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Bewertung und Kritik zu

ISSON - ein solo für zwei Männer
cie. Toula Limnaios 
Wiederaufnahme: 12. September 2019 (Premiere 2003)
Halle Tanzbühne Berlin

Zum Inhalt: Das motiv des doppelgängers irritiert und fasziniert zugleich: sein auftauchen verwischt die grenzen zwischen dem ich und den anderen. Der doppelgänger hinterfragt vorstellungen von ähnlichkeit und differenz, problematisiert das subjekt und seine identität. Das stück wurde ursprünglich als solo für zwei frauen von lena meierkord und toula limnaios in zwei parallelen welten synchron getanzt und wird nun von zwei männlichen tänzern ihres ensembles umgesetzt.Isson ist den kontrasten gewidmet, der wirklichkeit und der illusion, dem licht und dem schatten, der unruhe und der ruhe. Zwei wirklichkeiten, die man nicht trennen kann. Der traum ist nicht die andere wirklichkeit, er gleitet über beide, erhellt oder verdunkelt sie. Schatten, eine düstere zone, die von undurchsichtigen körpern geschaffen wurde und die die strahlen einer lichtquelle bricht. Das undurchsichtige stellt sich gegen das vorüberziehende licht.
Jeder traurige und dunkle gedanke ist ein flüchtiger und vorübergehender gedanke, ein vergänglicher gedanke der angst. Jede unruhe der seele, jede schwarze melancholie ist illusion.

Mit leonardo d’aquino, alessio scandale

Konzept/ Choreographie: Toula Limnaios
Musik: Ralf R. Ollertz
Lichtdesign: Klaus Dust
Kostüme: Toula Limnaios
Assistenz: Ute Pliestermann, Hironori Sugata
Lichttechnik: Domenik Engemann


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Kammerspiel um das Doppelgänger-Motiv
  · 15.09.19
Es spricht für sich und die Qualität der Choreographie, dass der einstündige Abend auch anderthalb Jahrzehnte nach der Premiere im Repertoire der Gruppe ist. 2016 neu für zwei Männer bearbeitet und nach diversen Umbesetzungen ist „Isson“ (griechisch für „gleich“) an diesem Wochenende wieder in der Halle Tanzbühne im Prenzlauer Berg zu sehen.

„Solo für zwei Männer“ wird der Abend im Untertitel genannt. Ihre Choreographie spielt mit dem Doppelgänger-Motiv: Bis auf kleinere, wohl unvermeidliche Ungenauigkeiten tanzen sie über weite Strecken der 60 Minuten jede kleinste Bewegung synchron. Optisch haben der Brasilianer Leonardo d´Aquino und der Italiener Alessio Scandale eine gewisse Ähnlichkeit, sind aber doch klar auseinander zu halten.

In der zweiten Hälfte des Abends spielt Choreographin Toula Limnaios mit diesem Wahrnehmungsmuster und gibt den Tänzern für kurze Momente ihre Individualität. Mal führt wirklich nur einer der beiden eine Bewegung aus, mal tanzen sie einen Umzieh-Slapstick zeitversetzt in Wiederholungsschleifen.

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