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Bewertung und Kritik zu

WIR SIND NOCH EINMAL DAVONGEKOMMEN
von Thornton Wilder
Regie: Marcel Kohler 
Online-Premiere: 16. April 2020 
Theaterakademie August Everding München

Zum Inhalt: Die Welt im Krisenmodus. Die Menschheit in selbstzerstörerischer Ohnmacht. Von allen Seiten Bedrohung durch Kriege, durch die Klimakatastrophe, durch Pandemien. Der Weltuntergang, das unausweichliche Ende naht. Oder vielleicht doch nicht? Werden wir noch einmal davonkommen?
1942 schreibt der US-Amerikaner Thornton Wilder mit "Wir sind noch einmal davongekommen" ein Stück über die von Katastrophen geplagte Menschheit und den Kampf des ständigen Neuanfangs. 2020 plante der Abschlussjahrgang Schauspiel der Theaterakademie August Everding unter der Regie von Marcel Kohler, diesen brandaktuellen Stoff neu zu erforschen. Jedoch mussten aufgrund der Corona-Krise die Proben und die Bühnenvorstellungen der Produktion vorerst leider abgesagt werden.
Stattdessen fand die Premiere am 16. April online statt. Das Team erarbeitete unter Einbeziehung dieser theatralen Ausnahmesituation Wilders Stück über Videokonferenzen. Die Produktion wird am 23. und 24. Mai nochmals live in den einzelnen Wohnungen der Schauspieler*innen gespielt und kann über den YouTube-Kanal der Theaterakademie gestreamt werden.

Mit Fabio Savoldelli, Tamara Romera Ginés, Sandra Julia Reils, Steffen Recks, Luiza Monteiro, Sebastian Kremkow, Oscar Bloch, Aydin Aydin, Berit Vander

Inszenierung und Bühne: Marcel Kohler
Kostüm: Natalie Soroko
Dramaturgie: Peter Sampel
Digitale Konzeption und Videodesign: Thilo David Heins
Streaming-Operator: Stefan Arndt
Akustische Regie: Nils Strunk
Sounddesign und Liveton-Mischung: Georgios Maragkoudakis
Licht: David Jäkel
Regieassistenz und Abendspielleitung: Benjamin Kohler
Regiehospitanz: Marie Fuchs


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
1 von 5 Personen fanden die Kritik hilfreich
Live-Stream-Experiment macht die Lücke schmerzhaft deutlich
  · 24.05.20
Anfang März wollte der Abschlussjahrgang der Theaterakademie August Everding mit den Proben für „Wir sind noch einmal davongekommen“ von Thornton Wilder beginnen. Doch wie so vielen anderen Projekten machte Corona auch dieser Aufführung einen Strich durch die Rechnung. Sie gaben aber nicht auf, sondern studierten via Skype unter der Regie von Marcel Kohler eine Live-Stream-Version des Stücks ein, die kurz nach Ostern Premiere hatte und nur wenige Male aus den Wohnungen vor der Webcam gespielt wurde.
 
Das Team experimentiert mit einigen Ideen, wie Theater in Zeiten ohne Corona und ohne Live-Präsenz aussehen könnte. Ein Kniff des Streams ist z.B., dass Tonspur und Bilder getrennt sind. Männerstimmen sprechen die Texte, während weibliche Spielerinnen im Live-Video die Lippen bewegen. Die Inszenierung spielt auf typische Corona-Phänomene an: gehamsterte Nudeln, Desinfektionsmittel, mit dem sich die Spieler*innen nach dem  Niesanfall einer Protagonistin die Hände einreiben. Gegen Ende flimmert viel Politprominenz über die Bildschirme: Greta, Bolsonaro, Trump, Johnson, etc.
 
Dennoch bleibt als Fazit aus diesem Experiment: Der Live-Stream-Version fehlt die echte Reibung zwischen den Akteur*innen. Das aus Videokonferenzen bis zum Überdruss bekannte Nebeneinander der Gesichter, die sich hinter Clowns-Schminke oder Playmobil-Masken verstecken, macht schmerzhaft deutlich, wie groß die Lücke zum aus Vor-Corona-Zeiten gewohnten Theatererlebnis ist.
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