Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Bewertung und Kritik zu

ATLAS 
von Thomas Köck 
Regie: Philipp Preuss 
Premiere: 27. Januar 2019 
Schauspiel Leipzig 

eventimTICKETS ONLINE KAUFEN


Eingeladen zu den Berliner Autorentheatertagen (2019) 

eventim
TICKETS ONLINE KAUFEN
Buch jetzt bestellen

Zum Inhalt: Ein Kind, das es gar nicht hätte geben dürfen, begibt sich im Heimatland seiner Eltern auf die Suche nach der Großmutter, die ihre Tochter schon lange tot glaubt. 
Und zwei junge Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben geraten in den Strudel einer nationalen Historie, in dem sich ein Wir formiert, dem sie nicht angehören. 
Die Figuren in Thomas Köcks neuem Stück legen Zeugnis ab von ihren Biographien, die unsichtbar an historischen Ereignissen hängen. Die Mutter berichtet, wie sie schwanger wurde, damals, als Vertragsarbeiterin, als die sie in die DDR geholt wurde, mit dem großen Versprechen von Austausch und Bildung und Bruderland, aber eigentlich nichts davon mitbekommen hat, exakt festgelegt war ihr Leben, fünf Quadratmeter pro Person, bis sie allerdings schwanger wurde, was ja gar nicht erlaubt war. Der Vater als Dolmetscher zwischen den Welten, der das Leben genoss, bis die eine Welt kaum noch erinnerbar war und die andere plötzlich auseinanderfiel und sich lange nicht mehr zusammensetzen ließ. Sie erzählen davon, wie sie sich in den übriggebliebenen Zwischenräumen niederließen, einrichteten. Die ferne Großmutter, die auf einer anderen Flucht das Kind verlor und auf einer Insel strandete, die sich für immer in sie einschrieb. Und die Tochter, die das verbindende Glied sein möchte und dann doch in ihrer eigenen, einsamen Zeit hängen bleibt.

Die Familie bildet eine Genealogie von Aus-der-Zeit-Gefallenen, jeder in seinem individuellen Unzeit-Limbus, aus dem heraus sie sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begegnen und aneinander vorbeigehen. Aber sie sprechen sich mit ihren Erzählungen in die Geschichte hinein, in der sie nicht vorgesehen waren, und decken eine Gleichzeitigkeit von Gestern und Heute auf. In den vietnamesischen Migrationsbiographien identifiziert Thomas Köck in diesem Auftragswerk für das Schauspiel Leipzig eine evidente Aktualität, welche den Geschichten ein überzeitliches Flirren verleiht. Die Fragen bleiben brennend: Wer geht und wer kommt, wer darf ankommen, wie viel wert ist ein Leben, wessen Geschichte wird gehört, wer sind wir und wer sind die anderen?

Regie: Philipp Preuss
Bühne & Kostüme: Ramallah Aubrecht
Dramaturgie: Katja Herlemann
Licht: Carsten Rüger

TRAILER


Wie fandest du das Stück?
- ein Klick auf die Sterne -
Schreibe eine Kritik
3.5/5 Insgesamt 2 Bewertungen (0 mit Rezension)
Es gibt noch keine Kritik zu dieser Inszenierung. Kritiken und Bewertungen zu anderen Stücken sind auf der Homepage
Um eine Kritik zu schreiben musst du dich anmelden:

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

eventim Reservix Ticketing System



Schauspiel Leipzig
www.schauspiel-leipzig.de
Bosestraße 1 - 04109 Leipzig
Telefon: 0341 / 12 68 0
SPIELPLAN & KARTEN

eventim

3.6
Durchschnittsnote aller Stücke
5 4
4 19
3 8
2 1
1 2
Kritiken: 24

TICKETS BEI EVENTIM KAUFEN
Warenkorb anzeigen

ANZEIGE



ANZEIGE

 AUF DER BÜHNE © 2019                            
                 Stage Musicals                                   
Toggle Bar