Kritik zu: Falstaff
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Es wurde das letzte Werk eines nahezu 80jährigen Komponisten, und es öffnete die Tür zu einer Renaissance der komischen Oper. Giuseppe Verdis "Falstaff" mit dem Libretto von Arrigo Boito (dem Komponisten der Oper "Mefistofele" und Librettisten von Verdis "Otello") lehnt sich an Shakespeares "Die lustigen Weiber von Windsor" an und wurde 1893 in der Mailänder Scala uraufgeführt. Die Komödie gab die Initialzündung für den Stil der leichten, der Komischen Oper, die Komödiantisches mit Philosophischem und mit karikierenden Elementen  verbindet.

Die Münchener Neuinszenierung von Regisseurin Mateja Koleznik spielt in einem Casino. Eigentlich ist das aber nur eine Sammlung universell nutzbarer Rahmen und Türen, hochaufragend, die sich ideal für wechselvolle Durchblicke eignen.  Es gelingt ihr, die im Laufe der Jahrzehnte etwas angestaubte Vorlage mit der Vitalität und dem Tempo unserer Tage auf die Bühne zu bringen.  Dieser Sir John Falstaff (Wolfgang Koch im Rollendebut) ist eben nicht einfach nur ein älterer Herr, sondern ein solcher in herausgehobener gesellschaftlicher Stellung, was wiederum  mißliche Rückwirkungen auf dessen eigene realistische Selbsteinschätzung hat. So hält er die Wirkung seiner Persönlichkeit für unwiderstehlich, insbesondere auf die von ihm umworbenen Damen aus der Society von Windsor.

Zwei Damen der besseren Gesellschaft bekommen gleichlautende Liebesbriefe von Falstaff und entdecken empört, dass sie nur als Vehikel in einer Geldbeschaffungsaktion Falstaffs benutzt werden sollen. Sie schwören, sich zu rächen. Es handelt sich um Mrs. Alice Ford ( Ailyn Pérez), Mrs. Meg Page (Daria Proszek) ,und sie bedienen sich zur Vorbereitung ihres zweimaligen Racheaktes der Freundin Mrs. Quickly (Judit Kutasi). Den stets eifersüchtigen Ehemann Ford singt Boris Pinkhasovich. Der Arzt Dr. Cajus ist Kevin Conners. Alices Tochter Nannetta (Elena Tsallagova)  fesselt mit betont schönem Sopran, und ihr Geliebter Fenton (Galeano Salas) kann seinen Tenor insbesondere in der Arie zu Beginn des Gartenteils erstrahlen lassen.

Vor den geöffneten Casinotüren ergeben sich hinreissende Ensembles in knallbunten Kostümen. Verdis temporeich vorgetragene Musik:  vom Bayerischen Staatsorchester unter Leitung von Michele Mariotti  mit grosser Lebendigkeit und nahezu kabarettistischer Pointierung exekutiert. 

Beide Damen signalisieren nun Falstaff, dass sie ihn mit Ungeduld erwarten.

Ford als Herr Fontana ermuntert Falstaff, um Alice zu werben, um ihre Treue auf die Probe zu stellen. Die  Damen tauschen sich aus und ergeben sich der Vorfreude auf ihre Rache.

Falstaff umgarnt Alice. Liebt er etwa auch Meg ? "Alice, Du musst fliehen, Dein Mann kommt". Fenton und Nanetta bekennen einander ihre Liebe, und der Behälter mit der Schmutzwäsche wird samt dem darin versteckten Falstaff in die Themse gekippt. Großes Tempo, präzises Ineinandergreifen der Elemente, Pluspunkte der Regie. Eine wundervoll lebenskräftige Aufführung. Ein multifunktionales Bühnenbild, das sich wie selbstverständlich der Handlung zur Verfügung stellt (Raimund Orfeo Vogt). Fantasievolle Kostüme (Ana Savić-Gecan), die dem Profil der Figuren in Verbindung mit klar konturierender Lichtregie (Tamás Bányai) einen zusätzlichen Drive geben.

Zweiter Teil: Der mit Themsewasser gefüllte Falstaff beklagt die Schlechtigkeit der Welt. "Es gibt keine Tugend mehr. " Tief zerknirscht ist der gedemütigte Edelmann, 

dem die Grandezza der vermeintlichen Überlegenheit ebenso zu Gebote steht wie die abgrundtiefe Depression des Geprellten. Mrs. Quickly entfacht die alten Flammen wieder in ihm und stürzt ihn in ein zweites Abenteuer mit Alice.

