Bewertung und Kritik zu
DER ROSENKAVALIER – Oper Köln
von: Richard Strauss
Premiere: 27. September 2026, Oper Köln
Künstlerisches Team
Musikalische Leitung: Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung & Videokonzept: Marie-Ève Signeyrole
Bühne: Fabien Teigné
Kostüme: Yashi
Licht: Sascha Zauner
Chorleitung: Rustam Samedov
Dramaturgie: Sandra Pocceschi
Besetzung
Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg: Magdalena Hinterdobler
Der Baron Ochs auf Lerchenau: Martin Summer (für Patrick Zielke)
Octavian: Bianca Andrew
Herr von Faninal: Christian Miedl
Sophie: Giulia Montanari
Jungfer Marianne Leitmetzerin: Claudia Rohrbach
Valzacchi: Martin Koch
Annina: Dalia Schaechter
Chor & Orchester
Statisterie der Oper Köln
Chor der Oper Köln
Knaben und Mädchen der Kölner Dommusik
Gürzenich-Orchester Köln
Über die Inszenierung
Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ gehört zu den großen Meisterwerken des deutschsprachigen Opernrepertoires. Zwischen Melancholie, Komödie und Gesellschaftsporträt entfaltet sich eine Geschichte über Vergänglichkeit, Liebe und das Vergehen der Zeit.
Marie‑Ève Signeyrole verbindet in ihrer Inszenierung Theater, Film und Oper zu einer vielschichtigen Bildwelt. Ihr Videokonzept erweitert die Handlung um zusätzliche Perspektiven und schafft eine Verbindung zwischen intimen Momenten und gesellschaftlicher Beobachtung.
Fabien Teignés Bühne und Yashis Kostüme gestalten einen visuellen Kosmos, der historische Anmutungen mit zeitgenössischen Elementen verbindet. Die Ausstattung macht die unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen des Werks sichtbar und unterstützt die feinen psychologischen Beziehungen zwischen den Figuren.
Unter der musikalischen Leitung von Andrés Orozco‑Estrada entfaltet das Gürzenich‑Orchester Köln die klangliche Vielfalt von Strauss’ Partitur. Die Chorarbeit von Rustam Samedov sowie die Mitwirkung der Kölner Dommusik tragen zur klanglichen Dimension des Abends bei.
Mit Magdalena Hinterdobler als Feldmarschallin, Bianca Andrew als Octavian, Giulia Montanari als Sophie und Martin Summer als Baron Ochs steht ein Ensemble auf der Bühne, das die unterschiedlichen Facetten des Werkes zwischen Komik, Melancholie und Leidenschaft auslotet.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– bildstarke Operninszenierung mit Videokonzept
– Strauss’ Meisterwerk zwischen Komödie und Melancholie
– starke Ensemblebesetzung
– große Orchester- und Chorpartien
– Verbindung von historischer Vorlage und zeitgenössischer Bildsprache
„Der Rosenkavalier“ zeigt sich in Köln als musikalisch opulentes und visuell eindrucksames Opernereignis, das die zeitlose Aktualität von Strauss’ und Hofmannsthals Werk eindrucksvoll unterstreicht.





