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IL TROVATORE
von Giuseppe Verdi
Regie: Dmitri Tcherniakov 
Premiere: 1. März 2020 
Oper Köln 

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Zum Inhalt: Graf Luna nützt rücksichtslos seine politische Machtstellung, um eine Privatfehde gegen Manrico zu führen, wütet in Hass und Eifersucht gegen jeden, der seinen Zielen im Weg steht. Der unter Fremden aufgewachsene Troubadour Manrico ist ein Außenseiter, der sich durch seine Kunst Gehör verschaffen kann. Er bleibt hin- und hergerissen zwischen seiner (vermeintlichen) Mutter Azucena und der Geliebten Leonora, einer jungen Gräfin. Azucena reibt sich zwischen Racheversprechen und Schuldgefühlen sowie ihrer Mutterliebe zu Manrico, den sie als Rächer heranzieht, völlig auf. Leonora liebt Manrico trotz seiner undurchschaubaren Herkunft. Den Grafen Luna, der sie bedrängt, weist sie zurück und ist bereit, für Manrico ihr Leben zu geben.

Giuseppe Verdi liebte die Vielfältigkeit des Sujets, den Kontrastreichtum der Personen und Situationen, die Gutiérrez’ Schauspiel »El trovador« enthielt. »Il trovatore« beschwört exemplarisch Ausnahmesituationen und Konflikte herauf – Verdi führt die Gestalten an die äußersten Grenzpunkte ihrer Existenz: Liebe, Eifersucht, Hass, Rache – aber die Musik mit ihrer bebenden Dynamik erzeugt auch die Bilder von Scheiterhaufen, Parallelwelten der Clans, Zweikampf, Kloster.

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VERHAFTUNG IN GRANADA
von Doğan Akhanlı
Regie: Nuran David Calis 
Premiere: 28. Februar 2020 
Schauspiel Köln 

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Zum Inhalt: August 2017: Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe. Im spanischen Granada wird Doğan Akhanlı verhaftet. Die Türkei hat ihn über Interpol zur Festnahme ausgeschrieben. In VERHAFTUNG IN GRANADA berichtet der Kölner Schriftsteller aber nicht bloß über diesen schicksalsträchtigen Sommer, sondern auch von vorangegangenen, zum Teil langjährigen Inhaftierungen. Die Protokolle sind persönlich, ergreifend und erschütternd und zeichnen sowohl die Geschichte der Linken als auch die eines sich im Wandel befindenden türkischen Staates. Doğan Akhanlı reiht sich mit seinen Erfahrungen in die lange Liste der in der Türkei inhaftierten Journalist*innen, Schriftsteller*innen und Regierungs-Kritiker*innen ein. Der Regisseur Nuran David Calis, in Köln bekannt durch die Keupstraßen-Trilogie, in deren letztem Teil Akhanlı ebenfalls auf der Bühne stand, widmet sich diesem Lebensstoff.

Weiterlesen: Verhaftung in Granada

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BOMB 
von Maya Arad Yasur
Regie: Lily Sykes 
Premiere: 8. Februar 2020 
Schauspiel Köln 

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Zum Inhalt: »Da draußen ist Krieg«, heißt es in Maya Arad Yasurs neuestem Stück. Und dieser Krieg könnte überall auf der Welt stattfinden, »denn die Welt ist ein riesiges Stück Arsch mit blutigen Kriegshämorrhoidenanfällen«.
Eine Gruppe Besucher*innen steht auf der Biennale in Venedig – vielleicht auch in Valencia oder in Chile – und betrachtet die Ikarus-Performance einer jungen Künstlerin, die viele Fragen aufwirft. Aus den Fragen entwickeln die Sprecher*innen drei Erzählstränge, verortet zwischen Schlamm, Blut und Terroranschlägen. Da ist Eatherly, ein Kampfpilot, den das Betreten des Flugzeugs in einen Zustand sexueller Erregung versetzt. Er ist der Gott der Maschine, bis er eine Bombe über einer Schule abwerfen soll. Da ist der kleine Junge, der mit der Kamera seines verstorbenen Vaters Fotos vom Kriegsgeschehen macht. Da ist Naomi, deren Vater Panzerfahrer ist. Bevor er in den Dienst zog, waren sie noch im Dolphinarium; jetzt reißt sie sich immerzu die Haare aus.
Welche Verantwortung hat Kunst im Kontext von Krieg? Wer darf ihr Inhalt, wer ihr Absender und wer ihr*e Rezipient*in sein? Diese Fragen greift die in Israel geborene Autorin in BOMB auf und besticht erneut durch ihre polyphone Erzählweise. Aus der Gruppe der Sprecher*innen heraus wird die Geschichte gemeinsam kreiert, sich gegenseitig korrigiert, die Wortfetzen neu zusammengesetzt. Manchmal sind es nur wenige Sekunden oder Minuten, in denen die Figuren miteinander in Berührung kommen, bevor wir wieder in ihre individuellen Schicksale hineingesogen werden. An ausgewählten Punkten lässt sie die drei Erzählstränge zusammenlaufen. Über eine Sache scheint Einigkeit in der Gruppe zu herrschen: »Etwas ist abgefuckt an diesem Krieg, ja. Und niemand ist sich überhaupt sicher, worum dieser ganze Krieg geht.«

