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Zwischen den Stunden

Bewertung und Kritik zu

ZWISCHEN DEN STUNDEN – Theater Koblenz

von: Steffen Fuchs
Format: Ballettabend
Premiere: 19. September 2026, Theaterzelt des Theater Koblenz

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Sejoon Park
Choreografie: Steffen Fuchs
Bühne und Kostüme: Sascha Thomsen
Licht: Michael Reif
Dramaturgie: Markus Dietze
Theaterpädagogik: Cornelia Bühne

Besetzung

Tanz: Noah Amann, Dayna Booth, Melvin Boschat, Emanuele Caporale, Steffen Fuchs, Milda Hedberg, Anna Krasnikova, Hannah Marquette Law, Alexander Antares, Glauber Lucas Mendes Silva, Elisa Molinari, Samuel Sepúlveda Sanguino, Yael Shervashidze, Naomi Uji, JiaJing Wan, Ami Watanabe
Meander-Quartett: Ensemble

Orchester

Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Über die Inszenierung

Mit „Zwischen den Stunden“ entwickelt Steffen Fuchs einen Ballettabend über jene flüchtigen Momente, die sich zwischen Alltag, Erinnerung und Zukunft ereignen. Die Choreografie richtet den Blick auf Übergänge, Begegnungen und Veränderungen und untersucht, wie Zeit körperlich erfahrbar wird.

Die Tänzerinnen und Tänzer des Ballettensembles entfalten eine Bewegungssprache, die zwischen Intimität, Dynamik und kollektiver Energie wechselt. Dabei stehen nicht nur technische Präzision, sondern auch emotionale Zustände und zwischenmenschliche Beziehungen im Mittelpunkt.

Sascha Thomsens Bühne und Kostüme schaffen einen atmosphärischen Raum, der zwischen konkreter Realität und abstrakter Bildwelt changiert. Die Lichtgestaltung von Michael Reif unterstützt die choreografische Struktur und verleiht den Szenen unterschiedliche zeitliche und emotionale Qualitäten.

Unter der musikalischen Leitung von Sejoon Park treten Tanz und Musik in einen engen Dialog. Das Meander‑Quartett und die Staatsorchester Rheinische Philharmonie gestalten eine Klanglandschaft, die die Bewegungen auf der Bühne trägt und erweitert.

Markus Dietzes Dramaturgie verbindet die einzelnen choreografischen Teile zu einem Gesamtbild, das Fragen nach Vergänglichkeit, Erinnerung und Gegenwart aufwirft.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– zeitgenössischer Ballettabend von Steffen Fuchs
– Verbindung von Tanz, Kammermusik und Orchesterklang
– atmosphärische Bühnen- und Lichtgestaltung
– großes Ensemble mit vielfältigen Bewegungsqualitäten
– poetische Auseinandersetzung mit Zeit und Erinnerung

„Zwischen den Stunden“ verbindet Musik und Tanz zu einer sensiblen, bildstarken Reflexion über die kleinen und großen Übergänge des Lebens.

1 Kritik

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Aus der Zeit gefallen
12 Stunden her.
Kritik

''Zu Beginn tanzte Solistin Dayna Booth entrückt und obsessiv, wie aus einer anderen Realität. Sie verlieh der Choreografie mit einer ausdrucksstarken und harmonischen Bewegungssprache eine emotionale Verwundbarkeit, während sie sich eigenständig außerhalb der Ordnung des Ensembles bewegte. Mit Giselle-Passagen, in denen sie von männlichen Compagnie-Mitgliedern emporgehoben und getragen wurde, vermittelte sie einen Eindruck von Schwerelosigkeit...

Die Kulisse erinnerte mit einem stilisierten, fahrbaren Kronleuchter an einen Ballsaal. Es entfaltete sich ein feinfühliger Tanz aus Nähe und Distanz, der das emotionale Spiel von intimer Verbundenheit und schmerzhafter Trennung physisch greifbar machte. Getragen von der lyrischen und zugleich spannungsgeladenen Musik entstand eine Atmosphäre von Licht und Dunkel, die zwischen melancholischer Stille, innerem Aufbruch und flüchtigen Offenbarungen changierte.'' schreibt Ansgar Skoda am 9. Oktober 2026 auf KULTURA-EXTRA

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