Kritik zu: Enter Achilles
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''Lloyd Newsons Witz zeigt sich exemplarisch in jener Szene, in der der schwule Mann die gegen ihn gerichtete Gewalt einfach in einen sanften Tanz überführt, in der jeder Schlag zu einer Umarmung wird. Und in einer grandiosen poetischen Seiltanz-Akrobatik-Nummer zeigt er, was zwischen zwei heterosexuellen Männern, die sich mögen, möglich wäre, wenn sie die Scham überwinden, die Stereotypen und Normen vergessen könnten – der eine lässt den anderen fliegen und träumen.

"Enter Achilles" ist ein immer noch faszinierendes Stück, klug, bissig, analytisch auf den Grund gehend, lustig-unterhaltsam, eine revuehafte Groteske, voller Wut, Härte und Verletzlichkeit. Da sich Lloyd Newson Ende 2015 vom Choreographieren zurückgezogen hat, diese Wiederaufnahme nur eine Ausnahme bleiben soll – sollte man sich das unbedingt anschauen.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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''Trotz Happy End klingt alles durchaus nach Grand opéra – erkennbar an einer gewissen, feierlichen Pompösität. Dirigent Enrique Mazzola bringt das auf erstaunlich leichte Füße. Das Orchester der Deutschen Oper hat einen guten Tag. Philippe Talbot (als Corentin) ist einer der wenigen französischen Tenor-Buffos, die ich überhaupt erlebt habe. Régis Mengus kommt an die Spannkraft seine Vorgängers von damals (Etienne Dupuis) nicht ganz heran.

Man amüsiert sich leidlich. Vielleicht auch, weil man endlich mal sehen kann, wie Gideon Poppe wirklich aussieht (der sonst immer nur irgendwo mit dabei ist). Es pflegt die Kontakte. Wie der ganze Abend.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf rbbKultur
Kritik zu: Der Sohn
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''Geboten wird klassisches Schauspieltheater. Der Regisseur hat sich völlig zu Recht auf die Kunst der Akteure verlassen, darauf, dass sie Innerste der Charaktere nach außen kehren können. Dabei baut Warns auf eine überaus genaue Körpersprache. Im Gang, in der Mimik, in der Art des Redens – und Schweigens! – spiegelt sich die jeweilige Verzweiflung der Figuren, ohne dass das je vordergründig wirkt.
Eine Entscheidung ist besonders clever: Warns lässt in einer fast surrealen Atmosphäre in wenigen, wandelbaren Kulissen spielen. Die haben nichts Heimeliges, da kommt keinerlei Zu-Hause-Gefühl auf, das dreht sich, wandelt sich, macht damit unterschiedliche Räume sichtbar. Und: Die ganze Zeit sind eine Bühnenarbeiterin und zwei Bühnenarbeiter zu sehen, die die jeweiligen Ortswechsel ermöglichen. Das sorgt für Distanz; da hat Kitsch keine Chance. Das ist wirklich sehr genau gearbeitet.'' schreibt Peter Claus auf rbbKultur

 

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