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    Dekalog – Die 10 Gebote

    Bewertung und Kritik zu

    DIE 10 GEBOTE
    nach den Filmen von Kieślowski und Piesiewicz
    Regie: Alexander Nerlich 
    Premiere: 6. April 2017 
    Theater Ingolstadt

    Zum Inhalt: Dekalog ist ein 10-teiliger Filmzyklus, der sich am Beispiel von menschlichen Grundkonflikten und Dilemmata mit den 10 Geboten auseinandersetzt. Inzwischen gehört Dekalog zu den meistgefeierten Filmserien aller Zeiten. Alle Filme spielen in einer Mietskaserne in Warschau kurz vor dem Zusammenbruch des Ostblocks und zeigen die Schicksale der einzelnen Bewohner aus verschiedenen Perspektiven. Alexander Nerlich wird für das Stadttheater Ingolstadt inspiriert von diesen Filmen einen Abend entwickeln.
    Kieślowski sagt in einem Interview von 1989 der taz: »Ich bemühe mich, die Sachen so zu zeigen, wie sie sind, und nicht so, wie sie sein sollten oder so, wie wir uns wünschten, daß sie aussehen. […] Ich bin kein religiöser Mensch. Aber ich denke, sowas gibt es schon. Es gibt etwas Höheres, das diese Welt ordnet. Vielleicht ist es nur unsere Idee oder unsere Sehnsucht, die als dieses ordnende Element zu begreifen ist. Ich weiß es nicht. Doch sehr oft gibt es Situationen, wo wir denken: Ja, so mußte es kommen.«

    Mit: Mira Fajfer, Victoria Voss, Jan Gebauer, Marc Schöttner, Enrico Spohn, Felix Steinhardt

    Regie: Alexander Nerlich
    Ausstattung: Wolfgang Menardi
    Musik/Sounddesign: Malte Preuss
    Choreografie: Alice Gartenschläger

    2.0 von 5 Sterne
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    Adaption von Kieslowskis berühmter Serie in unwirtlichem Keller
    4 Jahre her.
    Kritik
    Krzysztof Kieslowskis berühmte zehnteilige TV-Serie, in der er kurz vor dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems in Polen anhand von zehn einstündigen Episoden grundlegende religiöse Fragen und moralische Dilemmata verhandelt, reizt Theatermacher immer wieder zu Adaptionen. Zuletzt ließ sich Christopher Rüping von dem Stoff während des Lockdowns für zehn kurze Online-Episoden am Schauspielhaus Zürich inspirieren, die technisch unausgereift waren und mangels Proben- und Vorbereitungszeit oft oberflächlich blieben. Aber auch die Ingolstädter Inszenierung von 2017, die Nachtkritik in einem - vor allem im letzten Drittel schlecht ausgeleuchteten - Mitschnitt präsentierte, konnte nicht überzeugen. Alexander Nerlich komprimierte die zehn Filmstunden auf zweieinhalb sehr lange Theaterstunden, bei denen sich eine Miniatur an die nächste reiht. In einem unwirtlichen Kellerraum voller realsozialistischer Hässlichkeit, den Wolfgang Menardi, einer der interessantesten Bühnenbildner der Theaterszene, für das Kleine Haus des Stadttheaters Ingolstadt gestaltet, arbeiten sich die Figuren aneinander und an ihren Skrupeln ab. Episode reiht sich an Episode. Was beim Bingewatchen oder etappenweisen Gucken einer Serie gut funktioniert, gerät hier an seine Grenzen. Ermüdend eintönig schleppt sich der schwere Brocken dahin.
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