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Bewertung und Kritik zu

BOLLYWOOD - THE SHOW
Berlin-Premiere: 18. Februar 2014 
Admiralspalast, Berlin
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Zum Inhalt: Bollywood – The Show kehrt nach Berlin zurück und begeistert mit einer noch größeren, noch bunteren und noch aufwendigeren Produktion als je zuvor. Die Erfolgsshow entführte weltweit bereits unzählige Zuschauer aus über 20 Ländern in die bunten Traumwelten Indiens und sorgte u. a. in Paris, Wien, Barcelona und Rom für volle Häuser. An seiner Deutschlandpremiere 2006 in Berlin wurde die Show ebenso von Kritik und Publikum euphorisch gefeiert wie zuletzt im Londoner West End, wo sie für drei ausverkaufte Gastspielreihen sorgte. Über 30 Tänzer und Darsteller direkt aus Mumbai, der Heimat des Bollywoodkinos, entfesseln in Bollywood – The Show einen elektrisierenden Wirbelwind voll unendlicher Farbenpracht, herzergreifender Romantik, glitzernder Kostüme, üppiger Bühnenbilder und unvergleichlicher Rhythmen Indiens.

Doch Bollywood – The Show ist nicht nur atemberaubendes Tanzspektakel. Es ist gleichzeitig noch viel mehr: es erzählt die Geschichte Bollywoods, der größten, fruchtbarsten und fantastischsten Filmindustrie der Welt. Den westlichen Zuschauer führt diese Show hinter ihre Kulissen und lässt ihn spüren, welchen Platz sie im Herzen der indischen Gesellschaft einnimmt. Und nicht zuletzt ist es die Geschichte einer großen Tänzerdynastie, das ergreifende Schicksal einer jungen Frau, ihres Großvaters und ihrer Liebe zum Tanz.

Trailer


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Indien so nah
  · 19.02.14
Bollywood ist wieder da! Vom 18. bis 23. Februar 2014 kommt die Show nach einer Tournee durch 20 Länder und ihrer Deutschland-Premiere 2006 wieder zurück an die Spree. 

Die Handlung ist schnell erzählt: Eine junge Filmchoreographin zieht es weg von ihrem Großvater, aus ihrer Heimat Rajasthan nach Bollywood. Bis sie, um einige Lebenserfahrungen reicher, erkennt, dass sie eigentlich nach Hause gehört: Zur Versöhnung mit ihrem sterbenden Großvater, zurück zu ihrer Jugendliebe und in das Herz Indiens, zurück in die Seele des Tanzes und in eine Zukunft, die Tradition und Moderne miteinander verbindet. 

Aber der Stoff reicht locker, um zwei Stunden beste Unterhaltung und einen wahren Augenschmaus abzuliefern. Dabei würde man der Inszenierung nicht gerecht, spräche man nur von einer tollen Show. Die gelungene Mischung aus Erzählgeschichte, Theater und beeindruckend choreografierten Tanzszenen ist fantasievoll in Szene gesetzt und mit viel Ironie und Witz erzählt, beispielsweise wenn über Bollywood-Filme mit den Namen „Gone with the Vindaloo“ oder „Tandoori night fever“ sinniert wird. Dieser Umstand lässt die Show auch halbwegs frei von Kitsch bleiben. 

Ein bisschen schade ist dann nur, dass aller Gesang playback gespielt wird und es sollte auch gesagt sein, dass Besucher dieser Show der englischen Sprache einigermaßen mächtig sein sollten, haben sie den Anspruch, der Erzählgeschichte genau folgen zu wollen. Immerhin wird in kreativ gestalteten Rückblenden ein Abriss der Geschichte der Familie und der Bollywoods geboten. Die sich durch den gesamten Abend durchziehende Gegenüberstellung von Tradition und Moderne, ein tatsächlich aktuelles Thema in Indien, ist jedoch in weiten Teilen selbst erklärend. 

Mit großer Liebe zum Detail unterstützen die ständig wechselnden Kostüme und fantasievoll gestalteten Requisiten die beeindruckende Leistung der jungen Tänzerinnen und Tänzer immer wieder, verschiedenste technische und mediale Möglichkeiten sorgen für wirkungsvolle Bilder und die Farben Indiens sind einfach überbordend, sogar die Stoßstangen der Auto-Attrappen glitzern und blinken. 

So dass man eigentlich gleich einen Flug nach Rajasthan buchen möchte, der Rhythmus der angesagtesten Bollywood-Songs lässt die Zuschauer kaum auf ihren Plätzen. Und der Funke springt über, nein, mindestens so viele Funken wie Darsteller auf der Bühne sind, die auch selbst allesamt Spaß zu haben scheinen. Zum Schluss, natürlich nach einem Happyend, verschwimmt die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum, die Stimmung ist auf beiden Seiten ausgelassen, es gibt Standing Ovations und Zugaben ...
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