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Bewertung und Kritik zu

DIE GROSSE SÜNDERIN
Texte von Katharina Stoll und Herman Roemmer
Regie: Alexandra Frankmann
Premiere: 14. Oktober 2017
Oper Leipzig - Musikalische Komödie

Zum Inhalt: Die badische Markgräfin Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg, das historische Vorbild zur Titelfigur von Eduard Künnekes Operette »Die große Sünderin«, ist eine der schillerndsten Figuren des Barockzeitalters. In die Geschichte eingeschrieben hatte sich die selbstbewusste Aristokratin, die nach dem Ableben ihres Mannes die Geschäfte alleine weiterführte, einerseits durch ihre äußerst repräsentative Hofhaltung, andererseits trat sie auch durch ihre Festigkeit im Glauben in Erscheinung. Seit dem Tod ihres Mannes im Jahre 1707 soll sie bis zu ihrem Tod 1733 in der Öffentlichkeit ausschließlich in Schwarz aufgetreten sein, was die Gerüchteküche über ihr Privatleben natürlich umso mehr anheizte. Sie selbst soll zu ihren Lebzeiten angeordnet haben, auf ihrer Grabplatte folgende Inschrift anzubringen: »Betet für die arme Sünderin.«

Die Historie bietet genügend Zündstoff für Spekulation. Und so ist es kein Wunder, dass Künneke durch die Geschichte der »armen Sünderin« (an der Musikalischen Komödie gespielt und gesungen von Lilli Wünscher) zu einer Operette inspiriert wurde, die inhaltlich durchaus Ähnlichkeiten mit der »Lustigen Witwe« aufweisen kann. Die Sibylla der Operette bewegt sich selbstbewusst zwischen Büßerkleid und Reifrock, zwischen einsamer Klause und Bonbonniere und steht dabei unter der strengen Beaufsichtigung ihrer Oberhofmeisterin Arabella, genannt die »Tugendwache«. Wir wären nicht in der Operette, wenn die lebenslustige Witwe Sibylla nach allerlei Intrigen und Verwicklungen nicht doch den Mann ihrer Träume bekommen würde, den großen Abenteuerer Schrenk.

Musikalische Leitung: Stefan Klingele
Inszenierung: Alexandra Frankmann
Choreografie: Mirko Mahr
Bühne: Florian Parbs
Kostüme: Rebekka Magdalena Zimlich
Choreinstudierung: Mathias Drechsler


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Amouröses Treiben auf der Hüpfburg
  · 16.10.17
''Regisseurin Alexandra Frankmann versetzt zusammen mit Bühnenbildner Florian Parbs die Handlung aus der Barockzeit in eine kunterbunte, im wahrsten Sinne des Wortes aufgeblasene Fantasiewelt mit einer großen Hüpfburg samt Trampolin, was eine hübsche Spielwiese für allerhand amouröse Verstrickungen bietet. Der Park, in dem sich des Nachts so allerhand Lustbarkeiten abspielen, besteht aus einigen großen, phallisch wirkenden, sich selbst aufblasenden Pflanzen. Ein Wink mit dem Zaunspfahl beziehungsweise mit dem Betonpfeiler auf die allgegenwärtige Frivolität. Die Kostüme von Rebekka Zimlich sind dementsprechend pseudo-barock und teils quietschbunt mit schrägen Details wie bunten Haaren oder Kostümen in Latex-Optik. Da dürfte dem einen oder anderen älteren Opernfreund sicher ´ne Feder aus dem Hut fallen, angesichts dieser klamaukig-frivolen Inszenierung. Andererseits, wie öde und vorhersehbar wäre es denn, wenn man das Ganze einfach in der Barockzeit belassen und ohne Weiteres runter inszeniert hätte? (...)

Auch wenn´s manchmal ein bisschen zu klamaukig wirkt und die Parallelen zur eindeutig gelungeneren Lustigen Witwe allzu offensichtlich sind, bleibt zu hoffen, dass Chefdirigent Stefan Klingele weiterhin Unbekanntes ausgräbt und damit das bislang mit altbekannten Stücken gefüllte Repertoire der MuKo weiterhin ausbaut und profiliert. 

Auf jeden Fall ist die knallbunte Sünderin trotz ein paar kleiner dramaturgischer Schwächen ein prima Mittel gegen den Herbstblues und einen Besuch wert.'' schreibt Eva Hauk am 16. Oktober 2017 auf KULTURA-EXTRA
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3.6
Durchschnittsnote aller Stücke
5 4
4 19
3 8
2 1
1 2
Kritiken: 24

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