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Bewertung und Kritik zu

ORFEO ED EURIDICE
von Christoph Willibald Gluck
Regie: Jürgen Flimm
Premiere: 18. März 2016 
Staatsoper Unter den Linden, Berlin

Wie kaum eine andere Oper hat Christoph Willibald Glucks »Orfeo ed Euridice« den Entwicklungsgang des Genres beeinflusst: Das 1762 in Wien uraufgeführte Werk bündelte auf geradezu mustergültige Weise die zahlreichen Reformansätze seiner Zeit. Die traditionelle »Opera seria« wurde durch Glucks »Azione teatrale«, die den natürlichen, authentischen Ausdruck der Figuren in den Mittelpunkt stellt, herausgefordert und gewissermaßen überwunden. Der Orpheus-Mythos, der die Form der Oper selbst begründete und bis heute zu den beliebtesten Stoffen des Musiktheaters zählt, hatte mit Gluck eine vollkommen neue Ausformung gefunden. Seine Verarbeitung der Geschichte von Orpheus, der die Götter der Unterwelt mit seinem Gesang betörte, um seine geliebte Eurydike ins Leben zurückholen, ist von einer bis dahin nicht gekannten dramatischen Wahrhaftigkeit und lässt das Publikum tiefen Anteil nehmen an der Gefühlswelt der Protagonisten.

Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi
Inszenierung: Jürgen Flimm
Bühnenbild: In Kooperation Mit Gehry Partners, Llp
Kostüme: Florence Von Gerkan
Licht: Olaf Freese
Chor: Martin Wright

Dauer ca. 1:20 h | keine Pause


 

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