Ein Verwirr-und Versteckspiel  im Garten schließt sich an. Fentons Arie zeigt die ganze Schönheit dieser Stimme. Falstaff mit Hirschgeweih zählt Glockenschläge: Mitternacht!

Verdis unglaublich präsente, vor Vitalität geradezu berstende, in tausend Facetten aufleuchtende Musik triumphiert. Zauberhafter Auftritt der von Pfauenfeder-Fächern  umkränzten Sylphen, von Nanette dirigiert. Dann fällt die ganze Gartenszenerie über Falstaff her. Drei lustige Weiber machen ihm klar, dass er ein Esel war.

Zum Schluss ein besonderer optischer Gag: die handelnden Personen gegen Ende der Gartenszene singen quasi in realistischer Photo-Optik die berühmte Schlussfuge, die dazu auffordert, alles nicht so schwer zu nehmen. Die Mitwirkenden füllen ein letztes Mal die Rahmen-Elemente des Bühnenbildes und vereinen sich zum alles versöhnenden Finale. 

Abschliessend sei nicht verschwiegen, dass die technische Perfektion des Livestreams noch verbesserungswürdig ist. Es gab Unterbrechungen, erzwungene Neustarts und Passagen, die automatisch wiederholt wurden. Was nichts daran ändert, dass diese Darbietungsform ohne Zweifel Zukunft hat.

Horst Rödiger
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Kritik zu: Die Vögel
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Ein Werk mit singulärem Schicksal: "Die Vögel" nach Aristophanes von Walter Braunfels erlebte die umjubelte Uraufführung unter Bruno Walter am 30. November 1920 im Münchener Nationaltheater. Fünfzig Vorstellungen folgten, Braunfels war einer der angesehensten Komponisten seiner Zeit, wurde verglichen mit Richard Strauss, Franz Schreker und Hans Pfitzner. Von Braunfels, dem "Halbjuden", der als Protestant zum Katholizismus konvertierte, stammt ein beeindruckendes "Tedeum" und eine von Jörg-Peter Weigle 2013 eingespielte "Grosse Messe", farbenreich facettiert.  Was Braunfels' Kompositionen trotz anfänglicher Erfolge in den Hintergrund treten liess, waren Zeitströmungen: der nationalsozialistische Antisemitismus drängte ihn aus dem Beruf, und der musikalische Zeitgeschmack nach dem Zweiten Weltkrieg ließ seine Kompositionen als "unpassend" erscheinen. 

Hundert Jahre nach der Uraufführung und genau einen Tag vor der nächsten Corona-Theaterschliessung hat die Neuinszenierung von Frank Castorf unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher nun ihre Premiere im Münchener Nationaltheater. Die Sendung des Livestreams von der Aufführung wurde eigens auf den Premierentag vorgezogen, um den Schließungsvorgaben zu entgehen. 

Der extrovertierte Ratefreund (Michael Nagy) und sein eher introvertierter Kompagnon Hoffegut (Charles Workman) sind vom Leben in der Stadt enttäuscht und wandern hinaus aufs Land, um einen neuen Anfang zu wagen. Sie suchen das Reich der Vögel, um die gewohnten Zerstreuungen hinter sich zu lassen. Wiedhopf, einstens ein Mensch,  nun König der Vögel (Günter Papendell), empfängt die beiden nur widerwillig, da er sich in seiner Abgeschiedenheit gestört fühlt. Ratefreund  entwirft den verlockenden Plan einer Stadt in den Lüften für ein Reich der Vögel, das sich als den Göttern ebenbürtig erweisen kann. Nach ausgiebiger Diskussion siegen die Befürworter der Idee, und der Bau beginnt.

In einer Vollmondnacht trifft der sensible Hoffegut auf die Nachtigall (Caroline Wettergreen) und verfällt dem Zauber ihres Gesangs. Nach Vollendung des Vogel-Baues tritt ein finsterer, mahnender Mann auf, der sich Prometheus (Wolfgang Koch) nennt. Er warnt die Vögel vor der Hybris einer Auseinandersetzung mit den Göttern. Aber Ratefreund stachelt die Vögel unbeirrt zum Kampf auf. Ein Unwetter kommt auf, und das eben erst erstellte "Wolkenkuckucksheim" wird total zerstört. Die gedemütigten Vögel erkennen die unerreichbare Größe der Götter an. Erschüttert von ihren Erlebnissen kehren  die Wanderer Ratefreund und Hoffegut in die Stadt zurück. Ratefreund träumt bereits wieder von der häuslichen Gemütlichkeit, und nur Hoffegut ist in Gedanken noch beim betörenden Gesang der Nachtigall.

