Kritik zu: Maria
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''Der Abend ist – obwohl die Inszenierung nur 90 Minuten dauert – unendlich langweilig, die Menschen sprechen ständig in abgedroschenen Floskeln und nichtssagenden Phrasen, die Figuren sind nur hyperventilierende Knallchargen in bunten Kostümen, die urplötzlich anfangen zu singen und zu tanzen, als hätten sie einen Abstecher aus dem La-La-Land von Hollywood ins Berliner Gorki Theater gemacht. Nichts entwickelt sich, auch Maria bleibt die, die sie immer war, geduldig, lebensklug, stolz und schön. Keine neue Idee, keine überraschende Einsicht, rasender Stillstand, leer laufendes Theater-Tohuwabohu.

Einige Premieren-Zuschauern fanden es trotzdem supertoll: Kaum war das letzte Wort gesprochen und das Licht verlöscht, johlten, grölten und jubelten sie wie Bolle oder wie ein ganzer Indianerstamm auf dem Kriegspfad. Über die doch eher klägliche Qualität des Abends sollte das niemanden hinwegtäuschen.'' schreibt Frank Dietschreit auf rbbKultur
Kritik zu: Ubu Rex
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''Tilo Nest trägt als Pa Ubu, wie er hier heißt, einen Fatsuit und fahles blondes Haar. Sein Hemd ist schmutzig, seine nackten Beine ebenfalls, und so sitzt er im Ledersessel vor dem Fernseher, trinkt Dosenbier, mampft tütenweise Chips und herrscht die anderen im Befehlston an. Oder bricht in Tränen aus. Stefanie Reinsperger tritt als Ma Ubu in schulterfreier Abendrobe und einer Haarspray-Betonfrisur auf, wie man sie sich von einer amerikanischen Präsidentschaftsgattin vorstellt. Beide spielen sie, wie es gar nicht anders möglich ist, eine überdrehte Parodie.

Von Bedrohlichkeit keine Spur, vielmehr glaubt man sich im RTL2-Programm, zu Besuch bei den "Flodders" (falls diese asoziale Serienfamilie noch jemand kennen sollte). Einziger Lichtblick dieser beiden Stunden sind die Live-Musiker. Sie stehen an Klavier, Trompete, Schlagwerk, Tuba und spielen eine Mischung aus Marsch- und Zirkusmusik und Free-Jazz. Die Schauspieler geben kleine Gesangssoli.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
Kritik zu: Peer Gynt
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''Spricht Lars Eidinger Ibsen, ist man gebannt. Kunstvoll, aber nie kunstgewerblich, erkundet er die Texte, dringt tief in sie ein, beleuchtet mit seiner Stimme unzählige Facetten. Es ist hinreißend, wenn er etwa Peer Gynts Mutter spielt, dabei kaum auf äußerliche Attribute setzend, sondern auf Gestik und Mimik und seine Sprechkunst. Schlicht und ergreifend wird da eine Frau begreifbar, die ein falsches Leben gelebt hat, die so gern eine andere an einem anderen Ort auch mit einem anderen Sohn gewesen wäre. Ganz groß. (...)

Natürlich kommt Lars Eidinger am Ende nochmal selbst an die Rampe bzw. auf den Steg, der ins Parkett hineinreicht. Er muss den Zuschauern ja noch sagen, was für ein großer Schauspieler er ist. Was völlig unnötig ist. Das hat er an dem Abend – wieder einmal – mit Verve bewiesen. Der ein Abend ist, den Fans von Lars Eidinger als Fest empfinden dürften. Sie kommen voll auf ihre Kosten. Alle anderen Theaterbesucher brauchen bei diesem mehr als zweieinhalbstündigen pausenlosen Abend viel Geduld, denn zwischen den theatralisch genialen Moment gilt es, einige Durststrecken auszusitzen.'' schreibt Peter Claus auf rbbKultur

 

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