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2. Akt, 1. Auftritt 

Alcesimarchus und Melänis (bei Seite)

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ALCESIMARCHUS:
Amor hat die erste Folter, glaub' ich, auf der Welt ersonnen.
An mir selbst erfuhr ich solches, brauch' es auswärts nicht zu suchen;
Denn an Herzensplackereien übertreff' ich alle Menschen.
Mich wirft es, mich martert's, mich treibt es, mich stachelt's, mich dreht es umher auf dem Rade der Liebe;
Mich reißt es, mich zerrt es, mich schleppt es, mich viertheilt's;
Mein Geist ist umwölkt von ewiger Nacht.
Da, wo ich bin, da bin ich nicht, und wo ich nicht bin, ist mein Kopf.
So steh'n mir alle Gedanken: was ich will, das will ich gleich nicht mehr.
So spielt die Lieb' ihr Spiel mit mir; sie jagt, sie treibt, sie lockt, sie packt
Mich Lebensmatten, zieht mich an, hält mich zurück, und stößt mich fort.
Und was sie gibt, das gibt sie nicht; sie ködert mich, und foppt mich nur.
Sie widerräth, wozu sie mir erst rieth, und was sie widerrieth,
Das beut sie mir. Sie treibt mich um, dem sturmempörten Meere gleich,
Und wirft mich hin, und wirft mich her, zerscheitert mir das lecke Schiff
Des Herzens. Ach, mir Armen fehlt kein Leid, als noch zulezt der Tod.
So hielt mich die sechs Tage lang mein Vater auf dem Lande fest,
Und unterdessen durft' ich, ach! mein Kind mit keinem Auge seh'n.
Ist das nicht ganz entsezlich?

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