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Bewertung und Kritik zu

CALIGULA
von Albert Camus
Regie: Lilja Rupprecht
Premiere: 30. April 2015
Münchner Volkstheater 

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Zum Inhalt: CALIGULA erzählt die Geschichte des gleichnamigen römischen Kaisers, der am Leben verzweifelt und sich deshalb die Welt zu eigen machen will. „Die Menschen sterben und sie sind nicht glücklich“, erkennt er, nachdem der Tod seiner Geliebten Drusilla ihn aus der Bahn geworfen hat. Bis dahin war der junge Gajus, ob seiner Sanftmut und Gewissenhaftigkeit, überaus beliebt beim Volk. Nun macht man sich Sorgen, denn Caligula kehrt nach dem privaten Schicksalsschlag wie verwandelt auf den Thron zurück. Ungewohnte Härte, unerbittliche Gnadenlosigkeit und unbarmherzige Kälte: aus dem unerfahrenen Herrscher ist ein unberechenbarer Despot geworden. Sein Freund Scipio, die ihn verehrende Caesonia, der Lebemann Helicon, der Literat Cherea und die versammelten Patrizier – sie alle halten anfangs noch zu ihm, doch arbeiten sie sich zunehmend an ihm ab und werden von Caligulas Führung gedemütigt und gestraft. Keiner wird verschont. Da ihm seine Existenz sinnlos erscheint, haben auch alle Werte, Normen, Gesetze und Regeln menschlichen Miteinanders für Caligula den Sinn verloren. Er baut sich ein groteskes System auf, dessen einzige Logik darin besteht, dass es keine gibt. Caligula strebt nach einer Macht des Unmöglichen und einer Willkür, die das Göttliche übersteigt. Mit seinem unbedingten Willen sich eine grenzenlose Freiheit zu verschaffen und fortan in der Wahrheit zu leben, fordert er sich, seine Untertanen, die Welt und das Leben bis aufs Äußerste heraus.

Mit: Max Wagner, Constanze Wächter, Jean-Luc Bubert, Johannes Schäfer, Leon Pfannenmüller, Alexander Duda, Sohel Altan G., Justin Mühlenhardt, Sophia Pfisterer

Regie: Lilja Rupprecht
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Annelies Vanlaere
Musik: Romain Frequency
Video: Moritz Grewenig


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Max Wagner als Caligula: ein Theater-Ereignis
  · 23.10.17
Hinter einem Vorhang taucht er dann doch endlich auf. Nackt, mit Lehm beschmiert und in einen Kokon existentialistischer Gedanken eingesponnen tigert Max Wagner als „Caligula“ durch das Spiegel-Kabinett auf der Bühne. Untermalt von zarten Geigenklängen (Sophia Pfisterer) beklagt der Kaiser sein Schicksal und träumt davon, sich den Mond vom Himmel zu holen: „Diese Welt ist so, wie sie gemacht ist, nicht zu ertragen. Darum brauche ich den Mond oder das Glück oder die Unsterblichkeit, etwas, was unsinnig sein mag, was aber nicht von dieser Welt ist“, lässt ihn Albert Camus sagen. 

Dieser Auftritt von Max Wagner ist ähnlich eindrucksvoll wie Mirco Kreibichs Hauptrolle in Jette Steckels „Caligula“-Inszenierung in der Box des Deutschen Theaters. An diesem Abend beweist er, dass er „viel mehr sein kann als der obligatorische Bühnenschönling, als den ihn Christian Stückl so gerne einsetzt“. 

Die Gewaltspirale nimmt ihren Lauf, Caligula zieht sich ins Publikum zurück und beobachtet genüsslich, wie auf der Bühne ein Opfer nach dem anderen daran scheitert, ein spontanes Gedicht vorzutragen. Er hat die Macht, „seine Umgebung in schonungsloser Brutalität“ mit ihm gemeinsam leiden zu lassen. Nachdem er alle Weggefährten abgeknallt hat, richtet er sich schließlich selbst. Weiterlesen

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