Bewertung und Kritik zu
LES OISEAUX – Tanz im August / HAU 2
von: Lenio Kaklea
Premiere: 4. Juli 2025, Festival de Marseille
Deutschland-Premiere: 21. August 2026, HAU 2, Tanz im August
Künstlerisches Team
Choreografie & Regie: Lenio Kaklea
Text: Lou Forster nach “Les Guérilleres” von Monique Wittig und “Les Chimères” von Gérard de Nerval
Sound & Technische Leitung: Eric Yvelin
Bühne: Clio Boboti
Assistenz Bühnenbild: Angeliki Vassilopoulou-Kampitsi
Dekoration: Angeliki Baltsaki
Licht: Jean-Marc Ségalen
Kostüm: Olivier Mulin
Besetzung
Performance: Nefeli Asteriou, Liza Baliasnaja, Amanda Barrio Charmelo, Luisa Heilbron, Dimitri Mytilinaios, Raoul Riva, Jaeger Wilkinson
Über die Inszenierung
„Les Oiseaux“ ist eine poetische, körperlich präzise und zugleich politisch aufgeladene Arbeit von Lenio Kaklea. Die Choreografie verbindet kollektive Bewegungsmuster mit individuellen Gesten und schafft eine Atmosphäre, die zwischen Ritual, Erinnerung und Transformation oszilliert.
Der Text von Lou Forster – inspiriert von Monique Wittigs feministischen „Les Guérilleres“ und Gérard de Nervals „Les Chimères“ – erweitert die Performance um eine literarische Ebene, die Körper, Sprache und Mythos miteinander verknüpft.
Eric Yvelins Sound und technische Leitung formen einen akustischen Raum, der zwischen feinen Geräuschstrukturen und kraftvollen Klangflächen wechselt. Clio Bobotis Bühne und die Arbeiten von Angeliki Vassilopoulou-Kampitsi und Angeliki Baltsaki schaffen eine reduzierte, zugleich symbolische Umgebung, die die Bewegungen der Performer*innen präzise rahmt.
Jean-Marc Ségalens Licht moduliert den Raum zwischen Intimität und kollektiver Energie, während Olivier Mulins Kostüme die körperlichen Transformationen unterstützen und visuelle Akzente setzen.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– poetische, körperlich präzise Choreografie
– starke literarische Grundlage nach Wittig und Nerval
– atmosphärische Klang- und Lichtgestaltung
– reduzierter, symbolischer Bühnenraum
– intensives, homogenes Ensemble
„Les Oiseaux“ ist ein vielschichtiges, sinnliches und politisch sensibles Werk, das Körper, Text und Raum zu einer dichten choreografischen Sprache verbindet.





