1911_KDL_HAM_300x250

 


1911_KDL_HAM_728x90


Schauspiel Frankfurt
www.schauspielfrankfurt.de
Neue Mainzer Straße 17 - 60311 Frankfurt
Telefon: 069.212.37.000
SPIELPLAN & KARTEN

Dingens

Bewertung und Kritik zu

DINGENS
von Hanoch Levin
Regie: Sapir Heller 
Premiere: 14. Februar 2025
Schauspiel Frankfurt 

Zum Inhalt: Fogra wird heiraten und niemand hat sich die Mühe gemacht, Dingens einzuweihen. Dingens ist der entfernte Verwandte und Untermieter von Fogras Eltern, Klamanope und Teigalech, und seine Kränkung ist der Auftakt zu diversen brutalen Machtspielen in der Familie und ihrer Umgebung.

Mit: Christoph Bornmüller, Uwe Zerwer, Katharina Linder, Lotte Schubert, Philipp Lind und Eva Maria Nikolaus

Regie: Sapir Heller
Bühne & Kostüme: Ursula Gaisböck und Sophia Profanter
Musik: Omer Klein
Dramaturgie: Eivind Haugland und Katja Herlemann
Licht: Ellen Jaeger

1 Kritik

4.0 von 5 Sterne
  • 5 Stern(e)
    0
  • 4 Stern(e)
    1
  • 3 Stern(e)
    0
  • 2 Stern(e)
    0
  • 1 Stern(e)
    0
Es hat Bums gemacht
2 Tage her.
Kritik

''Auf der Bühne sehen wir schwarze Punktmarkierungen, die an das Brettspiel Mensch-ärgere-dich-nicht erinnern. Die Akteure tragen als Kostüme geometrische Formen in unterschiedlichen Farbgebungen, die in Maß und Breite ein Machtgefälle andeuten. Fogra (Lotte Schubert) tritt als dunkelblaues raumfüllendes, unten kreisrundes Dreieck mit ausladendem Faltenwurf auf. Ihre Eltern, Klamanope (Katharina Linder) und Teigalech (Uwe Zerwer), tragen unförmige Helme und Rumpfkörper in Hellgrün resp. Gelb. Sie sehen dabei aus wie die Dame oder der König im Schachspiel. Dingens (Christoph Bornmüller), die Titelfigur, trägt am schwarzen Körper einen großen, unförmigen, beliebig formbaren Kringel oder Henkel.

Die Akteure bewegen sich, scheinbar inneren Zwängen folgend, wie aufgestellte Spielfiguren auf einer Spielfläche (Bühne & Kostüme: Ursula Gaisböck & Sophia Profanter). Sie erscheinen so in der schwarzen Komödie, wie der Name der Hauptfigur andeutet, verdinglicht. Dingens wird während der Aufführung zunehmend von den anderen Figuren erniedrigt, unterdrückt und ausgegrenzt. Mögliche Verbündete wenden sich schlussendlich gegen ihn. Während der Aufführung fallen plötzlich vereinzelt große oder viele kleine Kugeln vom Bühnenhimmel.

Hanoch Levin war in seiner Heimat Israel umstritten, da er auch Israel selbst mitunter entgegen dem gesellschaftlichen Konsens kritisch beleuchtete. Es lässt sich im übertragenen Sinn auch hier eine politische Botschaft mitlesen, wenn wir an aktuelle Zuspitzungen des Israel-Palästina-Konfliktes denken.

Dingens veranschaulicht mit harten Botschaften, wie mögliche Unterdrückungsmechanismen in einer unmenschlichen, gefühlskalten und unempathischen Gemeinschaft ineinandergreifen. Die kühne und poppige Inszenierung, die eine gesellschaftskritische Botschaft enthält, hinterlässt einen tiefen Eindruck.'' schreibt Ansgar Skoda am 10. Januar 2026 auf KULTURA-EXTRA

Show more
0 von 0 Person(en) gefiel diese Kritik

PDF-Datei: 29,95 € 23,95 €


Weitere Formate auf Amazon & Play:
Taschenbuch / Kindle: 39,95 €
Google eBook: 29,95 €


UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI


AUSWAHL


WIR EMPFEHLEN

1911_KDL_HAM_300x250


AUF DER BÜHNE © 2026