Kritik zu: Schwarzwasser
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Viel Jubel gab es in den Feuilletons nach der Premiere dieses szenischen Parcours: in Kleingruppen erlebt das Publikum ein Stationendrama mit schrägen Gestalten aus der Ibiza-Affäre: von der angeblichen russischen Oligarchen-Nichte bis zu den sturzbesoffenen FPÖ-Maulhelden, die sich in sieben Stunden um Kopf und Kragen redeten. Im letzten Zimmer wartet die Autorin selbst: Jörg Ratjen spielt die Literaturnobelpreisträgerin im Badeanzug als Kassandra, die dem Publikum die typischen Assoziations-Kaskaden und Kalauer um die Ohren haut.

Als immersive Tour durch ein Gruselkabinett voller Polit-Zombies ist das vermutlich sehr wirkungsvoll. Der Theaterfilm, den Stefan Bachmann und das Schauspiel Köln bis 24. Januar anbieten, ist leider nur eine Lockdown-Schrumpfversion. Die 45 Minuten bieten eine Parade schräger Gestalten, die ihre Späße machen,  aber auf Distanz bleiben. Der Film vermittelt nur eine Ahnung, wie das Live-Erlebnis sein könnte.
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Nach durchzechter Nacht und einem Filmriss vermuten zwei Männer (gespielt von Udo Samel und Peter Simonischek), dass sie eine Frau umgebracht haben. Die französische Groteske lebt von der Situationskomik: mit jedem Versuch, den vermeintlichen Mord zu vertuschen, verstricken sie sich in neue Schwierigkeiten.

Wenn man den ZDF-Mitschnitt der Inszenierung ansieht, ist es überraschend, wie entschleunigt und fast wie in Zeitlupe Klaus-Michael Grüber die Komödie damals inszeniert ist. Der Abend wirkt deshalb streckenweise sehr betulich. Karin Henkel inszenierte die Labiche-Komödie 2016 am DT Berlin mit mehr Tempo, steuerte rasant auf die Pointen zu und ließ vor allem Anita Vulesica in der Rolle der Ehefrau Norine zu großer Form auflaufen, während diese Figur bei Imogen Kogge an der Schaubühne am Rand des Geschehens blieb.
Das Weihnachtsmärchen <König der Frösche>, das sich Intendant Nicolas Stemann nach dem <Schneewittchen>-Erfolg der vergangenen Spielzeit vorgenommen hatte, fiel Corona zum Opfer.

Binnen 48 Stunden wurde ein neues Format improvisiert. Der <Versammlung für einen Frosch> ist deutlich anzumerken, dass sie mit heißer Nadel gestrickt ist. Der Abend bleibt auf halber Strecke zwischen Märchen-Parodie und Corona-Comedy stecken, er funktioniert weder als das eine noch als das andere. Aus dem Running Gag <Es ist alles abgesagt> den sich die Märchenfiguren zurufen, entsteht diesmal keine so witzig-geistreiche, treffende Revue wie sie Stemann wenige Wochen zuvor mit den <Corona-Passionsspielen> gelang. Diesmal zünden die Gags nicht.

Die entscheidende Botschaft dieser in kurzer Zeit auf die Beine gestellten Premiere war ohnehin, dass überhaupt gespielt wurde: Mitte November waren die Bühnen in Deutschland und Österreich längst im 2. Lockdown.

 

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