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Die Prostituierte Getsemani (Iris Becher), der Reinigungschef Octavio (Ulrich Hoppe), der neurotische Museumswächter Lazar (Lukas Turtur) oder die pädophile Lehrerin Hadewijch (Veronika Bachfischer) werden vom Zeremonienmeister Combeferre (Renato Schuch) angeleitet, Szenen aus ihrem Leben nachzuspielen. Außerdem kontrastiert Liddell das bildungsbürgerliche Erbe Europas (die Aufklärung Diderots, den Gesellschaftsvertrag Rousseaus, die Barockmusik Rameaus) mit einer Dystopie eines abgeschotteten Kontinents, der alle Flüchtlinge erfolgreich ausgesperrt, die Kriminalität eliminiert hat und zum Hochsicherheitsgefängnis erstarrt ist. Diese einzelnen Teile des mit fast drei Stunden zu langen, sehr holprigen Abends ergeben jedoch kein schlüssiges Ganzes. Weiterlesen
Kritik zu: Niemand
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Die Schauspielerinnen und Schauspieler (Marcel Kohler, Franziska Machens, Wiebke Mollenhauer, Elias Arens und Lisa Hrdina aus dem DT-Ensemble sowie die ehemaligen DT-Ensemble-Mitglieder Frank Seppeler und Henning Vogt, die als Gäste zurückkehrten) haben mit dem unfertigen Text zu kämpfen. Stille Momente, lange Pausen und Melancholie dominieren diesen Abend. Für willkommene Abwechslung sorgt deshalb Franziska Machens als schnoddrige Prostituierte Gilda, die ihrer Freundin Ursula (Wiebke Mollenhauer) in einer komischen Dialekt-Szene Nachhilfe gibt, wie sie bei den Männern am besten ankommt und Mitleid erregt, und auch im Zusammenspiel mit den Lehmann-Brüdern (Marcel Kohler und Frank Seppeler) einige Pointen setzt. Weiterlesen
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Der Preis seiner Regie-Entscheidung ist, dass der Abend von einer deutlichen Entschleunigung geprägt ist. Die Verlorenheit der einsamen Würmchen und ihre verlässlich im Stillstand endenden Kommunikationsversuche prägen diese statische Inszenierung. Manche Besucher fühlten sich davon so sehr ermattet, dass deutliche Schnarchtöne in Reihe 12 zu hören waren.
Positiv hervorzuheben ist, dass Bastian Kraft, sein Dramaturg Ulrich Beck und das Ensemble die Übersetzung von Volker Schlöndorff und Florian Hopf aus dem Jahr 1986 behutsam aktualisierten. Formulierungen, die zu sehr nach Fünfziger Jahre-Biedermeier und unfreiwillig komisch klingen, wurden behutsam gestrichen. Konsequenterweise hätte man auch auf die Qualmszene von Happy (Camill Jammal) und Jenny (die von ihren UdK-Kommilitionen euphorisch bejubelte Ruby Commey bei einem Kurzauftritt) in einer Bar verzichten können. Der Nikotin-Gestank, der sich von der Bühne im ganzen Saal ausbreitet, wirkt genauso aus der Zeit gefallen und störend. Weiterlesen

 

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