Kritik zu: Betterplazes
2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
''Musik schleicht sich in diese Thematik genauso so doppeldeutig ein wie das Ganze ist. Wildes Tongestöber und Elektronik-Gewimmer wird vom Computer zugesampelt. Daneben sitzt Hans-Peter Kirchberg im Glitzerfrack am Klavier. Ein Vibraphon beläutet eingehende Posts. Es ist genau jene Grenzgängerei, wie ich sie von diesem Haus erwarte. Keine Lösungen, sondern Problemverwehungen, auch musikalisch.

Für W-Lan ist in der kleinsten Hütte Platz. Auch im winzigen Studio der Neuköllner Oper, wo man den Luftraum über uns nutzt, um einigermaßen Spielfläche zu gewinnen. Ein Klettergestänge durchzieht die klitzige Kubatur. Darauf krabbeln drei Darsteller wie Spinnen, die ihr Netz weiter spinnen – mit Klebeband. Ein gutes Bild. Es sind Digital-Zombies wie du und ich. Die Darsteller sind jung und brauchen das Geld. Das sie hier nicht kriegen. Ein hochsympathischer Abend, einer der letzthin klügsten hier, die ich sah. Gute, analoge Nachrichten aus Neukölln.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf rbbKultur
Kritik zu: Maria
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''Der Abend ist – obwohl die Inszenierung nur 90 Minuten dauert – unendlich langweilig, die Menschen sprechen ständig in abgedroschenen Floskeln und nichtssagenden Phrasen, die Figuren sind nur hyperventilierende Knallchargen in bunten Kostümen, die urplötzlich anfangen zu singen und zu tanzen, als hätten sie einen Abstecher aus dem La-La-Land von Hollywood ins Berliner Gorki Theater gemacht. Nichts entwickelt sich, auch Maria bleibt die, die sie immer war, geduldig, lebensklug, stolz und schön. Keine neue Idee, keine überraschende Einsicht, rasender Stillstand, leer laufendes Theater-Tohuwabohu.

Einige Premieren-Zuschauern fanden es trotzdem supertoll: Kaum war das letzte Wort gesprochen und das Licht verlöscht, johlten, grölten und jubelten sie wie Bolle oder wie ein ganzer Indianerstamm auf dem Kriegspfad. Über die doch eher klägliche Qualität des Abends sollte das niemanden hinwegtäuschen.'' schreibt Frank Dietschreit auf rbbKultur
Kritik zu: Ubu Rex
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
''Tilo Nest trägt als Pa Ubu, wie er hier heißt, einen Fatsuit und fahles blondes Haar. Sein Hemd ist schmutzig, seine nackten Beine ebenfalls, und so sitzt er im Ledersessel vor dem Fernseher, trinkt Dosenbier, mampft tütenweise Chips und herrscht die anderen im Befehlston an. Oder bricht in Tränen aus. Stefanie Reinsperger tritt als Ma Ubu in schulterfreier Abendrobe und einer Haarspray-Betonfrisur auf, wie man sie sich von einer amerikanischen Präsidentschaftsgattin vorstellt. Beide spielen sie, wie es gar nicht anders möglich ist, eine überdrehte Parodie.

Von Bedrohlichkeit keine Spur, vielmehr glaubt man sich im RTL2-Programm, zu Besuch bei den "Flodders" (falls diese asoziale Serienfamilie noch jemand kennen sollte). Einziger Lichtblick dieser beiden Stunden sind die Live-Musiker. Sie stehen an Klavier, Trompete, Schlagwerk, Tuba und spielen eine Mischung aus Marsch- und Zirkusmusik und Free-Jazz. Die Schauspieler geben kleine Gesangssoli.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur

 

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