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Bewertung und Kritik zu

DIE EINEN, DIE ANDEREN
Toula Limnaios 
Berliner-Premiere: 17. Oktober 2018
Halle Tanzbühne Berlin

Zum Inhalt: »die einen, die anderen« ist eine internationale kooperation der cie. toula limnaios mit der cia. gira dança. das stück, das in brasilien und berlin erarbeitet wird, ist eine reflexion über das körper-bild und inspiriert von foucaults radiovorträgen »der utopische körper«/»die heterotopien«. jeder mensch hat und wird einen körper haben, aber gleichzeitig ändert sich seine vorstellung mit der zeit, in der wir leben. er ist ausgangspunkt zur welt und verbindet uns mit ihr. zugleich ist er ort der sehnsucht, des begehrens und der phantasie, aber auch quelle des utopischen, das den blick auf seine gnadenlose realität und vergänglichkeit spiegelt.
In »die einen, die anderen« erleben vierzehn menschen, wie man den körper erfahren kann, nicht nur als gesellschaftliches und ökonomisches produkt von idealen und normen, wo der umgang mit dem körper als ware betrachtet wird oder idealbildern nacheifert und somit einer effizienz-maximierung unterwirft, sondern in seiner einzigartigkeit und individualität schätzt und der selbstentfremdung menschlichkeit, leidenschaft, leichtigkeit, poesie und liebe gegenüberstellt.

Tanz/Kreation cie. toula limnaios: Daniel Afonso, Leonardo D'Aquino, Alba de Miguel, Priscilla Fiuza, Alessio Scandale, Hironori Sugata und Karolina Wyrwal 
Tanz/Kreation cia. gira dança: Marconi Araújo, Alvaro Dantas, Thaise Galvão, Iego José , Wilson Macário, Jania Santos und Joselma Soares Konzept und Choreografie: Toula Limnaios 

Konzept und Choreografie: Toula Limnaios 
Musik: Ralf R. Ollertz 
Video: Giacomo Corvaia 
Lichtdesign: Felix Grimm 
Raum/Kostüme: Antonia und Toula Limnaios 

TRAILER


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Parcours mit Parallele
  · 23.10.18
''Auf einer Großleinwand im Hintergrund läuft Giacomo Corvaias vielversprechendes Video zum getanzten Zweier-Akt; so eine Art sich ankündigende Vermählung zwischen körperlich "behinderten" und "unbehinderten" Tänzerinnen und Tänzern... 

Es gibt Überlagerungen, Ineinanderfließungen; die Sinne der das Alles Anschauenden funktionieren, je nach autooptischem Gutdünken, fokussiert auf Dieses und/oder auf Jenes: In markantester Erinnerung beispielsweise jene Szene, wo sich auf schier Unaufhörliches die TänzerInnengruppe der aus ihr stammenden barbrüstigen Einzel-Tänzerin mit schützend sie bedeckenden Handpaaren vor dem "unerlaubten" Blick der anwesenden Anderen bemächtigt... 

Und Humor gibt es: Man geht auf selbstironische Distanz zum Selfie-Wahn im blödigkeitsaffinen Smartphone-Zeitalter... Oder man bildet einen Körperknäuel, um aus ihm heraus kräftigste Lachsalven zu starten; herrlich!! Überbordende Performance. Die Leute tobten vor Begeisterung!!!!!'' schreibt Andre Sokolowski am 23. Oktober 2018 auf KULTURA-EXTRA
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