Kritik zu: Die Affen
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''Mayenburg stellt eine gewichtige Frage in Zeiten von Klimawandel und Globalisierung: Wie kann ein alternatives Leben aussehen? Doch so, wie der Autor und Regisseur das Thema verhandelt, führt es keinen Schritt weiter.

Mayenburg war bislang ein Autor von grotesken Komödien, mit denen er am Firnis der bürgerlichen Wohlstandswelt gekratzt hat. Eine gewisse Plakativität und Pauschalität war dabei Teil des Konzepts. Mit den "Affen" jedoch hat er sich weit von der Komödie fortbewegt: Die ersten humoristischen Szenen führen geradewegs in die Apokalypse. Für eine Komödie sind Stück und Inszenierung zu moralisch. Für eine ernsthafte Auseinandersetzung aber zu undifferenziert, die Figuren zu stereotyp.

Dass die Lösung nicht darin liegen kann, die Menschen wieder auf Bäume klettern zu lassen, ist nun wahrlich keine überraschende Pointe. Doch Mayenburg exerziert das Exempel, als habe er tatsächlich an die Affen als Rettung der Menschheit geglaubt.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
Kritik zu: remains
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"remains" ist neben einigen komischen, comedyhaften Szenen v.a. von Wehmuts-, Abschieds-, fast Apokalypse-Stimmung durchweht, vom Fortgehen, vom Tod. "Don’t Go" ruft gegen Ende eine Tänzerin einer anderen zu, in der nächsten Szene ist diese von Schattenwesen umringt, wirkt selbst wie ein Geist – während Popmusik in der Ferne zerfasert und ein wummernder Herzschlag die Bühne erbeben lässt.

Andrew Schneider hat mit höchstem technologischem Einsatz ein eigenes Universum entworfen, hat die lineare Realität mit aller Logik und Konsequenz, die wir zu kennen meinen, aufgelöst – es gibt nur noch Restspuren des uns Bekannten, die er aber auch verwehen lässt. Ein faszinierender, immer wieder überraschender visueller Rausch – mit Jubel und Füßetrampeln gefeiert - schade, dass das zumindest vorerst nicht mehr zu sehen ist.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
Kritik zu: Decamerone
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''Georgette Dee singt, unterstützt von drei Live-Musikern, Gedichte von Rainer Maria Rilke, Else Lasker-Schüler, Thomas Brasch, Hilde Domin und gibt dem ansonsten im Geschichtenreigen zerfasernden Abend Struktur. Mit ihren Liedern beginnt jeweils eine neue Jahreszeit, von Winter bis Winter – das ewige Werden und Vergehen. Die Liebe als einziges Mittel gegen Tod und Vergessen.

Serebrennikov erzählt bildstark und setzt ganz auf seine hoch emotionalen Spielerinnen und Spieler – doch die vielen Episoden, Figuren, Motive stehen oft zu beliebig nebeneinander. Auch der Auftritt der turnenden Damen, die ganz zuletzt nur ein einziges persönliches Sätzchen sagen dürfen, wirkt bemüht. Trotzdem: ein im besten Sinne uncooler Schauspieler-Abend über die großen Gefühle, die Menschen seit Urzeiten verrückt machen.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur

 

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