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Bewertung und Kritik zu

KABARETTISTISCHER JAHRESRÜCKBLICK 2017
Geschichten, Songs und Parodien
Premiere: 4. Januar 2018 
Komödie und Theater am Kurfürstendamm, Berlin

Zum Inhalt: 2017 war mal wieder einiges los, im Großen wie im Kleinen. Das Team des Jahresrückblicks nimmt sich zur Feier des eigenen 20. Jubiläums (ja, wirklich!) in gewohnter Manier lokale, bundesdeutsche und internationale Geschehnisse zur Brust. Lakonisch, humoristisch und auch gerne mal einfach nur schräg – dieser Jahresrückblick hat es in sich. Trumps erste Amtszeit wird natürlich Thema sein, führt doch niemand geringeres als Angela Merkel (Christoph Jungmann) durchs Programm dieses Kult-Abends. Neben dem Unausweichlichen kommen aber auch andere Themen auf die Bühne, an dieser Stelle auszugsweise angetickert:

+++ Bundestagswahl: Dass in Deutschland 13 % Nazis leben, ist nicht weiter erstaunlich. Aber wo zum Teufel kommen die 10 % Zahnärzte her? +++ Castorf verlässt die Volksbühne: das Ende von 500 Jahren Reformation? +++ Wie gründlich das Schönste zerstört werden kann, fügt man nur seinen Namen hinzu: Blumen! Rosen! – Gedanken zum Tode von Helmut Kohl. +++

von und mit: Bov Bjerg, Horst Evers, Angela Merkel, Manfred Maurenbrecher, Christoph Jungmann, Hannes Heesch, Donald Trump und vielen mehr


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Gelungene Game of Thrones-Variation und viel Routine
  · 06.01.18
Einer der besten Momente des Abends ist die Parodie von Christian Lindner: Hannes Heesch widmet sich – gespickt mit Versatzstücken ökonomischer und liberaler Theorien – dem Zitat, dass es besser sei, nicht zu regieren als schlecht zu regieren. Gleich zum Einstieg gab es auch eine gelungene „Game of Thrones“-Variante der Sondierungen, in der Angela Pastorentochter nach dem Abdanken des greisen Bayern-Königs im Winter ihres Missvergnügens sitzt. Manfred Maurenbrecher und Horst Evers malten in Zottelfellkostümen aus, wie ihre Macht langsam schwindet, wie sich „Martyrium Schulz“ mit seinen Kehrtwenden quält und wie Donald Trump die herrschende Ordnung bedroht. Auch der Einzug der AfD taugt zu einer sarkastischen Nummer über einen fiktiven Demokratie-Workshop der Weidels und Gaulands, die im Keller des Reichstags den Touristen unter dem Motto „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“ Messer an die Kehlen halten.
Ansonsten machte sich bei der Jubiläumsausgabe des „Jahresendzeitprogramms“ (20 Jahre) das Gefühl breit, dass es diesmal zu viel Routine und zu viele Aufgüsse von Bekanntem gab: der Alt-Bundespräsident Joachim Gauck (parodiert von Hannes Heesch) versuchte wieder, sich als selbstverliebter Co-Moderator neben Angela Merkel alias Christoph Jungmann breitzumachen. Dieser Gag war, als er zum ersten Mal auftauchte, ein Highlight, nutzt sich aber durch die jährlichen Wiederholungen langsam ab. Diesmal steigerte sich Gauck alias Heesch in einen Vergleich mit Luther hinein. Auch das Chaos beim Flughafen-Bau, eine seit Jahren währende Berliner Lokal-Posse, nahm diesmal angesichts des geringen Neuigkeitswerts zu breiten Raum ein.
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