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Bewertung und Kritik zu

HAMLET
von William Shakespeare
Regie: Luk Perceval
Premiere 18. September 2010 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: Luk Perceval, nicht erst seit seinem Zyklus „Schlachten“ erfahrener Shakespeare-Regisseur, zeigt zu Beginn der neuen Spielzeit seine Vision von „Hamlet“. Traumatisiert vom Tod des Vaters und der überstürzten Heirat der Mutter, ist Hamlet – gespielt von zwei Schauspielern - Sinnbild der „condition humaine“: Der Mensch, gefangen im Dualismus zwischen Vernunft und Gefühl, Wahrheit und Lüge, ohne Antwort auf die grundlegenden Fragen seiner Existenz. Die Aktualität des Stoffes sucht Perceval in der Beschäftigung mit den mythischen und archaischen Grundlagen. Die Autoren Feridun Zaimoglu und Günter Senkel hat er beauftragt, das Stück neu zu übersetzen und zu bearbeiten, seinem traumatisch-märchenhaften Gehalt eine Sprache zu verleihen. Unerfahren im politischen Geschäft, verwirrt und voller Hass täuscht Hamlet den Wahnsinn vor, der ihn zugleich zu überwältigen droht. Gerade hat er den Vater beerdigt, da heiratet die Mutter den Onkel. Keine Zeit für Trauer in Dänemark. Die Staatsgeschäfte müssen weiterlaufen - business as usual. Wem kann er trauen? Dem Mörder seines Vaters? Der Mutter, die dessen Bett teilt? Seiner Liebe Ophelia, die sich dazu hergibt, ihn auszuspionieren? Seinen alten Freunden Rosencrantz und Guildenstern, die vom neuen König beauftragt sind, ihn abzulenken? Hamlet stört. Hamlet zweifelt. Er ist gespalten - was soll er tun? Wenn sein Vater aus Machtkalkül ermordet wurde, muss er nicht Rache üben?

Mit: Mirco Kreibich, Peter Maertens, Barbara Nüsse, Josef Ostendorf, Jörg Pohl, Gabriela Maria Schmeide, Birte Schnöink, André Szymanski, Sebastian Zimmler, Danielle Green, Rabea Lübbe, Jessica Ohl.Inszenierung: Nicolas Stemann

Regie: Luk Perceval
Bühne: Annette Kurz
Kostüme: Ilse Vandenbussche
Musik: Jens Thomas


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Düster-stilisierter Totentanz
  · 31.05.20
Luc Perceval inszenierte den Hamlet zur Spielzeiteröffnung 2010 als sehr stilisierten, düsteren Totentanz. Die Szenen versinken im Halbdunkel und Zeitlupen-Tempo, werden oft auch komplett eingefroren. Dirk Pilz brachte die am Reißbrett konstruierte Machart der Inszenierung in der NZZ gut auf den Punkt: Die Figuren: mehr Chiffren als Charaktere. Die Sprache: ein Kunstprodukt. Die Szenen: eher Installationen als Interaktionen.

Die Zerrissenheit des  spiegelt, dass er auf zwei Spieler aufgeteilt wird: Josef Ostendorf, der mit überdehntem Leiern das Regiekozept noch radikalisiert, und Jörg Pohl als junger Springteufel. Die Mausefallen-Szene spielt Mirco Kreibich als Slapstick-Solo.

Ein Abend, der sehr polarisierte und seine Kunstanstrengung demonstrativ vor sich herträgt.
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