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Bewertung und Kritik zu

JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN 
von Hans Fallada
Regie: Luk Perceval
Premiere 13. Oktober 2012 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: „Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet!“  Mit diesem Satz auf einer Postkarte beginnt der ungewöhnliche Widerstand eines einfachen Arbeiterpaares zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Berlin. Fallada erzählt die Geschichte von Anna und Otto Quangel, die nach dem Kriegstod des Sohnes mit einfachsten Mitteln den Kampf gegen die Maschinerie des Nazistaates aufnehmen. Über 200 handgeschriebene Postkarten und Briefe, abgelegt auf Treppen und Hausfluren willkürlich ausgesuchter Wohnhäuser, verteilt das Paar in den Jahren 1940 bis 1942. Doch schon bald geraten sie ins Visier des Kriminalkommissars Escherich, der selbst, mehr karrierebewusster Mitläufer als glühender Nazi, unter dem Druck seiner Vorgesetzten in Zugzwang gerät. Ein erstes Licht in das Dunkel seines Falles scheint die Anzeige einer Sprechstundenhilfe zu bringen. Sie bezichtigt den arbeitsscheuen Simulanten Enno Kluge, eine hochverräterische Karte vor der Arztpraxis abgelegt zu haben. Diese falsche Spur führt Kommissar Escherich in das zwielichtige Milieu der Pferderennwetter und Kleinkriminellen. Zu spät erkennt er die Zwecklosigkeit seiner Ermittlungen. Es gibt nur eine Möglichkeit, sein Versagen vor dem sadistischen Obergruppenführer Prall zu vertuschen: Enno Kluge muss sterben.

Mit: Benjamin-Lew Klon, Mirco Kreibich, Daniel Lommatzsch, Thomas Niehaus, Barbara Nüsse, Gabriela Maria Schmeide, Maja Schöne, Cathérine Seifert, Alexander Simon, André Szymanski, Oda Thormeyer.

Regie: Luk Perceval
Bühne: Annette Kurz
Kostüme: Ilse Vandenbussche
Musik: Lothar Müller
Licht: Mark Van Denesse
Dramaturgie: Christina Bellingen

TRAILER


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Hervorragende Romanadaption
  · 31.05.20
Das Besondere an diesem voluminösen Abend ist, dass es Regisseur Luk Perceval, Dramaturgin Christina Bellingen und ihrem Schauspielerensemble um Barbara Nüsse, Gabriela Maria Schmeide und Mirco Kreibich gelingt, das Publikum nicht mit bleierner Schwere zu erdrücken. Als zentrale Themen werden Widerstand, Verrat und Folter verhandelt: Wie reagieren die Figuren unter totalitärer Repression? Die Kleinganoven lavieren sich durch, die meisten passen sich an, eine überraschende Wandlung erlebt der für seine Strenge gefürchtete Kammergerichtsrat Fromm, der den Widerstandskämpfern hilft, da er sich der Idee der Gerechtigkeit verpflichtet fühlt.

Neben den beklemmenden Momenten, die bei diesem Stoff zwangsläufig sind, gab es für das Publikum auch heitere Szenen, so dass trotz des düsteren Titels Jeder stirbt für sich allein beim Theatertreffen 2013 erstaunlich viel gelacht wurde.

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