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Bewertung und Kritik zu

MINUTE PAPILLON 
cie. Toula Limnaios 
Premiere: 27. November 2019 
Halle Tanzbühne Berlin

Zum Inhalt: »minute papillon« ist ein stück über zeit. sie ist unabdingbar und somit mit jeder existenz verbunden. im zeitalter einer erschöpften gesellschaft sind wir driftende, surfen durch die welle des lebens, in tempowahn und zeitnot. die französische redensart »minute papillon« als »halte einen moment inne« übersetzt, drückt den wunsch nach leichtigkeit, unsere suche nach glück und die kurzlebigkeit unseres zyklus als mensch aus. die geschichten davor, dazwischen und danach, die sehnsucht, dass alles so bleibt oder sich alles verändert, verkörpern die tänzer – zugleich wie ein fluss und ufer, ein fundament und eine last. über ihnen wie chronos auf einem turm, schaufelt ein mann unablässig erde hinunter, unter ihnen flecken von wachsendem gras. in »minute papillon« entstehen schicht um schicht passagen zwischen dem ablauf und der endlosigkeit der zeit, perspektiven ihrer widersprüchlichen züge: magie und unbeugbarkeit, menschlichkeit und unwürdigkeit, irrealität und unentrinnbarkeit.

Mit Daniel Afonso, Leonardo D’aquino, Priscilla Fiuza, Alba De Miguel, Alessio Scandale, Hironori Sugata, Karolina Wyrwal

Konzept/ Choreographie: Toula Limnaios
Musik: Ralf R. Ollertz
Lichtdesign: Jan Langebartels
Choreographische Assistenz: Ute Pliestermann
Raum/kostüme: Antonia Limnaios, Toula Limnaios
Licht-und Bühnentechnik: Domenik Engemann, Jan Römer
Public Relations: Silke Wiethe
Tourneen-kooperationen: Sanya Tsekov


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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Rätselhaft und minimalistisch auf schwarzem Torf
  · 05.12.19
Vor allem der schwarze Torf bleibt von diesem knapp einstündigen Abend in Erinnerung. Der ganze Boden ist damit übersät. Von seinem Podest schüttet Chronos weitere Erde auf seine Mitspieler*innen herab.
Die Bewegungen der Tänzer*innen werden im Lauf des Abends immer hektischer und roboterhafter. Statt Minimal Music und romantischer Klaviermusik von Schumann und Schubert dominieren harte Elektro-Klänge. Die Kleidung der Tänzer*innen ist vom Torf in Mitleidenschaft gezogen, eine von ihnen kann nicht mehr sehen, wird herumkommandiert, herumgeschubst und gedemütigt.

„minute papillon“ ist bis auf Textbrocken und eine französische raunende Stimme vom Band eine wortlose Meditation. Fast roboterhaft abgehackt wirken die Bewegungen der Tänzer*innen, die sich durch assoziative szenische Splitter einer düsteren Welt hangeln.

Die einzelnen Szenen wirken jedoch etwas beliebig aneinander gereiht. Die Choreographie wirkt deshalb nicht zwingend genug, sondern kreist rätselhaft um sich selbst.

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