Kritik zu: Gott
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''Ein aufrüttelndes Thema, das Oliver Reese aber nicht annähernd so spannungsvoll auf die Bühne bringt. Ästhetisch betrachtet ein spröder Abend. Der Sitzungsraum besteht aus ein paar hohen Holzstufen, auf denen die Schauspieler den Abend über mit ihren Aktentaschen sitzen oder ein wenig hin und her tigern. Schirach gibt 90 Minuten als Spiellänge an, bei Reese sind es zwei Stunden – Grund ist das verlangsamte Spiel.

Zu hören sind keine hitzigen Wortgefechte oder emotional aufgeladene Bekenntnisse, sondern ein getragenes Sprechen mit vielen Pausen, durch das die Figuren wenig Kontur gewinnen. Es sind die klassischen Thesenträger. Selbst Josefin Platt als Elisabeth Gärtner bleibt einem überwiegend fremd. Das Stück hätte ohnehin ein paar Zuspitzungen und Kürzungen vertragen – Reese fügt hingegen ein paar redundante Sätze hinzu.

Trotzdem: Nach dem Schlussapplaus hörte man noch viele Zuschauer über diese ethischen Fragen diskutieren. Und das ist in diesem Fall die Hauptsache. Schirach schafft es eben doch, uns in die Verantwortung zu ziehen, uns eine Haltung abzuzwingen. Dass er das Theater als Verhandlungsort ethischer Fragen sieht, ist (dieser Tage) so ungewöhnlich wie großartig. Inszenieren müsste man es allerdings mit deutlich mehr Temperament und Lebendigkeit.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
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''Gelegentlich macht sich Lisa Eckart erfolgreich über sich selber lustig. Ihre Gesäßpartie, sagt sie, sei so flach, dass sie sich „bei einer Arschbombe zugleich eine Darmspülung“ zuzieht. Ein derber, aber guter Witz, da kommt Freude auf. Es geht natürlich nicht nur gegen sie. Der Händedruck mancher Männer sei so lasch, meint Eckhart, „dass man sich fragt, wie sie zuhause onanieren können“. Um hinzuzufügen: „Oder wie sie mich würgen sollen!“ Hier geht die Qualität schon deutlich runter. Es ist eigentlich: Der gepflegte Herrenwitz, diesmal von einer Frau erzählt.

Showelemente gibt’s nur im Sinne des Durchhaltevermögens. Allein die erste Hälfte dauert fast 90 Minuten, durchgeheizt ohne abzusetzen und ohne einen Schluck Wasser zu trinken. Der Abend gliedert sich in 7 Kapitel, geordnet nach den sieben Todsünden: Trägheit, Zorn, Wollust etc. Keine Ahnung, ehrlich gesagt, wovon unter diesen Überschriften gebrabbelt wird oder wie das zueinander passt. Klar ist nur: Sie lässt nicht locker.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf rbbKultur
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''Der mit einem Ausflug in die Tanzgeschichte begonnen hat, mit einer Szene aus "Pas de Quatre" in der Version des Briten Anton Dolin (von 1941) nach der Choreografie von Jules Perrot, die zur Tanzgeschichte gehört. Jules Perrot hatte Mitte des 19. Jahrhunderts die damals vier berühmtesten Ballerinen Europas zusammengebracht, zwar nur für wenige Vorstellungen, aber das gilt als ein Fixpunkt der Ballettgeschichte. Welche Damen auch immer dies tanzen, stehen in außerordentlicher Tradition und die vier des Staatsballetts, darunter wieder die blendende Iana Salenko, haben das mit Meisterschaft gelöst.

Wohingegen das Herren-Quartett "Variations for Four", ebenfalls von Anton Dolin, aus den 1950er Jahren, das am Ende getanzt wurde, eine Enttäuschung war, dank der zur Schau gestellten aufgeplusterten Männlichkeit. Also etwas mehr Schatten als Licht bei diesem ersten Gala-Abend des Staatsballetts – ein Ausdruck der schwierigen Zeiten insgesamt und insbesondere beim Staatsballett.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur

 

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