Der künstlerische Wert des inzwischen fast vergessenen Traumspiels liegt neben den philosophischen Gedankenspielen, die mit leichter Hand dargeboten werden, vor allem in der bezaubernden musikalischen Gestalt, die einen überzeugenden Beleg für die vielfältigen Reize der spätromantischen Klangwelt liefert. 

Start des Livestreams vor leerem Parkett: Ein pfauenbefiedertes Geschöpf visualisiert den Stücktitel. Es ist die Nachtigall, die hier als Maitresse de plaisir den Gang der Handlung eröffnet. Gewagte Koloraturen sind ihr Markenzeichen, hundert Jahre zuvor von Maria Ivogün dargeboten. 

Ratefreund und Hoffegut irren orientierunslos durch die Landschaft. Zwei Vögel weisen den Weg, und auf einmal sind die beiden Wanderer von gleich mehreren gefiederten Wesen umgeben, die erläutern, wie sie wurden, was sie sind. Sie wollen schon wieder gehen, da erwacht König Wiedhopf aus seiner Mittagsruhe, die offenbar alkoholisch abgefedert war. Ratefreund stösst mit seinem Plan für ein Vogelreich in das Mangelempfinden von Wiedhopf und entzündet dessen Machtgier. 

Das Bühnenbild von Aleksander Denić erinnert an Schiffsaufbauten mit aufgesetzter Kajüte. König Wiedhopf ruft den  süssen Sang der Nachtigall, die aus der Rundbewegung der Drehbühne auftaucht. Sein Ruf versammelt das ganze Vogelvolk, und eine lebhafte Debatte bricht los, nachdem Wiedhopf gestanden hat, dass der Bauvorschlag für das Vogelreich von Menschen stammt. Da kommen übrigens auch wieder Castorfs  portable Videokameras ins Spiel, deren Bilder auf separatem Projektionsschirm zu verfolgen sind.

Ratefreund ruft den Vögeln ihre Machtlosigkeit ins Bewusstsein und verlockt sie, ihre Fesseln abzuwerfen. Krieg gegen Zeus! Die Idee steigt allen zu Kopf. Der Duktus der Repliken lässt dabei strukturell an die „ Meistersinger“ denken. Das neue Reich erwächst aus massloser Selbstüberschätzung. Baubeginn. Ende des Ersten Aufzugs.

Zweiter Aufzug. Vollmondnacht, Romantik pur. Hoffegut und die Nachtigall. Einander überlappende Sehnsüchte. Der  2. Akt des „Tristan“ liefert den Stimmungsrahmen. Beide umkreisen einander in Begeisterung. Stimmlich für Caroline Wettergreen und Charles Workman   die herausforderndste Passage der ganzen Oper, und  sie meistern das mit Bravour. Nun ists heraus: Es ist Liebe, was sie verbindet. 

Jetzt wird Hitchcock auf den Hintergrund projiziert. Seine „ Vögel“ teilen zumindest den Namen mit Braunfels’ Opus. Klänge und Düfte runden das multi-assoziative Empfindungsbild ab. Die „klingende Ferne“ als allumfassende Summe der Gefühle, die beide teilen. In der Projektion dann sogar Vereinigung. 

Der Mond verschwindet, Sonnenaufgang zwischen Hitchcocks flatternden Vögeln. Tippi Hedren wird in der Projektion ausführlich zitiert.  Ratewohl in SS- Uniform gratuliert den Vögeln. Eine erste Hochzeit von Taube und Täuberich in der neuen Wolkenburg. Ein hinreissendes kurzes Intermezzo, dann der Vogelchor. Es gibt nach Castorf-Manier wieder projizierte Texte, die aber wenigstens nicht, den musikalischen Fluss unterbrechend, endlos rezitiert werden. 

Wirkungsvoll vorbereitet: Auftritt Prometheus „ohne Zoll und Gebühren“. Er schildert das eigene Schicksal. Er warnt, aber die Warnung verhallt. Inzwischen tragen Ratefreund und Hoffegut beide die schwarze SS-Uniform. Krieg! Krieg! tönt der Ruf. Furioso der Schlachtszenen. Und Zeus schlägt zurück. Kein Stein bleibt auf dem anderen. Apokalyptisches Finale. Danach reuevolle Zeus-Huldigungen ohne Ende. 

Ratefreund  und Hoffegut, inzwischen wieder uniformlos schwarz gewandet, wandeln heimwärts. 

Die Partitur klingt unter Metzmacher keineswegs einschmeichelnd harmonisch, sondern eher kühl-differenziert, um nicht zu sagen: mehr dem modernen Empfinden angenähert. 

