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Dem Abend ist anzumerken, dass er mit heißer Nadel gestrickt ist und nicht nur brandaktuell sein möchte, sondern möglichst viele Stichworte dieses aufwühlenden Jahres in den neunzig Minuten unterbringen will: von den Banlieues über die Diskurse französischer Starphilosophen bis zu den Kurden von Kobane im Kampf gegen Daesh. Im Laufe des Abends geht es etwas subtiler zu als in Aleksandar Radenkovićs Monolog, der sich anfangs von „Charlie Hebdo“ zu „Charlie Brown und Snoopy“ kalauerte.
Nach holprig-albernem Start bekommt er noch die Kurve und skizziert im letzten Drittel französische Zustände. Er nahm sich aber leider nicht die nötige Zeit, sein Material zu ordnen und daraus eine interessante Inszenierung zu machen, die auch über 90 Minuten sehenswert wäre. Weiterlesen
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Zwischen Pollesch und Serres wirkt Daniela Löffners „Väter und Söhne“ am Deutschen Theater fast wie ein Kulturschock: Vier Stunden lang klassisches Schauspielertheater, ohne Schnickschnack und Fremdtext, dafür mit großem Ensemble.
Das Publikum ist ganz nah dran, sitzt auf Stühlen am Rand der Bühne. Die Schauspieler, die gerade nicht dran sind, mischen sich unter die Zuschauer und verfolgen die Dialoge über Politik, Liebe und Generationenkonflikt.(...)
Ausgiebiges Palaver an der langen Tafel wechselt mit kurzen Redegefechten im Stehen, die Waffeln duften verlockend: dennoch bleibt nach den vier Stunden der Eindruck, dass es diesen ausufernden Seelenbespiegelungen gut getan hätte, sie noch mehr zu verdichten. Diese russische Elegie bietet viele schöne Momente und auch Kabinettstückchen von Schauspielkunst, ist aber doch etwas langatmig geraten. Vor allem aus den politischen Debatten im vorrevolutionären Russland hätte das Regieteam noch mehr Funken schlagen können, während einige Tischszenen, auch wenn schon alles gesagt schien, noch weiter gedehnt wurden. Weiterlesen
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Regisseur Ronny Jakubaschk entschied sich dafür, das Ganze als Farce zu inszenieren: knallrot und giftgrün sind die dominierenden Farben. Grell geschminkte Schauspieler, die Karikaturen alpenländischer Trachtenmode tragen, stolpern durch die Jagd nach dem „Herzerlfresser“, einem Frauenmörder, der seinen Opfern das Herz herausreißt. Elias Arens spielt die Titelfigur als Mischung aus Zombie und Vampir, mit blutigen Lefzen und mahlendem Kiefer, ständig auf der Suche nach dem nächsten Opfer. (...)
„Der Herzerlfresser“ bietet knapp achtzig Minuten kurzweilige Unterhaltung. Jakubaschk vertraute seinem Regiekonzept aber anscheinend doch nicht ganz: anstatt seine Groteske als temporeiche Farce zu spielen, lässt er die Schauspieler immer wieder in stilisierte, zeitlupenartige Bewegungen verfallen, die dem ansonsten munteren Abend einiges an Schwung nehmen. Weiterlesen

 

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