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Romeo und Julia

Bewertung und Kritik zu

ROMEO UND JULIA – Staatstheater Cottbus

Format: Eine Tragödie in vier Künsten
Premiere: 26. September 2026, Staatstheater Cottbus

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Alexander Merzyn
Regie und Bühne: Philipp Grigorian
Kostüme: Vlada Pomirkovanaya
Video: Oleg Mikhailov
Sounddesign und Komposition: Misha Cvijović
Choreografie: Inma López (Ballett), Anna Abalikhina (Oper, Konzert, Schauspiel)
Choreinstudierung: Christian Möbius
Dramaturgie: Leonora Mense, Olga Fedyanina

Über die Inszenierung

„Romeo und Julia“ vereint Schauspiel, Oper, Konzert und Ballett zu einer spartenübergreifenden Produktion, die den berühmten Stoff aus verschiedenen künstlerischen Perspektiven betrachtet. Die Tragödie erscheint dabei nicht als einzelne Erzählung, sondern als vielstimmige Auseinandersetzung mit einem der bekanntesten Liebespaare der Weltliteratur.

Philipp Grigorian entwickelt eine bildgewaltige Inszenierung, die die unterschiedlichen musikalischen und dramatischen Bearbeitungen des Stoffes zusammenführt. Die Produktion verbindet Shakespeares Tragödie mit Werken von Hector Berlioz, Charles Gounod und Sergej Prokofjew zu einem neuen theatralen Gesamtbild.

Vlada Pomirkovanayas Kostüme und Oleg Mikhailovs Videoarbeiten schaffen eine visuell starke Welt zwischen Historie, Gegenwart und Imagination. Die Bühne wird zu einem Raum, in dem die verschiedenen Kunstformen miteinander in Dialog treten.

Unter der musikalischen Leitung von Alexander Merzyn entsteht eine facettenreiche Klanglandschaft. Misha Cvijović ergänzt die Produktion mit eigenen kompositorischen Elementen und Sounddesign. Die Choreografien von Inma López und Anna Abalikhina verbinden Oper, Schauspiel und Tanz zu einer gemeinsamen Bewegungssprache.

Die verschiedenen Romeo-und-Julia-Paare machen sichtbar, wie sich die Geschichte über Jahrhunderte hinweg verändert hat und doch ihren emotionalen Kern bewahrt.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– Verbindung von Schauspiel, Oper, Konzert und Ballett
– mehrere Romeo-und-Julia-Paare in einer Produktion
– bildstarke Regie von Philipp Grigorian
– starke Verbindung von Musik, Choreografie und Video
– neue Perspektive auf einen Theaterklassiker

„Romeo und Julia“ wird zu einem vielschichtigen Gesamtkunstwerk, das die berühmte Liebestragödie aus unterschiedlichen künstlerischen Blickwinkeln neu erfahrbar macht.

1 Kritik

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Best-Ofs
4 Stunden her.
Kritik

''Etwas zeit- und nervenaufreibender gestaltete sich der große Gounod-Block in der Mitte der Inszenierung, wobei das eigentliche Verdienst jenes Unterfangens darin lag, dass man überhaupt von dieser (heutzutage im deutschsprachigen Raum so gut wie nie gespielten) Oper Kenntnis nehmen konnte; allerdings legten die gesanglichen und auf deutsch gesungenen (höchst grauenhaften) Texte keineswegs den Verdacht nahe, als dass sich ein Opernhaus aktuell und dringend darum mühen sollte "es" in sein Repertoire mit aufzunehmen; ein zwar ironisch gemeintes aber umso ätzenderes Zutun bzw. eine Berkräftigung des soeben Vermuteten erledigte die Musiktheater-Sparte, indem sie "es" noch altmodischer als altmodisch im Biedermeierstil ablaufen ließ, und "es" hörte und hörte einfach nicht auf, kurzum: Das erduldet zu haben, war die Hölle!

Am allerbesten und gekonntesten waren die Balletteinlagen in der Choreographie von Inma López; insbesondere die große Sterbeszene traf dann doch ins Mark; da blieb kein Auge trocken.

Ja und ganz zum Schluss versammelten sich alle auf der Bühne, um letztendlich bei der großen Apotheose mit dabeigewesen zu sein. Ich vermutete, dass das große Chorfinale ("le finale à trois choeurs") aus der Berlioz-Supersinfonie hierfür herhalten musste; und auch hier entlarvte sich der übertitelte Biedermeiertext (entweder von Joseph Duesberg oder Emma Klingenfeld) als quälend grausam.'' schreibt Andre Sokolowski am 28. September 2026 auf KULTURA-EXTRA

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