Bewertungen, Kritiken und Rezensionen zu sehenswerten Theaterstücken, Opern und Musicals, die in Köln spielen:

 

Bewertung und Kritik zu

HOOL 
nach dem Roman von Philipp Winkler
Regie: Nuran David Calis 
Premiere: 15. Dezember 20127 
Schauspiel Köln
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Zum Inhalt: Heiko ist Hooligan. Seine Freunde Jojo, Ulf und Kai auch. Regelmäßig fahren sie zu arrangierten Treffen, um sich mit Hools aus anderen Städten zu prügeln. Geschunden, adrenalingestärkt und glücklich kehrt die Truppe nach den Schlägereien zurück nach Hause. Das ist das Umland Hannovers, wo sein Alkoholiker-Vater und die neue thailändische Frau Mie wohnen und Heikos Onkel Axel das zwielichtige Wotan Boxing Gym betreibt. Doch die eigentliche Familie sind die Kumpels, mit denen Heiko in der alteingesessenen Kneipe »Timpen« abhängt. Als die Truppe eines Tages beschließt, gemeinsam nach Braunschweig zu fahren, um ein paar Fascho-Hools vor einer Kneipe aufs Maul zu hauen, nimmt die unheilvolle Geschichte ihren Lauf…

Weiterlesen: Hool (Schauspiel Köln)

Bewertung und Kritik zu

KUNST MUSS [ZU WEIT GEHEN] 
ODER DER ENGEL SCHWIEG  
Regie: Helmut Oehring, Stefanie Wördemann 
Premiere: 9. Dezember 2017 (Uraufführung)
Oper Köln

Zum Inhalt: Zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll entwickeln der Komponist und Regisseur Helmut Oehring und die Librettistin und Coregisseurin Stefanie Wördemann im Auftrag der Oper Köln und des Ensemble Musikfabrik ein instrumentalvokales Theater, inspiriert von einer Rede, die Heinrich Böll 1966 anlässlich der Eröffnung des Wuppertaler Schauspielhauses gehalten hat. Unter dem Postulat »Die Kunst muss zu weit gehen« äußerte er sich darin zum Verhältnis von Kunst, Politik und Gesellschaft. Dabei sprach er sich dezidiert gegen die Idee einer Kunst aus, die der Gesellschaft und den Mächtigen gefällig zu sein hat. Heinrich Bölls Prosa und Lyrik sowie seine Äußerungen zu gesellschaftspolitischen Fragen besitzen bis heute die Kraft zu polarisieren.

Weiterlesen: Kunst muss [zu weit gehen] (Oper Köln)

Bewertung und Kritik zu

ZEIT DER KANNIBALEN  
nach dem Film von Johannes Naber und Stefan Weigl
Regie: Heinz Simon Keller 
Premiere: 24. November 2017 
Theater der Keller, Köln
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Zum Inhalt: Zwei Unternehmensberater unterwegs in der Welt und doch immer nur in ihrer Berufsblase gefangen. Das Männerteam lebt in Luxushotels, trifft Kunden, führt Gespräche, die über Outsourcing, Stellenabbau und Millionenbeträge entscheiden. Sie haben alles bestens Griff. Nur die neu dazugekommene Kollegin Bianca März stört die Routine und den Aufstieg auf der Karriereleiter. Bianca zeigt Fachwissen, soziale Kompetenz und Interesse an Land und Leute, doch sie trauen weder ihr noch ihrer guten Ausbildung. Als sie davon erfahren, dass ihr Kollege Hellinger zum Teilhaber der Firma aufgestiegen ist, wird es unbequem. Dort oben wollten eigentlich sie sein. Irgendetwas läuft aus dem Ruder: Weshalb ist Bianca dem bislang gut funktionierenden Team zugeteilt worden? Hat der Chef die Frau auf sie angesetzt? Sollen auch sie jetzt ausgesourct werden? Und was passiert da draußen eigentlich wirklich? In die Komfortzone Hotelzimmer dringt die lebensbedrohliche Realität des Entwicklungslandes...

Weiterlesen: Zeit der Kannibalen (Theater der Keller)

Bewertung und Kritik zu

LA TRAVIATA  
von Giuseppe Verdi
Regie: Benjamin Schad
Premiere: 15. Oktober 2017 
Oper Köln

Zum Inhalt: Jetzt! 23 Schauspieler, ein bewohntes Haus mit zehn Zimmern, Dachterrasse, Pool, Garage und bewachter Außenfront. Davor ein mysteriöser Parkplatz mit einem verlassenen Plymouth Voyager Van: Ein Innen und ein Außen, scharf getrennt durch eine Mauer aus Beton und Draht. In dem Haus und auf dem Parkplatz die Gleichzeitigkeit des Ungleichen – zahllose Szenen mit über fünfzig Figuren. Das Leben in allen Facetten: Geburt und Tod, Lachen und Tragödie, Liebe und Politik, Handeln und Stillstand, Hoffnung und Verzweiflung, Ankommen und Wegsehnen – Eruptionen von Gewalt und die Sanftmut des Friedens.
Um das Haus zieht die Prozession, die einer Kamera folgt wie einem Heiligtum. Die Kamera gewährt dem Publikum Einblicke in die Poesie des Alltags, die Unbarmherzigkeit der Krise und die Heiligkeit der Erlösung: Da ist der Mann, der Zwiebeln schneidet. Das Paar bei der Abendtoilette. Die Frau am Kiosk. Die einsame Braut. Der traurige Mann an der Hantelbank. Der Junge der auf den Bus wartet. Die frisch gebackene Mutter. Der Kriegsheimkehrer. Kurz: Die Menschen im Haus – und die vor der Tür. Gedanken, Bilder und Musik aus 5000 Jahren Kulturgeschichte. Was hält diese ganze verdammte Schöpfung und ihre zahllosen Einzelteile eigentlich immer noch zusammen?

Weiterlesen: La Traviata (Oper Köln)


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Kritiken: 5

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