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FIGHT CLUB
von Chuck Palahniuk
Regie: Heinz Simon Keller 
Premiere: 31. Januar 2020 
Theater der Keller, Köln

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Zum Inhalt: Ein junger Mann, der nichts mehr empfindet und sich selbst fremd geworden ist. In einer durchfunktionalisierten Wirklichkeit besucht er Selbsthilfegruppen Totkranker, um an ihren Gefühlen teilhaben zu können. Er trifft auf Marla Singer, die an einem ähnlichen Selbstverlust zu leiden scheint. Und er begegnet Tyler Durden, seinem Gegenbild - frei, anarchisch, purer Körper, pure Emotion - dem er verfällt. Bis es zur Eskalation kommt.
„Du bist nicht deine Arbeit. Du bist nicht dein Kontostand. Du bist nicht das Auto das du fährst. ... Du bist der singende und tanzende Abschaum der Welt."  Zwei Stimmen, zwei Körper - „Fight Club" gespielt und getanzt.

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AUS DEM BÜRGERLICHEN HELDENLEBEN
nach Carl Sternheim
Regie: Frank Castorf 
Premiere: 17. Januar 2020 
Schauspiel Köln 

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Zum Inhalt: AUS DEM BÜRGERLICHEN HELDENLEBEN ist satirische Familienchronik und zugleich Porträt einer Epoche, Groteske des Spießbürgertums und scharfsinnige Analyse eines gärenden Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum der Tetralogie steht die Familie Maske. Der kleine Beamte Theobald Maske (DIE HOSE) schlägt aus einem Missgeschick seiner Frau – dem öffentlichen Verlust ihrer Hose und der daraus resultierenden Erotisierung der Nachbarschaft – Kapital und beginnt planvoll seinen gesellschaftlichen Aufstieg. Er wird von seinem Sohn Christian, einem skrupellosen Karrieristen (DER SNOB), bald überboten. Dieser sagt sich vom Vater los, heiratet in den Adel ein und wird erfolgreicher Unternehmer. In Rüstungsgeschäfte verstrickt, profitiert das Maske-Imperium von der kollektiven Kriegshysterie (1913) und Christians Tochter Christine übertrifft ihren Vater noch an Skrupellosigkeit. »DAS FOSSIL« schließlich wendet sich Traugott von Beeskow und der Weimarer Republik zu, wo restaurative Kräfte den revolutionären Ideen des Kommunismus gegenüberstehen. So entsteht das (Zerr-)Bild einer Zeit zwischen Aufschwung und Krise, Krieg und Begehren.  

Weiterlesen: Aus dem bürgerlichen Heldenleben

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BALLET BC
aus Vancouver
Künstlerische Leitung: Emily Molnar
Köln-Premiere: 10. Januar 2019 (Gastspiel) 
Oper Köln 

