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Bewertung und Kritik zu

BETWEEN THE LINES. BRIEFE AUS BISSAU
Eine Stückentwicklung von Auftrag : Lorey und Kolja Kunt 
Regie: Bjoern Auftrag, Stefanie Lorey 
Premiere: 30. September 2017 (Uraufführung) 
Deutsches Theater Berlin

Zum Inhalt: "Als meine Tante nach Guinea Bissau auswanderte, um Vincente zu heiraten, war ich ein Kind. Seitdem gehört das kleine Land zu meiner Familie. Von jetzt an aßen wir Daheimgebliebenen den Reis mit den Händen aus einer Schüssel und hörten dazu politische Musik von José Carlos Schwartz. Stolz auf unsere ferne Verwandtschaft schmückten wir unser Haus mit Kunsthandwerk aus Bissau. Wir saugten die Informationen auf, die uns von dort erreichten und doch blieben wir außen vor. Durch die Lichterkette, die man von meinem Kinderzimmerfenster aus nachts am Horizont sehen konnte, war der Eiserne Vorhang stets präsent. Es waren die Lichter der Grenzanlagen zur BRD."
35 Jahre später begibt sich die Filmemacherin Kolja Kunt auf Spurensuche nach Westafrika. Auch sie verliebt sich. Aber dass Geschichte sich wiederholt, ist ein Mythos. Realität ist immer anders. Die Mauer ist gefallen und höhere Grenzzäune sind errichtet an entfernteren Orten, die Welt ist vernetzt und der Schreibwarenladen führt schon länger kein Luftpostpapier mehr. Nur wenn im Zentrum von Bissau die Fahne gehisst wird, steht noch alles still, wie es einst das Protokoll der portugiesischen Besatzungsmacht vorschrieb.

Mit Kathleen Morgeneyer, Natali Seelig, Süheyla Ünlü, Djelifily Sako

Regie: Bjoern Auftrag, Stefanie Lorey
Video: Kolja Kunt
Ausstattung: Viktor Reim
Dramaturgie: Joshua Wicke


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4.0/5 Insgesamt 1 Bewertungen (1 mit Rezension)
0 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Grenzen, Mauern und Zäune
  · 02.10.17
Wenn sich im Bühnenbild von Between the Lines. Briefe aus Bissau Reihen weißer Schnüre mit der Projektion von Filmaufnahmen aus Guinea-Bissau vor und zurück, auseinander und zusammen schieben, dann nimmt der Zuschauer dabei auch eine Verschiebung und ein Verschwimmen von hier und dort, Afrika und Europa, von Gegenwart und Vergangenheit wahr. Buchstäblich zwischen diesen Linien werden Stimmen laut, die von Auswanderung und Fremdsein erzählen. In der Stückentwicklung von Auftrag : Lorey (Bjoern Auftrag und Stefanie Lorey) und der Filmemacherin Kolja Kunt findet eine sehr behutsame, poetische und einnehmende Annäherung an eine ganz besondere deutsch-afrikanische Geschichte statt. Die Premiere war am 30. September 2017 Deutschen Theater Berlin. Weiterlesen →
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