten gedemütigt, von der Wissenschaft zum Studienobjekt gemacht, ist dem radikalen Mangel an Empathie seiner Umwelt ausgeliefert. So wird er schuldig, nachdem seine Ängste, Triebe und Begierden obszön aufbrechen. Doch «Woyzeck» geht weit über den traurigen Einzelfall einer geschundenen Kreatur hinaus. Büchner untersucht am «Subjekt Woyzeck» die immer gültige Frage unserer Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, die «ausser uns liegen», nach sozialen Verhältnissen, individueller Freiheit und schicksalhafter Determination. 

Weiterlesen: Woyzeck

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3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 694+
4 1561+
3 1372+
2 785+
1 352+
Kritiken: 2117
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