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''Die Regisseurin Irene Christ setzt auf Witz und Tempo – mehr als auf das Innenleben der Figuren, die das durchaus hergeben würden. Das der Eindruck, der sich am Bildschirm überträgt, sobald Schauspieler nicht für die Kamera, sondern für die große Bühne spielen. Stets wirkt das (dem Medium geschuldet) ein wenig zu groß, zu übertrieben.

Doch selbst, wenn der Ton zwischendurch hängt und die beiden Kameras nicht perfekt aufeinander abgestimmt sind: ein gelungenes Experiment des Schlosspark Theaters. Eine kostenlose Gabe an Bühnenfreunde in der ganzen Welt, jetzt, da kaum jemand ins Theater gehen kann. Die Zuschauer zur Premiere kamen aus Andalusien, Schweden, Florida – und auch aus Erkelenz, Duisburg und Gütersloh.

Zu Beginn waren es 1200, am Ende der beiden Stunden immerhin noch gut 800. Ins Schlosspark Theater selbst passen 440 Menschen – das Theater wäre also doppelt und dreifach gefüllt gewesen. Die Zuschauer waren begeistert, viele fragten sogar, wo sie eine kleine Spende für den Abend abgeben könnten. Die Schauspieler live auftreten zu lassen, die Technik zu stemmen, um den Zuschauern in diesen kulturarmen Zeiten etwas geben zu können – eine gute und schöne Sache.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
Kritik zu: Die Affen
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''Mayenburg stellt eine gewichtige Frage in Zeiten von Klimawandel und Globalisierung: Wie kann ein alternatives Leben aussehen? Doch so, wie der Autor und Regisseur das Thema verhandelt, führt es keinen Schritt weiter.

Mayenburg war bislang ein Autor von grotesken Komödien, mit denen er am Firnis der bürgerlichen Wohlstandswelt gekratzt hat. Eine gewisse Plakativität und Pauschalität war dabei Teil des Konzepts. Mit den "Affen" jedoch hat er sich weit von der Komödie fortbewegt: Die ersten humoristischen Szenen führen geradewegs in die Apokalypse. Für eine Komödie sind Stück und Inszenierung zu moralisch. Für eine ernsthafte Auseinandersetzung aber zu undifferenziert, die Figuren zu stereotyp.

Dass die Lösung nicht darin liegen kann, die Menschen wieder auf Bäume klettern zu lassen, ist nun wahrlich keine überraschende Pointe. Doch Mayenburg exerziert das Exempel, als habe er tatsächlich an die Affen als Rettung der Menschheit geglaubt.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
Kritik zu: remains
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"remains" ist neben einigen komischen, comedyhaften Szenen v.a. von Wehmuts-, Abschieds-, fast Apokalypse-Stimmung durchweht, vom Fortgehen, vom Tod. "Don’t Go" ruft gegen Ende eine Tänzerin einer anderen zu, in der nächsten Szene ist diese von Schattenwesen umringt, wirkt selbst wie ein Geist – während Popmusik in der Ferne zerfasert und ein wummernder Herzschlag die Bühne erbeben lässt.

Andrew Schneider hat mit höchstem technologischem Einsatz ein eigenes Universum entworfen, hat die lineare Realität mit aller Logik und Konsequenz, die wir zu kennen meinen, aufgelöst – es gibt nur noch Restspuren des uns Bekannten, die er aber auch verwehen lässt. Ein faszinierender, immer wieder überraschender visueller Rausch – mit Jubel und Füßetrampeln gefeiert - schade, dass das zumindest vorerst nicht mehr zu sehen ist.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur

 

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