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Bewertung und Kritik zu

CAN TOUCH THIS
TANZPAKT Stadt-Land-Bund
Berlin-Premiere: 21. Januar 2020 
Theater Strahl Berlin - Die Weiße Rose 

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Zum Inhalt: Berührung ist Provokation. Berührung ist schön. Berührung ist fehl am Platz. Berührung ist überlebenswichtig. Kulturen und Traditionen bestimmen ob eine Berührung angenehm oder peinlich ist. Oder sind wir es die das bestimmen?
Wir wollen gesehen werden, wir wollen geliebt werden, wir wollen gewollt werden. Aber bitte nicht anfassen!
Fünf Darsteller*innen erforschen das Dilemma der modernen Menschen: Wir sehnen uns nach Berührung und wollen doch vor Verletzungen geschützt sein. Die Tänzer*innen lassen Nähe zu und verlieren die Kontrolle. Sie testen eigene und fremde Grenzen, stolpern über Fettnäpfchen und Peinlichkeiten und fangen das Publikum am Ende sanft wieder auf.

Mit Rebekka E. Böhme, Jana Heilmann, Michael Kaddu, Michele Meloni, Balázs Posgay

Regie & Dramaturgie: Leandro Kees, Daniel Mathéus, Julia Mota Carvalho
Idee: performing:group & Theater Strahl
Choreografie: Leandro Kees & Ensemble
Dramaturgische Mitarbeit: Laura Cadio
Klangcollagen: Martin Rascher
Bühne und Licht: Sylvain Faye
Probenleitung:: Julia Mota Carvalho
Assistenz:: Vivien Gilbert
Theaterpädagogik:: Laura Cadio, Caroline Schließmann
Produktionsleitung: Laura Cadio, Martin Rascher


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Umkreisen der Themen – sympathisch und harmlos
  · 22.01.20
''Der Choreograf Leandro Kees ist an dieses für Kinder und Jugendliche heikle Thema auf lustvolle und komische Weise herangegangen, in Form einer Humoreske, einer Themen-Revue, in der alles angesprochen wird, was mit Berührung zu tun hat: die Sehnsucht danach und die Angst davor, die familiäre, soziale und kulturelle Prägung jedes Einzelnen, die Regeln und Normen, mit denen körperliche Nähe umstellt ist oder auch die unerwünschte Nähe, die als Gewalt erlebt werden kann – MeToo ist hier also inbegriffen. Fünf Tänzerinnen und Tänzer in schlichten Hosen und weißen T-Shirts springen in Spielsituationen, in Tanz und Körpersprachen-Theater und das offensichtlich in der Annahme, man könne das junge Publikum mit etwas Comedy am besten erreichen. (...)

Dieses Stück ist ein lockeres Umkreisen der Themen, ohne in die Tiefe gehen zu wollen. Vieles wird kurz angerissen, aber es wird nicht viel gewagt, kaum Grenzen überschritten, kein Risiko eingegangen. Da wären mehr Zumutungen und Zuspitzungen möglich gewesen, mehr Schärfe und Härte. So etwas auszuhalten, ist auch dem jüngeren Tanzpublikum zuzutrauen und es gibt auch solche herausfordernden Tanzstücke für Kinder und Jugendliche, auch beim Purple-Festival für junges Publikum, in dessen Rahmen diese Produktion gezeigt wird. Leandro Kees und sein Tänzerteam haben sich für den humoresken Weg entschieden, wodurch alles zwar sympathisch, aber auch etwas harmlos, gefällig und nett wirkt. Beim jungen Tanzpublikum ist das jedoch gut angekommen – es gab viel Jubel am Ende.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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