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Bewertung und Kritik zu

PEER GYNT 
von Henrik Ibsen
Regie: Viktor Bodó 
Premiere: 7. Dezember 2019 
Volkstheater Wien

Zum Inhalt: Peer Gynts Vater hat einst das Vermögen der Familie durchgebracht und ist verschwunden. Das Trauma der sozialen Deklassierung verarbeiten Mutter und Sohn ähnlich – Mutter Aase träumt und Peer lügt sich in andere Welten. Er ist anders als die selbstgenügsamen Dörfler und will schrankenlose Freiheit. Nachdem er einem anderen die Braut weggenommen hat, gibt es für Peer kein Zurück mehr; er zieht in die Welt, erobert Frauen, um sie schnell wieder abzuschütteln und dazwischen neue vaterlose Peers zu zeugen. In Nordafrika erzielt er durch Menschenhandel hohe Gewinne, will seinen Kindheitstraum erfüllen und Weltkaiser werden, lässt sich für einen Propheten halten, ergeht sich in kolonialen Bauherrnfantasien, landet in einer Anstalt in Kairo und kehrt als alter Mann in den Norden zurück. Die ganze Welt ist ihm ein Spielplatz, rastlos stürzt er von einem Abenteuer zum nächsten, immer auf der Suche nach Erfüllung des großen westlichen Sinnversprechens: dem „Ich“. Henrik Ibsen, der profunde Kenner des bürgerlichen Seelenlebens, seziert in Peer Gynt das Mindset eines ruchlosen Homo Ludens, eines europäischen Mannes des 19. Jahrhunderts – wie wir ihn auch heute noch kennen.

mit Günter Franzmeier (Peer Gynt), Sven Gey (Aslak/Troll/Hässlicher Junge/Trumpeterstraale/Schiffskapitän), Dorka Gryllus (Ingrid/Anitra), Albert Held (Gerichtsvollzieher), Nils Hohenhövel (Peer Gynt), Evi Kehrstephan (Solvejg/Die Grüngekleidete), Martin Knuhr (Auktionator), Steffi Krautz (Aase/Frau von Eberkopf/Die Säule/Der fremde Passagier), Stefan Suske (Haegstadbauer/Der Dovre-Alte/Monsieur Ballon/Dr. Begriffenfeldt), Jan Thümer (Peer Gynt), Günther Wiederschwinger (Bräutigam/Troll/Master Cotton/Schiffswache/Ertrinkender)Regie: Bérénice Hebenstreit

Regie: Viktor Bodó
Bühne: Ágnes Bobor
Kostüme: Andrea Kovács
Komposition: Klaus von Heydenaber
Sounddesign: Gábor Keresztes
Video: Vince Varga
Licht: Paul Grilj
Dramaturgie: Anna Veress, Veronika Maurer

TRAILER


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Peer als gespaltene Persönlichkeit.
  · 15.06.20
Viktor Bodó inszeniert den Ibsen-Klassiker als Traumreise einer gespaltenen Persönlichkeit, einem dreifachen Peer mit Schauspielern aus drei Generationen (Nils Hohenhövel, Andreas Grötzinger und Günter Franzmeier). Eine spielfreudige Inszenierung, die von Slapstick bis Popsongs einen bunten Strauß an Theatermitteln einsetzt. Und doch wirkt diese Inszenierung von Viktor Bodó, dem Fachmann fürs Groteske, unterkühlter als frühere Arbeiten, wie mit angezogener Handbremse.

Für die zentrale Zwiebelszene findet der Abend eine schöne Übersetzung. Beim letzten Bild, als der dreifache Peer gegen den Eisernen Vorhang anrennt, stößt der Stream an seine Grenzen. Das würde live sicher besser wirken. Nach dem Wechsel der Intendanz am Volkstheater Wien wird "Peer Gynt" nicht mehr zu sehen sein.
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