Zum Inhalt: Zum ersten Mal ist das BALLET BC aus Vancouver in Köln zu Gast. Die international anerkannte Kompanie verspricht mit ihrem mutigen, innovativen und unverwechselbaren Stil einen aufregenden zeitgenössischen Tanzabend. Unter Emily Molnar, seit 2009 die Künstlerische Leiterin, werden die TänzerInnen an die verschiedenen Stile und Arbeitsweisen der großen zeitgenössischen ChoreografInnen herangeführt. Die Kanadierin Aszure Barton erarbeitet eine neue Version von »Busk«. Sie versetzt uns in die Welt der Straßenkunst, in der »der Zauber der Darbietung von Melancholie durchsetzt ist«. Das episodenhaft aufgebaute Stück kontrastiert Soli mit kraftvollem Gruppentanz, in dem schwarz gekleidete TänzerInnen ihre Figuren wie Lagen übereinanderschichten, wozu die Lichtdesignerin Nicole Pearce alles in ein schimmerndes Silber und Schwarz taucht. Für »Bedroom Folk« ist ein erfolgreiches Dreigespann aus Israel verantwortlich: Sharon Eyal, Gai Behar und Ori Lichtik. Getrieben von House-Beats bewegen sich die TänzerInnen in hypnotischer Synchronität durch einen berauschenden Raum und zeigen das rohe und fesselnde visuelle Talent der ChoreografInnen. Die kanadische Choreografin Crystal Pite setzt sich in »Solo Echo« mit den Themen Akzeptanz und Verlust auseinander. Das Stück ist inspiriert von zwei Sonaten für Cello von Brahms sowie dem Gedicht »Lines for Winter« von Mark Strand. »Solo Echo« entwickelt sich von Aggression zu Sehnsucht, vom Einzelnen zur Gruppe – und erkundet so den Weg vom Streit zur Einigkeit.

Weiterlesen: BALLET BC

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DIE VERDAMMTEN
nach dem gleichnamigen Film von Luchino Visconti
Regie: Ersan Mondtag 
Köln-Premiere: 7. Dezember 2019 
Schauspiel Köln 

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Zum Inhalt: Der italienische Regisseur Luchino Visconti arbeitet in seinem 1969 entstandenen Film über die fiktive Industriellen-Familie von Essenbeck die dunkle und zerstörerische Ära deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert auf. Er erzählt von der deutschen Industrie-Aristokratie, die sich mit den aufstrebenden nationalsozialistischen Machthabern einlässt und über Mord, Gemetzel, Eifersucht, Machtwahn, Ehrgeiz, Dekadenz im Faschismus. Die exklusive Abendgesellschaft, die der alte Stahl-Baron Joachim von Essenbeck zur Feier seines Geburtstags um sich herum versammelt hat, wird von der Nachricht vom Reichstagsbrand im Februar 1933 empfindlich gestört. Im Laufe der Auseinandersetzung über dieses Ereignis, zerfällt die Familie in unterschiedliche politische Lager. In der darauffolgenden Nacht wird der Seniorchef auf Geheiß der Nationalsozialisten ermordet. Daraufhin beginnt ein rücksichtloser und blutiger Kampf um die Macht und den Einfluss im Unternehmen.

Weiterlesen: Die Verdammten

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EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT
von Eugene O'Neill
Regie: Luk Perceval 
Premiere: 15. November 2019 
Schauspiel Köln 

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Zum Inhalt: Auf den ersten Blick ist das mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Drama über den Verfall einer Familie ein Abgesang auf den amerikanischen Traum. Am Ende eines Tages, wenn die Nacht längst angebrochen ist, Alkohol und Morphium die Gemüter ergriffen haben, der Rausch einem quälenden Kater weicht, sitzen vier versehrte Menschen traurig versunken im Salon: Der Vater ein ehemaliger Schauspieler, nun Grundstücksspekulant, die Mutter morphiumsüchtig, der ältere Sohn ein gescheiterter Schauspieler, der jüngere schwindsüchtig. Eine bessere Welt, ein erfülltes Leben scheint aussichtslos und kann nur im Rausch herbeifantasiert werden. Doch das Leben selbst straft diesen Eindruck Lügen. Auch Eugene O’Neills eigene Zukunftsprognose sah nicht gut aus. Er ist aufgewachsen in ähnlich prekären Verhältnissen wie seine Protagonist*innen, als junger Mensch erkrankte er an Tuberkulose, als er vom College flog, reiste er ziellos durch die Welt, bis er obdachlos erst am Strand von Buenos Aires und schließlich am Hafen von Liverpool lebte. Dass er mit dem Nobelpreis und viermal mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnetwerden würde, schien undenkbar.

Weiterlesen: Eines langen Tages Reise in die Nacht

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