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Die Zombie-Figuren spulen die beiden Sophokles-Dramen „Ödipus“ und „Antigone“ routiniert ab, das Ganze erinnert entfernt an den Stil, mit dem Harald Schmidt Klassiker der Weltliteratur im Schnelldurchlauf mit seinen Playmobil-Figuren durchspielte.
Kurz vor Schluss bekommt der Abend noch etwas mehr Leben eingehaucht, als die bibbernden und schlotternden Figuren hysterisch vor sich hinkreischen und sich von der abwesenden Antigone bedroht fühlen, die während des gesamten Stücks ein Phantom bleibt. Gleich danach gehen die Schauspielerinnen und Schauspieler zur Tagesordnung über. Der Abend endet damit, dass Benny Claesens nach Hause telefonieren muss und auf Flämisch mit seiner Mutter spricht.
Ersan Mondtags erste Arbeit auf einer der großen Berliner Bühnen zeigt gute Ansätze, ist leider kein großer Wurf, aber auf jeden Fall ein interessanter Farbtupfer in der Theater-Landschaft, die diesen Shooting-Star schon zum zweiten Mal in Folge (mit Inszenierungen aus Kassel und Bern) zum Theatertreffen einlud. Weiterlesen
Kritik zu: The Making-of
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Nora Abdel-Maksoud macht in ihrer Kunstbetriebssatire „The Making-of“ dort weiter, wo sie 2014 im Ballhaus Naunynstraße mit „Kings“ (Kritik) aufgehört hat: temporeiche Dialoge, stark überzeichnete Figuren und jede Menge Insider-Gags über „Gender Pay Gap“, „Method Acting“, Performance vs. klassisches Theater, Popcorn-Kino vs. cineastische Projekte sorgen für einen unterhaltsamen, wenngleich streckenweise recht selbstreferentiellen Abend.
Für den Abend im Studio Я des Gorki Theaters holte sie als Partner für ihre beiden bewährten Stamm-Spielerinnen Bay und Hilb, die u.a. auch in „Kings“ dabei waren, zwei Ensemble-Mitglieder des Gorki (Beykirch und Wonka). Weiterlesen
Kritik zu: WUT
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Martin Laberenz entschied sich in seiner Inszenierung für die Kammerspiele des Deutschen Theaters Berlin, die Brocken dieser Textwüste in all ihrer Ungeschliffenheit auf die Bretter zu knallen. Die fünf Spielerinnen und Spieler wirken im Abendkleid und Smoking wie Fremdkörper auf der kargen, leeren Bühne. Im Zentrum formen Neonröhren den Stück-Titel „Wut“, im Lauf des Abends leuchten kurzzeitig auch die Begriffe „Hass“ und „Zorn“ auf.
Die assoziativen Satzungetüme werden vom Ensemble recht monoton gesprochen, manchmal geradezu beiläufig, mit dem Champagnerglas in der Hand. Im Lauf des Abends bricht Laberenz aus diesem Korsett aus und versucht – ähnlich wie Stemann bei der Münchner Uraufführung – theatrale Mittel, die dieses Aufsagen einer Bleiwüste weiter auflockern. (...) Am Ende flattern die Manuskriptseiten wild durcheinander und ins Publikum. Die fünf Protagonisten des Abends singen „SOS“ von ABBA. Mit der Textzeile „I wish I understood“ endet dieser knapp 2,5-stündige Abend in derselben Ratlosigkeit, die auch den Jelinek-Text „Wut“ prägt, der leider einer ihrer schwächeren ist. Weiterlesen

 

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