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In bester Lage

Bewertung und Kritik zu

IN BESTER LAGE – Schauspiel Köln

von: Kristof Magnusson, Gunnar Klack
Untertitel: Eine Komödie über das Trauerspiel im Eigentum
Premiere: 25. September 2026, Schauspiel Köln

Künstlerisches Team

Regie:Kay Voges
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Mona Ulrich
Musik: Paul Wallfisch
Lightdesign: Jan Steinfatt
Dramaturgie: Wiebke Rüter

Besetzung

Robert Roggesemmel: Andreas Beck
Alex 2: Rebekka Biener
Marlon Hudtwalcker: Jonas Dumke
Lisa von Augsburg: Anya Fischer
Uwe Schimanski: Frank Genser
Bote | Michi, Klempner: Sebastian Grünewald
Issak "Isi" Wertmüller | Airbnb Gast 4: Leonhard Hugger
Sabine Gonzales: Anja Laïs
Sängerin | Airbnb Gast 1: Hasti Molavian
Alex 1: Fabian Reichenbach
Mieterin | Dr. Emil Mesmer | Bote 2: Uwe Rohbeck
Airbnb Gast 2 | Konni, Dachdecker: Uwe Schmieder
Jessica Gonzales | Airbnb Gast 3 | Pizzabotin: Paula Carbonell Spörk

Über die Inszenierung

„In bester Lage“ ist eine satirische Komödie über Immobilien, Eigentum, Verdrängung und die Frage, wem die Stadt gehört. Kristof Magnusson und Gunnar Klack richten ihren Blick auf einen Wohnungsmarkt, in dem aus Lebensträumen schnell Spekulationsobjekte werden und Nachbarschaften unter ökonomischen Zwängen zerbrechen.

Kay Voges entwickelt daraus einen temporeichen Theaterabend, der Komik und gesellschaftliche Analyse miteinander verbindet. Die Inszenierung zeigt, wie eng persönliche Schicksale mit den Mechanismen eines zunehmend angespannten Wohnungsmarktes verknüpft sind.

Daniel Roskamps Bühne schafft einen wandelbaren Raum zwischen Eigentumswohnung, Baustelle und Investorenprojekt. Mona Ulrichs Kostüme zeichnen die unterschiedlichen sozialen Milieus präzise nach und verleihen den Figuren klare Konturen.

Paul Wallfischs Musik setzt pointierte Akzente zwischen Ironie und Melancholie. Das Lightdesign von Jan Steinfatt strukturiert die schnellen Szenenwechsel und unterstützt die theatrale Dynamik des Abends.

Wiebke Rüters Dramaturgie verbindet die komödiantischen Elemente mit einer gesellschaftlich relevanten Betrachtung aktueller Entwicklungen rund um Wohnraum, Gentrifizierung und soziale Ungleichheit.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– zeitgenössische Komödie über den Wohnungsmarkt
– satirischer Blick auf Eigentum und Gentrifizierung
– pointierte Ensemblearbeit
– gesellschaftlich aktuelle Themen
– Verbindung von Humor und politischer Analyse

„In bester Lage“ verbindet Unterhaltung und gesellschaftliche Beobachtung zu einer scharfzüngigen Komödie über Wohnraum, Besitz und die Frage, wie Zusammenleben in modernen Städten funktionieren kann.

1 Kritik

4.0 von 5 Sterne
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Baustellen- Boulevard
12 Stunden her.
Kritik

''Es war und ist ein lustiges Stück, und am besten gefiel uns das imposante Bühnenbild von Daniel Roskamp, der den geräumigen Innenhof einer dem Anschein nach etwas heruntergekommenen dreistöckigen Immobilie zeigte, welche (Abschluss-Hammer-Gag!) im Ganzen also samt der vielen Türen, Fenster, Treppen und Fassaden urplötzlich nach unten in das tiefe Erdreich "einsackte"; einer der Hilfsklempner entdeckte irgendeine frührömische Scherbe im Mauerwerk, entriss sie ihr und brachte sodurch das Gemäuer zum Einsturz - ein Wink mit Zaunspfahl folgte auf den Fuß: im Römisch-Germanischen Museum, dessen Sanierung wahrscheinlich auch wieder Jahrzehnte in Anspruch nehmen dürfte, wären sie für eine solchen Scherbenfund hochdankbar gewesen o.s.ä.

Auch die fünf- oder sechsfach farblich aufeinander abgestimmten Kostüme von Mona Ulrich waren sehenswert und ließen uns über den anschaulichen Sinn von Gelb, Blau, Rot, Grün, Braun und Weiß andächtig nachsinnen. Gespielt wurde durch die Bank weg leidenschaftlich-lustvoll, und es gab auch jede Menge Anlass lauthals aufzulachen (Slapstick-Einlagen mit/ ohne Leitern auf den vielen Treppen inbegriffen).'' schreibt Andre Sokolowski am 3. Oktober 2026 auf KULTURA-EXTRA

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