Das Stück führt zwingend vor Augen, dass einige Grunderkenntnisse zur Machtpolitik schon nach dem Ersten Weltkrieg vorlagen, die dann zum Scheitern des Deutschen Reichs im Zweiten Weltkrieg führten. Ob man die Lösung des Konflikts allerdings in der Unterwerfung unter die Götter zu suchen habe, kann füglich bezweifelt werden. 

Frank Castorfs szenische Fantasie fördert aus der Kiste seiner Inventionen bekannte Elemente hervor, die aber hier, legitimiert  durch unser historisches Wissen, einleuchtend erscheinen und wirkungsvoll eingesetzt werden. Insgesamt eine überzeugende, sehenswerte Adaption.

Horst Rödiger
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Kritik zu: Così fan tutte
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Manchen gilt Mozarts "Cosi fan tutte", 1790 in Wien uraufgeführt, als musikalisch besonders gelungenes Glanzstück mit dem Libretto von Lorenzo Da Ponte. Die Salzburger Neuinszenierung von 2020 stammt von Christof Loy und hat die Handlung kaum merklich gestrafft, dabei aber die musikalischen Höhepunkte feinsinnig bewahrt.
Die Story ist vergleichsweise simpel. Guglielmo (Andrè Schuen) und Ferrando (Bogdan Volkov) schwören auf die Treue ihrer Verlobten, der Schwestern  Fiordiligi (Elsa Dreisig) und Dorabella (Marianne Crebassa). Don Alfonso (Johannes Martin Kränzle), ein lebenserfahrener Skeptiker, macht sich den Spass, mit den beiden männlichen Akteuren zu wetten, dass es  gelingen werde, die Treue der beiden Mädchen im Handumdrehen ins Wanken zu bringen.  Komplizin bei der Testreihe ist die Dienerin Despina (Lea Desandre), deren Neigung zur Mitwirkung schon mal durch einen Geldschein beflügelt wird. 
Nun entfaltet sich ein komödiantisches Kammerspiel vor einer weissen Wand (Bühnenbild Johannes Leiacker) mit zwei klassizistischen Türen, deren Flügel sich öffnen und schliessen lassen. Auf diesem Hintergrund wirken die schwarzen oder pointiert farbigen Kostüme der Akteure (Kostüme Barbara Drosihn) ungemein plastisch und einprägsam.
Jetzt folgt, in der Regie des Don Alfonso, die Probe aufs Exempel. Guglielmo und Ferrando, eben unter Seufzern ihrer Geliebten vermeintlich  zu Schiff in den Krieg gezogen, kehren in abenteuerlich bunter Verkleidung als fremdländische Adlige zurück und machen nun über Kreuz der jeweils anderen Dame den Hof. Als sie wider Erwarten zunächst abgewiesen werden, täuschen beide einen Selbstmord durch Gift vor und werden dann von Despina mit Hilfe eines gewichtigen Magnetsteins ins Leben zurückgerufen. Im weiteren Verlauf gibts einen Ehevertrag von Fiordiligi und Ferrando sowie Dorabella und Guglielmo, jeweils quasi über Kreuz. Dann kehren die beiden in den Krieg Gezogenen unter ihren echten Namen zurück und schließen ihre beiden Frauen in die Arme, Ferrando seine Dorabella und Guglielmo Fiordiligi. Bleibt nur der unterzeichnete Ehevertrag mit der jeweils anderen, von Don Alfonso listig ins Spiel gebracht. Eifersuchtsszene, allgemeine Zerknirschung, dann das mozart-typische versöhnliche Finale: Glücklich sei der Mensch, der alles nur von der besten Seite nimmt, über die Wechselfälle des Lebens lacht und die Ruhe bewahrt.
Musikalisch wie stimmlich ist die Aufführung ein einziger Hochgenuß. Das gilt sowohl für die Harmonie der beiden Frauenstimmen von Fiordiligi und Dorabella wie für den klangschönen Tenor von Bogdan Volkov  und den kraftvollen Bariton von Andrè Schuen. Ein Sonderlob verdient die agile, stimmlich wunderbar präsente Despina von Lea Desandre. Dirigentin Joana Mallwitz entlockt den Wiener Philharmonikern mit geschmeidiger Zeichengebung einen warmgetönten Mozart-Sound vom Feinsten. Insgesamt ein weiterer Pluspunkt  zum 100jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele, bis 31.10.2020 abrufbar in der Mediathek von Arte concert. 

Horst Rödiger
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