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''Gelegentlich macht sich Lisa Eckart erfolgreich über sich selber lustig. Ihre Gesäßpartie, sagt sie, sei so flach, dass sie sich „bei einer Arschbombe zugleich eine Darmspülung“ zuzieht. Ein derber, aber guter Witz, da kommt Freude auf. Es geht natürlich nicht nur gegen sie. Der Händedruck mancher Männer sei so lasch, meint Eckhart, „dass man sich fragt, wie sie zuhause onanieren können“. Um hinzuzufügen: „Oder wie sie mich würgen sollen!“ Hier geht die Qualität schon deutlich runter. Es ist eigentlich: Der gepflegte Herrenwitz, diesmal von einer Frau erzählt.

Showelemente gibt’s nur im Sinne des Durchhaltevermögens. Allein die erste Hälfte dauert fast 90 Minuten, durchgeheizt ohne abzusetzen und ohne einen Schluck Wasser zu trinken. Der Abend gliedert sich in 7 Kapitel, geordnet nach den sieben Todsünden: Trägheit, Zorn, Wollust etc. Keine Ahnung, ehrlich gesagt, wovon unter diesen Überschriften gebrabbelt wird oder wie das zueinander passt. Klar ist nur: Sie lässt nicht locker.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf rbbKultur
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''Der mit einem Ausflug in die Tanzgeschichte begonnen hat, mit einer Szene aus "Pas de Quatre" in der Version des Briten Anton Dolin (von 1941) nach der Choreografie von Jules Perrot, die zur Tanzgeschichte gehört. Jules Perrot hatte Mitte des 19. Jahrhunderts die damals vier berühmtesten Ballerinen Europas zusammengebracht, zwar nur für wenige Vorstellungen, aber das gilt als ein Fixpunkt der Ballettgeschichte. Welche Damen auch immer dies tanzen, stehen in außerordentlicher Tradition und die vier des Staatsballetts, darunter wieder die blendende Iana Salenko, haben das mit Meisterschaft gelöst.

Wohingegen das Herren-Quartett "Variations for Four", ebenfalls von Anton Dolin, aus den 1950er Jahren, das am Ende getanzt wurde, eine Enttäuschung war, dank der zur Schau gestellten aufgeplusterten Männlichkeit. Also etwas mehr Schatten als Licht bei diesem ersten Gala-Abend des Staatsballetts – ein Ausdruck der schwierigen Zeiten insgesamt und insbesondere beim Staatsballett.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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''Einem Martin Wuttke, einer Kati Angerer sieht man natürlich immer gern zu, auch Katrin Wichmann, Franz Beil und Jeremy Mockridge, vor allem nach so langer Theaterpause. Doch gerade weil Pollesch seine Stücke erst auf den Proben entwickelt, hätte das Stück zumindest eine winzige Verbindung zeigen können zu den großen philosophischen Fragen, die die Welt und das Theater umtreiben – auch auf Meta-Ebene. Doch es ist ein Abend, der wie eine Pollesch-Schneekugel im Regal steht, seltsam abgeschlossen vom Rest der Welt. Und ein Abend voller Melancholie: Am Ende sinniert Angerer über das Verschwinden einer großen Liebe. Dass der Funke nicht überspringt, liegt auch an den wenigen Zuschauern, der reduzierten Reaktion aus dem Publikum. Die Hoch-Stimmung, die sonst bei Pollesch aufkommt, kann bei einem nur viertel gefüllten Saal nicht entstehen. Es ist, als stehe man mit drei Leuten auf der Tanzfläche. Und obwohl am Ende alle klatschen, klingt der Applaus mit so wenigen Zuschauern lau.

So sehr man sich darüber freut, dass wieder gespielt werden kann: Corona hat das Theater deutlich verändert. Nach den ersten Premieren an der Volksbühne, am Gorki Theater, am DT wird deutlich, was mit Corona verloren gegangen ist. Die Energie zwischen Zuschauenden und Spielerinnen fließt nicht. Die Spieler wirken wie auf Reserve. Und das Gemeinschaftsgefühl im Publikum ist so groß wie in einem halbleeren Fußballstadion. Das verändert das Theater, diese Publikumskunst, ganz beträchtlich – nie konnte man das so gut studieren wie jetzt. Schlimmer als alle Huster dieser Welt ist ein totenstiller Zuschauerraum. Es bleibt ein Hoffen auf die Zeit, in der der Überschwang, das Gesurre und Gebrumme, die Anspannung, Aufregung, die Freude und das Leben ins Theater zurückkehren dürfen.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur

 

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