Bewertung und Kritik zu
ANTIGONE. DER ABSCHIED – Schaubühne am Lehniner Platz
von Alexander Zeldin
Premiere: 24. Oktober 2026, Schaubühne am Lehniner Platz
Künstlerisches Team
Regie: Alexander Zeldin
Bühne und Kostüme: Rosanna Vize
Komposition: Yannis Philippakis
Sound: Josh Anio Grigg
Dramaturgie: Nils Haarmann
Licht: James Farncombe
Besetzung
Ensemble: Holger Bülow, Jörg Hartmann, Alina Vimbai Strähler, Aya Michèle Zaghdoudi, Isaak Antwi, Julia Windischbauer
Über die Inszenierung
Mit „Antigone. Der Abschied“ widmet sich Alexander Zeldin einem der wirkmächtigsten Stoffe der Theatergeschichte. Ausgehend von der Figur der Antigone untersucht die Inszenierung Fragen von Verlust, Trauer, familiärer Verantwortung und persönlichem Widerstand gegenüber gesellschaftlichen Ordnungen.
Im Zentrum steht der Moment des Abschieds. Die antike Tragödie wird dabei nicht als historisches Drama gelesen, sondern als zeitlose Auseinandersetzung mit dem Recht auf Erinnerung, Menschlichkeit und Würde. Zeldin richtet den Blick auf die emotionalen Folgen politischer Entscheidungen und auf die Menschen, die deren Konsequenzen tragen müssen.
Rosanna Vizes Bühnen- und Kostümbild schafft einen konzentrierten Raum, der die Figuren und ihre Beziehungen in den Vordergrund rückt. Die Ausstattung unterstützt die intime und zugleich existenzielle Dimension des Abends.
Die von Yannis Philippakis komponierte Musik entwickelt eine atmosphärische Klangwelt zwischen Melancholie, Spannung und Hoffnung. Josh Anio Griggs Sounddesign erweitert diese musikalische Ebene und verdichtet die emotionale Wirkung der Inszenierung.
James Farncombes Lichtgestaltung modelliert Räume der Erinnerung und des Verlusts, während Nils Haarmanns dramaturgische Arbeit die Verbindung zwischen dem antiken Stoff und gegenwärtigen Fragen nach Verantwortung und Widerstand herausarbeitet.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Antigone-Stoff
– Regie von Alexander Zeldin
– Fokus auf Trauer, Erinnerung und Menschlichkeit
– atmosphärische Musik von Yannis Philippakis
– konzentrierte Ensemblearbeit
„Antigone. Der Abschied“ entwickelt aus dem antiken Mythos einen eindringlichen Theaterabend über Verlust, Verantwortung und die Frage, welche Haltung Menschen in Zeiten gesellschaftlicher Konflikte einnehmen.





