Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn

Bewertung und Kritik zu

WORDS AND MUSIC
von Morton Feldman und Samuel Beckett
Hörspiel für zwei Sprecher und Kammerensemble 
Premiere: 23. April 2019 
Staatsoper Unter den Linden, Berlin 

eventimKARTEN ONLINE KAUFEN
Buch jetzt bestellen

Zum Inhalt: Bereits im November 1961 schrieb Samuel Beckett sein Radiohörspiel »Words and Music«, das er jedoch kurz nach der Ausstrahlung durch die BBC im darauffolgenden Jahr wieder zurückzog. Bis in die 1980er Jahre hinein hielt der mit seinem eigenen Werk unzufriedene Dichter den Text unter Verschluss. Erst die Freundschaft mit dem amerikanischen Komponisten Morton Feldman, die durch ein denkwürdiges Treffen im Berliner Schiller Theater zustande kam, und vor allem die Arbeit an der gemeinsamen Oper »Neither« 1977 veranlassten Beckett dazu, Feldman um eine Musik zu »Words and Music« zu bitten. Für Feldman war es »gewissermaßen ein Liebesdienst, den ich ihm voller Freude leistete« und so erlebte »Words and Music« 1987, dem Todesjahr Feldmans, die erste Aufführung beim American Beckett Hörspielfestival.

Beckett wandte sich der Form des Hörspiels auf seine ganz eigene Weise zu. Er lässt die Charaktere »Worte« und die durch ein Instrumentalensemble repräsentierte »Musik« einander entgegentreten. Beide versuchen, den alten und einsamen Croak zu unterhalten, ihn gar zu trösten, indem sie auf dessen Stichworte »Liebe«, »Alter« und »Das Gesicht« in ihrem jeweiligen Ausdrucksmedium reagieren. Zusammen mit zwei Sprechern und der Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin entwickelt der junge französische Dirigent Maxime Pascal eine Form des Live-Hörspiels, welche Becketts und Feldmans Verständnis der Theatralität von Musik, Sprache und Raum neu entdeckt.

Musikalische Leitung: Maxime Pascal
Klangprojektion: Florent Derex
Computer Sound Design: Augustin Muller
Sprecher: Christian Brückner


Wie fandest du das Stück?
- ein Klick auf die Sterne -
Schreibe eine Kritik
3.0/5 Insgesamt 1 Bewertungen (1 mit Rezension)
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Kurzer Abend
  · 24.04.19
''Die musikalische Umsetzung ist unter Leitung von Maxime Pascal von der Orchesterakademie der Staatskapelle gewissenhaft vorgenommen worden. Das bisschen Feldman-Musik ist schwer umzusetzen: Jeder nur leicht zu laute Ton kann die Atmosphäre zerstören. Zuvor hatte noch ein kurzes Stück eines jungen Komponisten in die Raum-Hall-Atmosphäre eingeführt. Zu größerer individueller Gestaltung gab die Musik kaum Möglichkeiten.

Man muss diese Produktion so nehmen, wie sie angekündigt ist: als Live-Hörspiel, und als solches ist sie mit Liebe zum akustischen Detail umgesetzt worden. Als Musiktheater jedoch, das man in der Staatsoper erwarten kann, ist es zu wenig. Ganz auf visuelle Ansätze zu verzichten, auf jede Form von Regie, auf jeden eigenständigen künstlerischen Neuansatz, wirkt eine Spur zu mutlos, und das hat diesen Abend, der nicht einmal eine Stunde dauert, doch recht klein erscheinen lassen.'' schreibt Andreas Göbel auf kulturradio.de
WAR DIE KRITIK HILFREICH FÜR DICH?
Um eine Kritik zu schreiben musst du dich anmelden:

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

eventim Reservix Ticketing System



 AUF DER BÜHNE © 2019                            
                 Stage Musicals                                   
Toggle Bar